In Silverstone wird der neue Vorderreifen von Bridgestone zum Standardpneu

MotoGP 2012

— 06.06.2012

Bridgestone von neuem Vorderreifen überzeugt

Trotz der harten Kritik von Casey Stoner und Dani Pedrosa ist Bridgestone von der neuen Spezifikation überzeugt und freut sich auf Silverstone

Wie bereits im Vorjahr gibt es auch 2012 immer wieder Diskussionen über die Einheitsreifen von Bridgestone. Besonders Casey Stoner sparte nach den ersten Tests nicht mit Kritik, verursachten die 2012er-Pneus doch reichlich Chattering an seiner RC213V - ein Problem, das Honda bis heute noch nicht in den Griff bekommen hat. Ab Jerez wurde den MotoGP-Piloten zudem ein neuer Vorderreifen angeboten, der ab Silverstone Standard sein wird.

Das neue Modell unterscheidet sich nicht in der Mischung, dafür aber im Aufbau vom Vorgänger. Die Karkasse ist deutlich weicher als beim alten Reifen. Dadurch soll sich das Aufwärmverhalten verbessern. Zudem verzeihen die Reifen laut Bridgestone mehr Fehler. Dass der neue Vorderreifen nicht nur Vorteile hat, berichten vor allem die Honda-Piloten aus dem Werksteam.

Sowohl Stoner als auch Dani Pedrosa haben große Probleme mit den neuen Reifen. Zum Hinterrad-Chattering kommt ein bisher noch nicht dagewesenes Vorderrad-Chattering. Nach dem Barcelona-Test war besonders Pedrosa sehr enttäuscht von der Performance dieses Reifens. Seitens Bridgestone sieht man die neue Spezifikation aber klar als Fortschritt an.

Entwicklungschef Shinji Aoki reflektiert das Wochenende in Spanien: "Im Rennen haben sich alle Fahrer für den harten Vorderreifen entschieden, weil dieser beim Bremsen eine bessere Stabilität hat. Das ist in Barcelona sehr wichtig, weil es zwei lange Geraden gibt. Wir haben diese harte Mischung in der neuen Spezifikation als Option angeboten."

"15 von 21 Fahrern haben sich für diese Option entschieden. Das Feedback, das wir erhalten haben, zeigt, dass diese neue Spezifikation ein besseres Gefühl für die Front ermöglicht und besonders am Kurveneingang besser ist." Die beiden Honda-Werkspiloten zählten nicht zu den 15 Fahrern, die mit dem neuen Reifen ins Rennen gingen.

"Vom nächsten Rennen in Silverstone an wird die neue Spezifikation zum Standard werden. Wir bieten sie dann in einem breiteren Spektrum von Mischungen an", erklärt Aoki. "Ich freue mich darauf, wie die Fahrer das gesteigerte Potenzial dieses neuen Vorderreifens nutzen werden." Wie die beiden Honda-Werksfahrer in Großbritannien mit den Reifen zurechtkommen werden, ist noch ungewiss. Mit Sicherheit werden sie aber größere Probleme haben als die Yamaha- und Ducati-Piloten.

In Spanien war das Repsol-Duo im Rennen etwas unterlegen. Durch die Wahl des harten Reifens hatten Stoner und Pedrosa einen kleinen Nachteil. Bridgestone-Entwicklungschef Aoki ist mit dem Verlauf des Rennens sehr zufrieden: "Die kühleren Bedingungen hatten keinen negativen Effekt auf die Performance der Reifen, weil wir unsere 2012er-Spezifikationen so entwickelt haben, dass sie effektiv arbeiten und eine berechenbare Performance über ein größeres Temperaturfenster abliefern."

"Auch wenn einige Fahrer die Haftung auf dem Kurs bemängelt haben, waren die ersten Runden beinahe eine Sekunde schneller als im Vorjahr", bemerkt der Japaner. "Auch das Renntempo im ersten Teil des Rennens war besser als im Vorjahr. Die Daten bestätigen, das unsere 2012er-Spezifikationen in Katalonien sehr gut funktioniert haben."

Fotoquelle: Bridgestone

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