Valentino Rossi fordert von Ducati größere Anstrengungen bei der Entwicklung

MotoGP 2012

— 29.06.2012

Rossi: "Ducati braucht einen klaren Plan"

Valentino Rossi kritisiert den Stillstand bei Ducati - Es ist ein veränderter Motor in der Pipeline, aber sonst weiß der Superstar nicht, wie Ducati die Probleme lösen will

Am Freitag probierte Valentino Rossi in Assen eine andere Abstimmung aus, damit der Hinterreifen nicht so stark rutscht und nicht so schnell verschlissen wird. Man experimentierte mit der Gewichtsverteilung, aber der Schuss ging nach hinten los. Also wurde auf die Abstimmung von Donnerstag zurückgebaut. Im Qualifying zog Rossi Startplatz zehn an Land. Langsam wird der Italiener mit Ducati ungeduldig, denn Verbesserungen lassen auf sich warten. "Wenn man vergleicht, wie die anderen Hersteller arbeiten, dann muss Ducati das Motorrad auf ein besseres Level bringen."

"Es muss einen klaren Plan geben, wie man die Probleme lösen will", übt Rossi Kritik. "Derzeit erwarten wir nur einen anderen Motor. Dieser soll von unten heraus nicht so aggressiv sein. Das ist eine gute Idee, aber um die Probleme mit den Reifen und dem Untersteuern zu lösen, weiß ich nicht, was ich erwarten soll. Wir brauchen gute Ideen. Man kann die Probleme nicht über die Abstimmung lösen."

"Seit Portugal haben wir eine gute Abstimmung gefunden und die Rennen waren nicht so schlecht. Das Problem ist seit dem Jerez-Test gleich", bemängelt der neunfache Weltmeister den Stillstand. "Ich bin dort hinter Bradl hergefahren und habe genau das gesehen. Das war im März. Wir müssen einen guten Speed erreichen. Im ersten Rennen war ich sehr langsam. Seit Portugal ist alles gleich. Ich erwarte jetzt Bemühungen von Ducati, denn es ist sehr optimistisch, wenn man glaubt, dass man das Problem mit der Gewichtsverteilung lösen kann."

Auch am Freitag hörten sich die Probleme altbekannt an. "Leider war es heute für uns schwieriger, weil wir versucht haben, mehr Gewicht nach hinten zu verlagern, damit ich weniger rutsche. Mit dieser Gewichtsverteilung wurde das Motorrad an der Frontpartie aber schwieriger zu fahren. Deshalb hatten wir viele Probleme, weil wir nicht schnell genug waren", berichtet Rossi von den Bemühungen.

"Ich hatte weniger Grip. Deshalb konnte ich das Motorrad nicht gut verzögern. Außerdem lenkte das Bike nicht ein und es gab mehr Untersteuern. Es war sehr schwierig. Wir müssen versuchen bessere Rundenzeiten zu fahren und die richtige Wahl beim Reifen treffen. Als wir dann zu der Abstimmung von gestern zurückgekehrt sind, war es etwas besser."

Die Regenunterbrechung war für Rossi auch nicht ideal. "Ich hatte auch Pech, denn ich hatte mir mehrere weiche Reifen für das Qualifying aufgehoben, aber weil es regnete konnte ich nur einen benutzen. Es macht aber keinen großen Unterschied, ob ich als Achter, Neunter oder Zehnter starte. Wir müssen unseren Rhythmus für morgen verstehen und versuchen, die erste Rennhälfte mit einem guten Rhythmus zu fahren. Die Reifenwahl ist auch noch nicht klar. Es hängt von der Temperatur ab. Wir müssen schneller fahren."

Fotoquelle: Ducati

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