Casey Stoner hofft, dass das lästige Chattering bald Vergangenheit ist

MotoGP 2012

— 04.06.2012

Stoner: Chattering reduziert

Beim Barcelona-Test macht Honda Fortschritte in Sachen Chattering, verliert durch den neuen Vorderreifen aber etwas Performance

Weltmeister Casey Stoner hat nach dem enttäuschenden Grand Prix von Barcelona beim darauffolgenden Test weiter am Chattering-Problem seiner Honda RC213V gearbeitet. "Es war ein langer Tag. Wir hatten viele Dinge, die wir testen wollten", berichtet der Australier nach Platz sechs (+0,372 Sekunden). "Jedes Mal, wenn wir auf die Strecke gegangen sind, hatten wir etwas Neues, um die bestehenden Probleme zu lösen."

"Wir haben mit jeder Änderung das Ziel verfolgt, das Chattering zu begrenzen. Bis zu einem gewissen Grad haben wir es auch verbessert - es ist ein positiver Schritt für die Zukunft. Ich hoffe, dass wir es auch auf der nächsten Strecke verbessern können", erklärt Stoner. "Ich denke, wir haben etwas besser verstanden, was das Chattering verursacht. In Silverstone werden wir ein paar neue Teile testen, die uns weiter helfen sollen."

"Ich möchte in meinem letzten Jahr nicht durch das andauernd auftretende Chattering mein Gefühl verlieren. Es wäre schön, bei den kommenden Rennen ein 'normales' Motorrad vorzufinden", so der Honda-Werkspilot. "Es scheint schlimmer zu werden, umso mehr Grip vorhanden ist. Vielleicht hat es etwas mit dem Abrieb der Dunlop-Reifen der Moto2/Moto3 zu tun." Wenig glücklich ist der amtierende Weltmeister mit der Einführung des neuen Vorderreifens, der weder seinem Fahrstil noch der Honda entgegenkommt.

"Ich mag den neuen Vorderreifen nach wie vor nicht. Mit dem alten Reifen wären wir schneller gewesen. Wir werden es aber in den Griff bekommen, auch wenn sich durch den neuen Reifen das Chattering am Vorderrad verstärkt hat", kritisiert er. "Wir haben etwas den Reifendruck erhöht, um etwas mehr Stabilität zu bekommen. Wenn man in die Kurve einbiegt, dann ist der Reifen sehr träge. Es gibt keine Führung, keine Stabilität."

"Selbst die Yamaha-Fahrer haben sich über den Kurveneingang beschwert. Ich habe immer noch nicht verstanden, warum wir dieses Jahr diese neue Spezifikation erhalten. Der alte Reifen hat gut funktioniert. Jeder war zufrieden damit", bemerkt Stoner. Im Gegensatz zur Konkurrenz verzichtet er auf den Aragon-Test in dieser Woche.

"Wir werden nicht in Aragon testen. Meinen Informationen nach befindet sich die Strecke nicht in besonders guten Bedingungen. Ein Tag reicht nicht, um ausreichend Daten zu sammeln. Zudem soll der neue Vorderreifen nicht verfügbar sein. Deshalb macht es keinen Sinn, dorthin zu gehen", schildert er.

Fotoquelle: Repsol

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