Stefan Bradl ärgerte sich über seinen Fehler und entschuldigte sich beim Team

MotoGP 2012

— 30.06.2012

Bradl: "Ein dummer Fehler"

Stefan Bradl ärgert sich über den Sturz, denn es wäre ein gutes Ergebnis möglich gewesen - Dennoch überwiegt die positive Performance an diesem Wochenende

Assen und Stefan Bradl - Diese Kombination hat bisher noch nie ganz zusammengepasst. Obwohl dem Deutschen der erste Sektor nicht lag, eroberte er in der Qualifikation mit Platz vier den besten Startplatz seiner noch jungen MotoGP-Karriere. Im Rennen lief zunächst auch alles nach Plan. Bradl kam gut durch das Chaos der ersten Kurve hindurch und lag auf Platz fünf. Anschließend attackierte er Tech-3-Pilot Andrea Dovizioso vor ihm, doch in der zweiten Runde lief dann alles schief. Bradl lag im Kiesbett und war draußen.

"Es ist ein dummer Fehler passiert. Ich bin in aussichtsreicher Position gestürzt. Es hätte ein tolles Rennen und ein tolles Ergebnis werden können", meint der amtierende Moto2-Weltmeister. "Leider habe ich einen dummen Fehler gemacht. Wie das Motorrad noch gerade war, habe ich nicht so hart gebremst. Dafür bin ich dann länger auf der Bremse gewesen. Dazu war der Tank noch voll. Es war ein Tick zu viel und mir ist das Vorderrad eingeklappt."

Es war sein erster Ausfall in diesem Jahr. Dadurch wurde Bradl in der WM auf Rang neun zurückgereicht. "Momentan tut es weh und ist sehr enttäuschend. Heute wäre vielleicht sogar die Chance da gewesen um Platz drei mitzufahren. Wenn ich mir die Zeiten so anschaue, dann wäre ich schlechtestenfalls Fünfter geworden", rechnet der Zahlinger nach dem Rennen. "Gut, Lorenzo ist ausgefallen. So eine Situation bekommt man nicht jedes Rennen. Dann muss man halt zur Stelle sein."

"Ich habe heute auch einen Bock geschossen. Mir tut es für das Team leid. Wir waren echt gut unterwegs und hatten eine große Chance. Es wäre viel drin gewesen." In Assen war Bradl der Spitze so nahe wie noch nie. Das gibt Mut für das Heimrennen am kommenden Wochenende auf dem Sachsenring. "Jetzt müssen wir das Positive mitnehmen. Wir haben einen kleinen Schritt gefunden, was die zweite Gruppe mit Spies, Crutchlow und Dovizioso angeht. Jetzt müssen wir schauen, dass wir das am Sachsenring fortführen können."

"Wir wollen da weitermachen, wo wir hier aufgehört haben. Es war viel Positives dabei. Hier bin ich gut zurechtgekommen. Das Happy-End hat gefehlt", lautet sein Fazit. Im LCR-Team nimmt man Bradl den Fehler nicht übel. "Sein Start war okay und er war Fünfter. Er fühlte sich gut", sagt Renningenieur Christophe Bourguignon. "Er meinte, dass er das beste Gefühl an diesem Wochenende hatte. Dann ist ihm langsam das Vorderrad weggerutscht."

"Er hat uns gesagt, dass es ihm für das Team sehr leid tut. Zu diesem Zeitpunkt hat er gar nicht gepusht. Zum Glück hat er sich nicht verletzt. In ein paar Tagen werden wir es in Deutschland wieder versuchen." Auf dem Sachsenring wird Bradl erstmals vor heimischer Kulisse in der Königsklasse fahren.

Fotoquelle: LCR-Honda

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