Nicky Hayden war im Barcelona-Qualifying schnellster Ducati-Pilot

MotoGP 2012

— 02.06.2012

Hayden: "Fortschritte nicht so groß wie erhofft"

Nicky Hayden fand im Barcelona-Qualifying dank des weichen Reifens eine Sekunde, rechnet für den Sonntag aber mit einem schwierigen Rennen

Nicky Hayden nimmt den fünften MotoGP-Lauf des Jahres von Startplatz sieben in Angriff. Der US-Amerikaner war am Samstagnachmittag in Barcelona schnellster Ducati-Pilot und entschied das teaminterne Qualifying-Duell gegen Valentino Rossi zum dritten Mal in diesem Jahr für sich.

Mit den harten Reifen erzielte Hayden in der ersten Hälfte des Qualifyings kaum Fortschritte. Der Wechsel auf die andere Mischung brachte schließlich den gewünschten Erfolg auf der Stoppuhr. "Kaum, dass ich den weichen Reifen zum ersten Mal drauf hatte, fand ich sofort eine Sekunde. Es war schon fast so, als hätte ich einen Qualifier montieren lassen. Ich fuhr eine 1:42.0 und rechnete mir Chancen aus, in die 1:41er-Region vorzustoßen", so Hayden.

"Leider geriet ich mit meinem letzten Satz weicher Reifen auf der ersten Runde in Verkehr. Auf der zweiten hatte ich dann einen Big-Moment ausgangs Kurve zwei. Somit war die Session für mich gelaufen", fasst der US-Boy, der einen Sturz gerade eben noch vermeiden konnte, zusammen. Auf den vor ihm klassierten Tech-3-Yamaha-Piloten Andrea Dovizioso fehlten unterm Strich gut drei Zehntelsekunden.

"Die dritte Startreihe ist nicht fantastisch, aber auf jeden Fall besser, als es zu Beginn den Anschein hatte", urteilt der Ducati-Pilot, der in der ersten halbe Stunde des Qualifyings mit den harten Reifen lange Zeit der langsamste der zwölf Piloten auf reinrassigen Prototypen-Bikes war. Großartige Fortschritte in Bezug auf die Abstimmung der GP12 seien dem Team laut Hayden jedoch nicht gelungen. Den Sprung nach vorn schiebt er einzig und allein der weicheren Reifenmischung zu.

Entsprechend vorsichtig gibt sich der Ex-Weltmeister im Hinblick auf das Rennen am Sonntag: "Wir drehen uns etwas im Kreis. Sobald wir die Haftung auf der Kante des Reifens verbessern, schiebt das Bike übers Vorderrad. Wir müssen abwarten, wie es im Rennen läuft. Generell ist der Reifenverschleiß an der Ducati sehr hoch. Ich fuhr heute Morgen zwar eine Renndistanz, aber nicht am Stück. Das Problem mit dem harten Reifen ist, dass er sehr stark durchdreht. Da wäre der weiche zuweilen besser, aber das Rennen dauert 25 Runden."

Der Abstand auf die Spitze ist nach dem Mugello-Test zwar kleiner geworden, wirklich zufrieden ist Hayden damit aber noch nicht. Am Rennwochenende setzt er genau wie Teamkollege Rossi auf die herkömmliche Kohlefaser-Schwinge. Die Aluminium-Version wurde in Mugello getestet und soll erst beim Barcelona-Test am Montag wieder zum Einsatz kommen. "Ich mochte die Kohlefaser-Schwinge nicht, da ich damit mehr Chattering hatte."

"Ich entschied mich daher, an diesem Wochenende auf Bewährtes zu setzen", so der US-Boy. "Ich verwende hier aber eine neue Einstellung für die Elektronik, die in einigen Kurven zwar beim Einlenken hilft, aber nicht in dem Maße, wie ich mir das erhofft hatte. Alles in allem sind die Fortschritte nicht so groß ausgefallen, wie wir uns das gewünscht hätten."

Fotoquelle: Ducati

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