Jorge Lorenzo war auch in Barcelona der starhlende Sieger

MotoGP 2012

— 03.06.2012

Lorenzo fährt mit kontrollierter Offensive zum Sieg

Vor heimischem Publikum ringt Jorge Lorenzo Dani Pedrosa nieder und fährt zum dritten Saisonsieg im fünften Rennen

Jorge Lorenzo war auch in Barcelona wieder einmal nicht zu schlagen. Nach verhaltenem Start lieferte sich der Yamaha-Pilot einen packenden Zweikampf mit seinem Landsmann Dani Pedrosa, bei dem der Yamaha-Pilot letztlich die Oberhand behielt. Nachdem er gestern die Trainingsbestzeit herausgefahren hatte, sorgten die nächtlichen Regenschauer im Barcelona heute nach dem Aufstehen für Sorgenfalten auf Lorenzos Stirn.

"Heute Morgen war es noch nicht klar, wie das Wetter sein würde. Im Warmup haben wir dann gesehen, dass die Strecke sehr rutschig war, vor allem beim Bremsen hat man das gespürt", sagt der Spanier. "Mir ist ein trockenes Rennen lieber, und so ist es dann auch gekommen." In den ersten Runden ging Lorenzo zunächst vorsichtig ans Werk. "Der Start war schwierig, ich wollte keine Dummheiten machen. Ben und Dani sind daher an mir vorbeigezogen. Ich habe dann auf meine Gelegenheit gewartet."

Diese Gelegenheit bot ihm zuerst sein Teamkollege. "Ben ist in einigen Kurven weit nach außen gekommen, dadurch konnte ich den zweiten Platz übernehmen. Das war eine gute Position, ich habe daher abgewartet und beobachtet, welches Tempo Dani fuhr. Ich hab dann einen kleinen Fehler gemacht, dadurch verlor ich den Kontakt zu ihm, konnte die Lücke aber in fünf bis sechs Runden wieder zufahren."

Auch danach ging der 25-Jährige zunächst auf Nummer sicher. "Ich spürte dann, dass Dani etwas langsamer wurde, aber ich habe weiter abgewartet, was passiert. Ich wollte keinen Sturz riskieren. Dani hat sehr spät gebremst, daher war es schwierig, ihn ohne Berührung zu überholen. Ich habe auf einen Fehler von Dani gewartet, und den hat er schließlich gemacht. Als ich sah, dass Dani weit nach außen fuhr, wusste ich, das ist meine Gelegenheit."

"Ich habe ihn überholt, und wusste, dass ich einen Vorsprung herausfahren kann, wenn ich zwei oder drei Runden am Limit fahre. Das ist mir gelungen." So fuhr Lorenzo letztlich ungefährdet zum dritten Sieg im vierten Rennen, mit dem er sich in der WM-Tabelle weiter von seinem Verfolger Casey Stoner absetzte, der heute Vierter wurde. Nach drei ersten und zwei zweiten Plätzen weist Lorenzos WM-Konto 115 von 125 möglichen Punkten auf.

Den Unterschied machten heute auch die Reifen, im Gegensatz zu Pedrosa fuhr Lorenzo auf der weicheren Reifenmischung. "Für die Yamaha war der weiche Reifen die bessere Wahl. Ich glaube bei Honda war das nicht der Fall, dort haben die Reifen stärker durchgedreht und sich dadurch überhitzt. Das war vielleicht einer der Schlüsselfaktoren. Dani musste in den schnellen Kurven etwas langsamer fahren, durch konnte ich ihn überholen und davonziehen. Der weiche Reifen war aber nicht perfekt, denn nach dem Regen war die Strecke rutschiger."

Nun geht es für den WM-Führenden in 14 Tagen nach Silverstone, wo das Wetter wieder eine Rolle spielen könnte. "Jeder fürchtet sich ein wenig vor dem Regen, den der ist in England ja nichts Außergewöhnliches. Ich hoffe aber, dass es trocken sein wird. Die Strecke in Silverstone macht immer eine Menge Spaß, die Kurven sind schnell, es geht von rechts nach links. Dort zu fahren, ist wunderbar." Außerdem liegt die Strecke Lorenzo. "2010 habe ich dort gewonnen, es ist scheint eine gute Strecke für die Yamaha und für mich zu sein."

Fotoquelle: Yamaha

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