Casey Stoner drängt auf eine umfassende Umstrukturierung in der MotoGP

MotoGP 2012

— 06.06.2012

Stoner: MotoGP benötigt eine Struktur

Der amtierende Weltmeister spart in Bezug auf die Diskussion um Marc Marquez' Manöver in Barcelona nicht mit Kritik an den MotoGP-Entscheidungsträgern

Marc Marquez ist bekannt für seinen entschlossenen und meist recht kompromisslosen Fahrstil. Doch die Bestrafung für sein Manöver gegen Pol Espargaro in Barcelona war voreilig und falsch, was auch die FIM später anerkennen musste. Man zog die einminütige Strafe gegen den Spanier zurück, woraufhin dieser die 16 WM-Punkte für seinen dritten Platz vorerst wieder zurück bekam.

"Espargaro hat gesehen, dass Marc einen Fehler gemacht hat. Marc war zu dem Zeitpunkt aber noch vor ihm und deswegen konnte er sich die Linie aussuchen", analysiert Casey Stoner. "Gleichzeitig hätte Marc aber damit rechnen müssen, dass dort jemand ist und aus diesem Grund Platz lassen. Beide haben zu gleichen Teilen Schuld. Wenn einer zurückgezogen hätte, wäre der Unfall nicht zustande gekommen."

Stoner ist dennoch der Meinung, dass sein potenzieller Nachfolger im Honda-Werksteam in Zukunft etwas weniger aggressiv zu Werke gehen sollte, auch wenn er im Falle des Barcelona-Unfalls nicht der alleinige Schuldträger war: "Marc muss sich etwas bremsen, doch dieser Unfall war nicht nur seine Schuld."

Espargaros Team legte gegen die Korrektur der Strafe Protest ein. "Wenn sie die Entscheidung bereits einmal geändert haben, sollten sie es kein zweites Mal machen", fordert hingegen Stoner, der die Arbeit der Verantwortlichen stark kritisiert: "Jeder kennt meine Meinung zu verschiedenen Entscheidungen in der Vergangenheit und zu Dingen, die aktuell entschieden werden."

"Es gibt keine Konstanz und niemand hat Ahnung, was er macht", stellt der Australier klar und fordert: "Die Meisterschaft benötigt eine umfassende Überarbeitung. Man benötigt dringend eine Struktur. Es wäre schön, wenn man das in der Zukunft beobachten könnte, damit die Meisterschaft wieder aufblüht. Im Moment gibt es zu viele Dinge, die nicht stimmen."

Fotoquelle: Honda

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