Quo vadis MotoGP? Dorna und IRTA sind sich nach wie vor uneins...

MotoGP 2012

— 05.06.2012

MotoGP-Zukunft: Noch ist nichts beschlossen

In Barcelona sprachen die beteiligten Parteien Dorna und IRTA erneut über das künftige technische Reglement der MotoGP-WM: Weiteres Meeting in Assen

Entgegen der ursprünglichen Planung gibt es Anfang Juni noch keine Klarheit darüber, wie das künftige technische Reglement für die MotoGP-WM im Detail genau aussieht. Im Rahmen des Grand Prix von Katalonien gab es zwar ein Treffen zwischen MotoGP-Vermarkter Dorna, der Grand-Prix-Kommission und der Teamvereinigung IRTA. Bei dieser Gelegenheit einigte man sich jedoch darauf, Ende des Monats in Assen erneut zusammenzukommen.

Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen wie gehabt die Themen Einheitselektronik, Drehzahllimit, Ein-Motorrad-Regel sowie eine mögliche Ablösung der Karbonbremsen durch Stahlscheiben. "Es sieht so aus, als stünden wir beim Thema Einheitselektronik kurz vor einer Einigung", lässt IRTA-Generalsekretär Mike Trimby gegenüber 'GPWeek' durchblicken. "Ich kann aber noch nicht sagen, in wie viel Jahren eine einheitliche ECU kommen wird. Gegenwärtig befinden wir uns noch in Gesprächen."

Die Ein-Motorrad-Regel, wie sie in diesem Jahr beispielsweise in der Superbike-Weltmeisterschaft greift, könnte laut Trimby auch im MotoGP-Zirkus Einzug halten, wenn auch in angepasster Form: "Meine persönliche Meinung ist, dass wir die Flag-To-Flag-Races beibehalten sollten. Es sollte doch möglich sein, einen Weg zu finden, wie sich Räder und Bremsen schnell wechseln lassen. Es gibt keine andere Rennserie auf der Welt, in der die Fahrer zwei Fahrzeuge einsetzen."

Demnach soll es künftig für die Trainings nur noch ein Bike pro Fahrer geben, im Rennen selbst aber nach wie vor die Möglichkeit bestehen, bei wechselnden Wetterverhältnissen auf die zweite Maschine zu wechseln.

Beim Thema Verbot der Karbonbremsen sind sich sowohl die Werke Honda, Yamaha und Ducati als auch die Dorna einig, dass dies ein Sicherheitsrisiko darstellen würde. Die IRTA, deren Präsident Tech-3-Teamchef Herve Poncharal ist, würde aus Kostengründen künftig lieber Stahlbremsen sehen. Dazu wird es aller Voraussicht aber nach nicht kommen. "Die Karbonbremsen werden definitiv bleiben", ist Corrado Cecchinelli, der Technische Delegierte der Dorna, überzeugt.

Fotoquelle: Repsol

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