Valentino Rossi vertraut genau wie Nicky Hayden noch auf die Karbon-Schwinge

MotoGP 2012

— 23.06.2012

Ducati: In Mugello erneuter Versuch mit der Alu-Schwinge

Am Montag nach dem Grand Prix von Italien will Ducati nicht nur einen weniger aggressiven Motor testen: Die Alu-Schwinge soll noch eine Chance bekommen

Zwischen den Grands Prix von Frankreich und Spanien testete das Ducati-Werksteam Ende Mai in Mugello erstmals eine Hinterradschwinge aus Aluminium. Während Nicky Hayden mit dem Fahrgefühl nicht zufrieden war, da die Alu-Schwinge im Vergleich zur herkömmlichen Ducati-Version aus Karbon starkes Chattering verursachte, wollte Teamkollege Valentino Rossi die Flinte nicht vorzeitig ins Korn werfen. Der Italiener kam mit der Neuerung gut zurecht und zeigte sich zufrieden.

Auch am Barcelona-Wochenende setzte der "Doktor" anders als Hayden die Alu-Schwinge ein, allerdings nur im Freien Training. "Wenn ich in maximaler Schräglage die Bremse loslasse, bekomme ich Chattering und kann nicht so schnell wie gewünscht fahren", klagte Rossi damals und entschied sich für Qualifying und Rennen doch wieder für die Karbon-Variante am Hinterrad.

Beim Test auf dem Circuit de Catalunya am Montag nach dem Grand Prix von Spanien probierte Rossi die Alu-Schwinge erneut. Das Ergebnis war jedoch das gleiche wie im Freien Training, weshalb sich der Italiener wunderte, warum das Chattering bei ihm nur in Barcelona, nicht aber beim Test in Mugello auftrat.

Nachdem sowohl Rossi als auch Hayden beim anschließenden Test im Motorland Aragon komplett auf die Alu-Schwinge verzichteten, redete Rossis Crewchief Jeremy Burgess das Projekt bereits tot. "Manchmal erzielst du mit einer Neuentwicklung Fortschritte, manchmal nicht. Ich gehe davon aus, dass wir die Alu-Schwinge einstampfen, denn die Version, die wir haben, ist gut", so der Australier in Alcaniz.

Guareschi will der Alu-Schwinge eine zweite Chance geben

Derweil will Ducati-Teammanager Vittoriano Guareschi der Alu-Schwinge noch eine zweite Chance geben. Im Rahmen des Mugello-Tests, der am Montag nach dem Grand Prix von Italien über die Bühne geht, will das Team neben einem neuen Motor auch die bisher nicht im Rennen eingesetzte Schwinge noch einmal testen.

"Wir haben zwei verschiedene Versionen der Alu-Schwinge produziert, die sich allerdings nur geringfügig voneinander unterscheiden", so Guareschi gegenüber 'Motor Cycle News'. "Es ist denkbar, dass wir die positiven Aspekte beibehalten, aber wir brauchen noch etwas Zeit, um die Verbindung zum Chassis zu optimieren. Mitten in der Saison haben wir diese Zeit im Moment nicht."

"Nach der hektischen Phase könnten wir die Schwinge aber am Montag nach Mugello noch einmal testen, um die Abstimmung zu verbessern", so Guareschi mit Blick auf die beiden an aufeinanderfolgenden Wochenenden anstehenden Grands Prix in den Niederlanden (30. Juni) und in Italien (1. Juli).

"Grundgedanke hinter der Entwicklung war, den Grip auf der Flanke des Reifens zu verbessern. Valentino bestätigte, dass dies gelang, dafür hatten wir aber andere Probleme", spricht der Ducati-Teammanager das Chattering an. Ungeachtet dessen hofft Guareschi, dass die Alu-Version früher oder später zum gewünschten Erfolg führt. "Yamaha und Honda setzen auch auf eine solche Lösung. Es ist also grundsätzlich möglich, eine gute Abstimmung dafür zu finden."

Fotoquelle: Ducati

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