Casey Stoner und Ben Spies kämpften nach anfänglicher Führung mit den Reifen

MotoGP 2012

— 20.06.2012

Bridgestone will von Reifen-Kritik nichts wissen

Bridgestone-Entwicklungschef Shinji Aoki zeigt sich anders als Casey Stoner, Ben Spies und Nicky Hayden mit der Reifenperformance in Silverstone zufrieden

Bridgestone, der alleinige Reifenausrster aller MotoGP-Teams, brachte zum Grand Prix von Grobritannien in Silverstone erstmals die neue Vorderreifen-Spezifikation an die Strecke. Die Teams konnten zwischen den Mischungen Soft und Medium whlen. "Obwohl der hrtere Vorderreifen im Verlauf des Wochenendes bevorzugt wurde, da er eine geringfgig bessere Stabilitt auf der Bremse bietet, verhielten sich beide Mischungen zufriedenstellend", sagt Bridgestone-Entwicklungschef Shinji Aoki und stellt heraus: "Sechs der 20 Piloten im Rennen am Sonntag entschieden sich fr den weicheren Vorderreifen, darunter Casey Stoner, der nur drei Sekunden hinter Sieger Jorge Lorenzo ins Ziel kam."

Fr deutlich mehr Aufsehen sorgten allerdings die Hinterreifen. Die Japaner brachten die Mischungen Medium und Soft-Medium mit. Angesichts des drohenden Regens kurz vor dem Start entschied sich der Groteil der Piloten am Hinterrad fr die Variante Soft-Medium. Im Verlauf des Rennens hatten sowohl Ben Spies als auch Casey Stoner nach anfnglicher Fhrung massiv mit dieser Mischung zu kmpfen. "Nach vier, fnf Runden baute der Hinterreifen schlagartig ab", so Spies. "Ich wei nicht, was passiert ist. Im Training ist das nie aufgetreten. Von da an ging es nur noch um Schadensbegrenzung", bedauert der Yamaha-Werksfahrer, der letztlich als Fnfter ins Ziel kam.

Stoner uerte sich nach Platz zwei hnlich. "Irgendetwas hat mit der linken Seite des Hinterreifens nicht gestimmt. Ab der dritten oder vierten Runde hat der Reifen rapide abgebaut", so der Honda-Werksfahrer. "Jedes Motorrad htte diesen Reifen innerhalb weniger Runden zerstrt, es gab keine Chance, ihn ber die Renndistanz zu bringen. Mit etwas mehr Grip auf der Strecke htte er vielleicht lnger gehalten. Er sollte in den letzten fnf Runden kaputtgehen, nicht in den ersten fnf. Der Reifen war vllig zerstrt. Das ist sehr enttuschend", nahm der Australier wie gewohnt kein Blatt vor den Mund.

Bei Bridgestone sieht man die Sache freilich anders. "Obwohl der hrtere Hinterreifen ber eine lnger haltbare Mischung verfgt, lag auch der Abbau beim weichen Hinterreifen im akzeptablen Bereich", meint Aoki. "Die Rundenzeiten der meisten Fahrer variierten im Verlauf des Rennens und wurden nicht kontinuierlich langsamer. Das lsst vermuten, dass die Gripverhltnisse trotz des Abbaus vorhersehbar waren und die Piloten ihren Fahrstil darauf einstellen konnten."

Ducati-Pilot Nicky Hayden gehrte ebenfalls zu jenen Fahrern im Feld, die sich fr den weichen Hinterreifen entschieden. "Wir machten uns Sorgen ber den weichen Hinterreifen, und wussten, dass wir Probleme bekommen wrden. Wir entschieden uns dann fr die sichere Variante, denn fast alle hatten sich fr den weichen Reifen entschieden", so der US-Amerikaner.

Dann begannen allerdings die Probleme. "Zu Beginn bin ich wirklich schnelle Runden gefahren, aber das hat die Reifen zerstrt. Wenn die Reifen zerstrt sind, dann funktioniert nichts mehr. Es war schwierig, das Motorrad zu verzgern. Ich bekam auch starkes Chattering. Es trat auf beiden Seiten auf, aber strker auf der linken Flanke. Links war der Reifen komplett am Ende", zeigt sich Hayden nach Platz sieben enttuscht. In der Anfangsphase hatte er mit den Top 3 Spies, Stoner, Bautista gut mithalten knnen.

Fotoquelle: Repsol

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