Zum dritten Mal in dieser Saison eroberte Casey Stoner die Pole-Position

MotoGP 2012

— 02.06.2012

Stoner erobert Pole in spannender Qualifikation

In einem engen Qualifying setzt sich Weltmeister Casey Stoner durch und erobert die Pole-Position für das Rennen in Barcelona - Stefan Bradl Achter

Die Pole-Position für den Grand Prix von Katalonien wurde in einem engen Schlagabtausch zwischen mehreren Fahrern entschieden. Mit Ausnahme von Karel Abraham (Cardion-Ducati) lagen die Top 11 innerhalb von rund einer Sekunde. Schließlich hatte Weltmeister Casey Stoner die Nase vorne. Zum zweiten Mal in dieser Saison wird der Honda-Werksfahrer vom besten Startplatz aus angreifen. Es war die 40. Pole seiner Karriere. WM-Konkurrent Jorge Lorenzo (Yamaha) konnte Stoners Zeit von 1:41.295 Minuten nicht schlagen und hatte einen Rückstand von 0,146 Sekunden. Die erste Reihe komplettierte der Brite Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha). Stefan Bradl (LCR-Honda) zog Startplatz acht an Land.

Das Tech-3-Duo präsentierte sich auch auf dem Circuit de Catalunya stark. Elf Minuten vor Ablauf der Zeit lagen Crutchlow und Andrea Dovizioso auf den Plätzen eins und zwei. Während es der Brite am Ende zum dritten Mal in dieser Saison in die erste Reihe schaffte, musste sich der Italiener schließlich mit Rang sechs zufrieden geben, obwohl sein Rückstand lediglich 0,392 Sekunden betrug. Das unterstreicht, wie eng es im Spitzenfeld zuging.

Ein Erfolgserlebnis hatte wieder einmal Ben Spies, dem der flüssige Kurs deutlich besser liegt als die engen Stop-and-Go-Strecken der vergangenen Wochen. Als Vierter schaffte es der zweite Yamaha-Werkspilot in die zweite Startreihe. Lokalmatador Dani Pedrosa (Honda) konnte am Ende nicht mehr zulegen, da er von der Strecke abkam und durch das Kiesbett rodelte. Unter dem Strich wurde es Startplatz fünf in der Mitte der zweiten Reihe.

Das Ducati-Werksteam platzierte sich in der dritten Reihe. Nicky Hayden war schneller als Valentino Rossi und wurde Siebter. Sein Rückstand auf Stoner betrug 0,734 Sekunden. Rossi war um eine weitere Zehntelsekunde langsamer und reihte sich hinter Bradl als Neunter ein. Beide Ducati-Fahrer waren mit der gewohnten Karbon-Hinterradschwinge und nicht mit der neuen Alu-Lösung unterwegs. Bradl wird am Sonntag zwischen den beiden roten Werksmaschinen stehen. Der Deutsche absolvierte ein solides Training. Auf Stoner fehlten 0,770 Sekunden.

Alvaro Bautista (Gresini-Honda) und Hector Barbera (Pramac-Ducati) hatten zwar auch nur knapp mehr als eine Sekunde Rückstand auf die Spitze, doch sie landeten auf den Positionen zehn und elf am Ende des Prototypen-Feldes. Gar nicht lief es für Abraham, der von den Zeiten her weit weg war. Zu allem Überfluss stürzte der Tscheche in den Schlussminuten noch. Knapp hielt er als Zwölfter die Claiming-Rule-Meute in Schach.

De Puniet klar schnellster CRT-Fahrer

Klar bester CRT-Fahrer war Randy de Puniet mit der Aprilia des Aspar-Teams. Der Franzose fuhr eine persönliche Bestzeit von 1:43.500 Minuten. Damit war er um 2,2 Sekunden langsamer als Stoner. Ein starkes Comeback zeigte Colin Edwards (Suter-BMW). Der Routinier, der Le Mans aufgrund seines Schlüsselbeinbruchs auslassen musste, meldete sich mit Rang 14 zurück. Damit war der "Texas Tornado" zweitschnellster CRT-Pilot und hielt Aleix Espargaro (Aspar ART) um 17 Tausendstelsekunden in Schach.

Hinter dem Spanier folgten Michele Pirro (Gresini), James Ellison (PBM ART) und Mattia Pasini (Speed Master ART). Yonny Hernandez (Avintia) ritt zu Beginn kurz aus, konnte aber weiterfahren und qualifizierte sich auf Platz 19. Sein Teamkollege Ivan Silva hatte größere Fahrwerksprobleme und war das Schlusslicht. Danilo Petrucci (Ioda), der mit dem Aprilia-Stockmotor auf der langen Geraden klar der Langsamste ist, wurde 20. und Vorletzter.

Fotoquelle: Repsol

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