Der Lernprozess von Stefan Bradl setzt sich kontinuierlich fort

MotoGP 2012

— 27.06.2012

Bradl sieht noch viel Potenzial

Der LCR-Honda-Pilot ist von seinen Konkurrenten begeistert, möchte seine Zeiten auf gebrauchten Reifen verbessern und die Elektronik in Zukunft mehr nutzen

Die bisherigen sechs Rennen von Stefan Bradl waren ohne Zweifel besser als erwartet. Vor der Saison hoffte man, in die Top 10 vorzustoßen. Dieses Ziel erreichte der Deutsche in jedem Rennen. In Le Mans fuhr er sogar bis auf Position fünf vor. In der Fahrerwertung liegt Bradl momentan auf Position acht. Der Rückstand zur zweiten Satelliten-Honda von Alvaro Bautista beträgt lediglich sieben Punkte.

"Ich denke, dass ich besonders in den vergangenen zwei Jahren einen großen Schritt gemacht habe. Ich war in der Lage, das Motorrad am Kurvenausgang besser aufzurichten, damit ich die Leistung nutzen kann", analysiert Bradl. Im Gespräch mit der 'GPWeek' vergleicht er die Zeit in der Moto2 mit der MotoGP: "In der Moto2 war es wichtig, exakt und präzise zu fahren, weil alle den gleichen Motor haben und man deswegen auf seinen Fahrstil sehr konzentriert sein muss. In den Jahren habe ich viel gelernt."

"Es ist unglaublich, wie konstant die anderen Fahrer im Rennen sind, was die Rundenzeiten angeht", berichtet er und deutet auf seine Problemzonen: "Im Moment sind wir mit gebrauchten Reifen nicht so gut wie die Spitzenfahrer. Wir lassen zu stark nach. Zudem bin ich im Qualifying noch nicht in der Lage, den weichen Reifen richtig zu nutzen."

Die Leistungen der Topfahrer begeistern Bradl: "Selbst im Nassen nutzen sie jeden Zentimeter der Strecke. Sie machen beinahe keine Fehler." Um an diese Piloten heranzukommen, möchte der LCR-Pilot die Arbeit mit der Elektronik intensivieren: "Ich kenne die Elektronik jetzt, muss sie aber noch etwas mehr nutzen - besonders am Ende des Rennens muss ich das Potenzial der Elektronik mehr nutzen. Im Moment gelingt uns das noch nicht, weil ich meinen Stil anpassen musste und wir dadurch nicht genug Zeit mit der Elektronik verbringen konnten."

Wie viele Piloten hat auch Bradl bestimmte Marotten. "Ich sitze gern auf meinem Stuhl", bemerkt er. "Alles muss am richtigen Platz liegen. Das ist wichtig für mich. Wenn das nicht so ist, kann ich nervös werden. Ich möchte immer alles kontrollieren. Das ist doch typisch deutsch, oder? Bisher bin ich in dieser Saison immer von rechts aufs Motorrad aufgestiegen. Das liegt aber daran, weil meine Mechaniker links stehen. Ich bin nicht besonders abergläubisch."

Fotoquelle: LCR-Honda

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