Im Nassen schnell, im Trockenen langsam: Valentino Rossi kämpft in Silverstone

MotoGP 2012

— 15.06.2012

Rossi im Trockenen im Nirgendwo

Im nassen Training in Silverstone war Valentino Rossi der Klassenprimus, doch am trockenen Nachmittag war der Ducati-Pilot mit Abstand der langsamste Prototyp

Der erste Trainingstag in Silverstone begann für Valentino Rossi nach Maß: Im Regen zeigte sich die Ducati wieder konkurrenzfähig und der Italiener stellte knapp vor seinem Teamkollegen Nicky Hayden die Bestzeit auf. Am Nachmittag war es trocken und Rossi rutschte in der Zeitentabelle kräftig ab. Unter dem Strich fand er sich an der elften Stelle wieder, was gleichbedeutend mit dem langsamsten Prototypen war. Auf die Spitze fehlten Rossi 2,334 Sekunden. Sogar zu Ducati-Kundenfahrer Hector Barbera betrug der Abstand eine Sekunde. Noch dazu zeigte Hayden mit Platz vier, dass man mit der GP12 auch vorne hineinfahren kann.

Das Fazit von Rossi sieht deshalb durchwachsen aus. "Der Vormittag war im Nassen sehr gut. Wir waren nach dem ersten Training zufrieden, denn im Vorjahr war ich im Nassen hier sehr langsam. Heute war ich gut und sehr konkurrenzfähig. Ich glaube, wir können in einem Regenrennen konkurrenzfähig sein und um ein gutes Resultat kämpfen. Das ist positiv", streicht der 33-Jährige hervor.

Dann gab es aber noch das trockene zweite Training. "Am Nachmittag hatte ich im Trockenen viel größere Probleme. Es ging speziell um meinen Fahrstil, weil diese Strecke sehr schnell und technisch ist. Man braucht viel Erfahrung hier, denn es gibt schnelle, blinde Kurven. Die Bremspunkte muss man auswendig kennen. Da es sehr schnell ist, kann man dort viel Zeit verlieren. Die anderen beiden Ducati waren nicht so schlecht unterwegs. Nicky war der Spitze nahe und auch Barbera fehlt nur etwas mehr als eine Sekunde, obwohl die Strecke sehr lang ist."

Wo verliert er die meiste Zeit? "Am Ausgang von Kurve neun bis zum Eingang von Kurve zehn. Ich kann dort nicht mit Vollgas fahren. Im Vergleich zu Nicky verliere ich sechs Zehntelsekunden innerhalb von 500 Metern. Ich verliere auch an ein zwei, drei anderen Punkten Zeit. Das Ziel für morgen muss es sein, die Lücke zu Nicky und Barbera zu schließen", gibt Rossi die Marschroute vor.

Abstimmung nicht ideal

"Wir hatten auch Probleme mit der Abstimmung, denn der Vorderreifen wollte nicht auf dem Boden bleiben. Wir müssen weiterarbeiten und wollen versuchen, dass wir morgen im Trockenen konkurrenzfähiger sind. Hoffentlich sind die Trainings trocken." Die Techniker rund um Jeremy Burgess experimentierten mit dem Setup, um die Probleme zu lösen.

"Wir änderten die Abstimmung und die Gewichtsverteilung des Motorrades. Es war besser. Nicky nahm am Ende noch eine Veränderung vor, mit der er dann schneller fahren konnte. Wir werden das morgen versuchen. Bei Nicky sieht es deshalb besser aus als bei mir", begründet Rossi. "Die Abstimmung, die wir beim Test probiert haben, basierte nicht auf Ideen von Nickys oder meiner Mannschaft, sondern von Ducati."

"Nicky modifizierte die Abstimmung am Ende des Trainings. Er fährt auch besser als ich, deshalb ist er vor mir. Ich habe nur den Vorderreifen getauscht, konnte damit aufgrund der Regenunterbrechung aber nur zwei Runden fahren. Ich glaube, wir haben deshalb zu Nicky etwas Rückstand."

Seit dem Vorjahr wurden auch Teile der Strecke neu asphaltiert. Rossi lobt die Arbeiten. "Im Vorjahr gab es in einigen Kurven viele Bodenwellen. Mit dem neuen Asphalt ist es besser, aber noch nicht perfekt. Ich finde, dass sie gut gearbeitet haben. Mir gefällt diese Strecke sehr gut, weshalb ich wirklich schneller fahren will."

Die neue Version des Vorderreifens, die ab Silverstone Standard ist, bereitet Ducati im Gegensatz zu Honda keine Probleme. "Für uns bei Ducati ist es eigentlich gleich. Der Unterschied ist gering. Ich bin in Barcelona im Rennen mit dem neuen Reifen gefahren und in Estoril mit dem alten. Für uns macht das eigentlich keinen Unterschied."

Fotoquelle: Ducati

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