Die LCR-Techniker wollen die Honda immer besser für Stefan Bradl abstimmen

MotoGP 2012

— 08.06.2012

Bradls Renningenieur: "Er ist auf jeder Strecke schnell"

Das LCR-Team arbeitete bei den beiden Tests in Barcelona und Aragon daran, die Bremsstabilität zu verbessern - Der Renningenieur von Stefan Bradl gibt Einblicke

Fünf Rennen und fünfmal in den Top 10: Stefan Bradl hat bislang ein überzeugendes MotoGP-Debüt abgeliefert. Der Moto2-Weltmeister hat konstant seine Leistung abgerufen und in solide Ergebnisse umgesetzt. Das LCR-Honda-Team ist zufrieden mit dem Deutschen, denn im Vergleich zu Toni Elias im Vorjahr liefert Bradl kaum Schrott ab. Auch mit den Ingenieuren arbeitet der 22-Jährige gut zusammen und feilt an der Abstimmung der RC213V. Die beiden Testtage in Barcelona und Aragon waren anstrengend, aber produktiv. Sein Renningenieur Christophe Bourguignon ist zufrieden mit der geleisteten Arbeit.

"In Barcelona verbesserten wir das Motorrad für harte Bremszonen. Wir änderten die Abstimmung und wir hatten neuen Teile von Honda, die das Gefühl für das Motorrad etwas verbesserten", beschreibt der Techniker. "Für Aragon hatten wir zwei Ziele. Wir wollten die Abstimmung nach Stefans Wünschen erarbeiten, denn es ist eine andere Strecke. Dann wollten wir die neuen Teile, die wir in Barcelona getestet haben, überprüfen, ob sie positiv oder negativ sind."

"Es war ein langer Tag - vielleicht zu lange. Unser Plan war sehr stressig und wir haben viel von Stefan verlangt. Einige Dinge sind uns nun klarer und wir können in der zweiten Saisonhälfte besser sein." Worum handelt es sich bei den neuen Teilen? "Wir versuchten das Gefühl für die Frontpartie zu verbessern. Sie gaben uns Teile, die die Steifigkeit der Frontpartie änderten. Gemeinsam mit Öhlins arbeiteten wir daran, die Bremsstabilität und das Feedback zu verbessern", erklärt Bourguignon.

Beim Grand Prix am vergangenen Wochenende hatte Bradl einen harten Hinterreifen aufgezogen. Das stellte sich als die falsche Wahl heraus. Warum wurde sie so getroffen? "Am Samstag fühlte er sich mit dem harten Hinterreifen wohl und ist ähnliche Rundenzeiten wie mit dem weichen gefahren. Wir hofften, dass wir einen Vorteil im Rennen haben würden, wenn bei den anderen Fahrern die weiche Mischung abbaut."

"Wir wissen nicht, ob es am Wetter oder an der Streckentemperatur lag, aber wir hatten nie diesen Vorteil. Nach dem Rennen kann man sagen, dass wir die falsche Wahl getroffen hatten, aber davor waren Stefan und ich uns sicher, dass es eine gute Wahl war", so Bourguignon. "Die Werksfahrer trafen die gleiche Entscheidung. Beim nächsten Mal müssen wir etwas vorsichtiger sein. Wir versuchen es besser zu machen und Stefan ein besseres Motorrad zu geben."

Nach den ersten fünf Rennen wurde Bradl nach der Zieldurchfahrt herzlich von seinem Team empfangen. Es gab auch Champagner-Duschen, wie nach dem fünften Platz in Le Mans. Ist Bourguignon von den Resultaten überrascht? "Er ist sehr konstant und war auf jeder Strecke schnell."

"In Barcelona betrug der Rückstand das gesamte Wochenende weniger als eine Sekunde. Das ist für einen Rookie sehr beeindruckend. Wir wollen auf diesem Level weitermachen und gegen Saisonende können wir vielleicht das Motorrad ganz nach Stefans Wünschen und Vorzügen abstimmen. Hoffentlich kann er dann noch weiter nach vor kommen."

Fotoquelle: LCR-Honda

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