Jorge Lorenzo war am Freitag in Barcelona das Maß der MotoGP-Dinge

MotoGP 2012

— 01.06.2012

Vielversprechender Auftakt für Lorenzo & Spies

Jorge Lorenzo holt sich vor heimischem Publikum in Barcelona die Tagesbestzeit - Ben Spies will seine Saison auf Kurs bringen und legt Le Mans zu den Akten

Zur Freude seiner zahlreichen Landsleute auf den Tribünen des Circuit de Catalunya war MotoGP-Tabellenführer Jorge Lorenzo auch am ersten Trainingstag zum Grand Prix von Katalonien nicht zu schlagen. In der Nachmittagssitzung holte sich der spanische Yamaha-Werksfahrer in 1:42.099 Minuten eine überlegene Bestzeit und verwies Alvaro Bautista (Gresini-Honda) und Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha) auf die Plätze.

"Ich habe ein gutes Gefühl", gesteht Lorenzo und erklärt: "Am Vormittag lag ich noch zwei Zehntelsekunden hinter Casey (Stoner; Anm. d. Red.) zurück. Am Nachmittag war ich nahezu die gesamte Zeit auf Platz eins. Wir probierten unter anderem den harten Hinterreifen, der auf dieser Strecke am Sonntag eine ernstzunehmende Alternative darstellen könnte."

Verbesserungspotenzial sieht der WM-Spitzenreiter gegenwärtig noch beim Anbremsen, "denn wir kommen hier mit hohem Tempo vor den Kurven an und benötigen entsprechende Stabilität auf der Bremse". Vor seinen heimischen Fans will Lorenzo am Sonntag "um das Podium und wenn möglich um den Sieg kämpfen", wie er sagt.

Teammanager Wilco Zeelenberg spricht ebenfalls von einem gelungenen Auftakt in das Barcelona-Wochenende. "Wir hatten am Nachmittag eine sehr gute Session. Das Bike ist noch nicht perfekt, aber insgesamt sind wir mit unserer Position zufrieden. Platz eins ist immer eine tolle Sache. Für morgen wollen wir uns aber noch weiter verbessern. Speziell beim Verzögern am Ende der Geraden haben wir noch Raum für Verbesserungen."

Spies mit Auftakt ins Wochenende zufrieden

Ben Spies schloss den Barcelona-Freitag in der Kombination der Zeiten aus beiden Trainingssitzungen als Siebtschnellster ab. Am Vormittag reichte es für den leidgeprüften US-Boy zu Rang fünf. Am Nachmittag stand Platz sechs zu Buche. Auf Teamkollege Lorenzo fehlten dem Superbike-Weltmeister von 2009 sieben Zehntelsekunden, wovon er sich aber nicht aus der Ruhe bringen lässt.

"Es lief für den Anfang nicht so schlecht, speziell wenn man bedenkt, wie meine Saison bisher verlaufen ist", urteilt Spies. "Wir konnten heute einige positive Aspekte mitnehmen und konstante Rundenzeiten abspulen. Ich habe mich nicht darauf konzentriert, die schnellstmögliche Rundenzeit zu erzielen, sondern arbeitete in Vorbereitung auf das Rennen. Sollte es am Sonntag ähnlich heiß sein wie heute, dürften die letzten zwölf Runden in puncto Haushalten mit den Reifen den Ausschlag geben."

Im Hinblick auf den weiteren Verlauf des Wochenendes erhofft sich Spies noch den einen oder anderen Fortschritt: "Das Bike funktionierte heute schon recht gut, aber müssen noch ein paar Veränderungen vornehmen, sodass ich noch härter attackieren kann. Ich würde sagen, wir haben das Potenzial bisher vielleicht zu 80 Prozent ausgeschöpft."

Trotz seines schwierigen Saisonstarts ist der Texaner zuversichtlich, seine Saison an diesem Wochenende auf Kurs zu bringen: "Ich weiß, dass ich ein gutes Bike zur Verfügung und ein gutes Team hinter mir habe. Wenn man einmal eine solche Durststrecke durchmacht wie ich im Moment, lassen sich nicht alle Probleme über Nacht beheben. Für mich geht es jetzt darum, Schritt für Schritt wieder Vertrauen zu gewinnen. Heute war in diesem Zusammenhang ein guter Anfang."

Um den Sieg am Sonntag sieht sich Spies nach aktuellem Stand der Dinge noch nicht unbedingt mitfahren, aber: "Das Gefühl für das Motorrad war da und wir können es noch weiter verbessern. Es kann schließlich nicht so weitergehen, dass es Wochenende für Wochenende schlechter läuft." So ist der Yamaha-Pilot froh, in Barcelona eine trockene Strecke vorzufinden: "Im Trockenen funktionierte das Bike schon in Le Mans sehr gut. Ich weiß, was ich mir in Bezug auf das Setup vorstelle. Es sind viele kleine Dinge, nicht ein großer Schritt."

Im Rückblick auf den enttäuschend verlaufenen Grand Prix von Frankreich spricht Spies von "Umständen, die ich noch nie zuvor erlebt habe". "Wenn schon beim Start vier der weltbesten Fahrer um ein Haar abfliegen, stimmt irgendetwas nicht. Ich stand von Beginn an auf verlorenem Posten. Das soll jetzt keine Ausrede sein. Es ist einfach Tatsache. Die Bedingungen waren schon im Moto2-Rennen schwierig, aber von Seiten der Rennleitung kam nie die Info, besondere Vorsicht walten zu lassen. Das liegt aber inzwischen in der Vergangenheit. Jetzt konzentriere ich mich gemeinsam mit dem Team darauf, das Bike hier so hinzubekommen, dass ich voll angreifen kann."

Fotoquelle: Yamaha

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