Mit der Ersatzmaschine schnappte sich Casey Stoner seine zweite Pole in Folge

MotoGP 2012

— 07.07.2012

Stoner setzt sich im Qualifying-Thriller durch

Casey Stoner fährt auf dem verregneten Sachsenring die schnellste Zeit und holt die Pole-Position - Stefan Bradl kämpft um die vorderen Plätze mit und wird Sechster

Das Wetter spielte in der Qualifikation zum Grand Prix von Deutschland auf dem Sachsenring eine große Rolle. Von Beginn an regnete es und die Strecke stand unter Wasser. In der ersten Hälfte des Trainings herrschte viel Fahrtbetrieb und als es bei Halbzeit stärker regnete, lag Stefan Bradl (LCR-Honda) auf Platz eins. In der letzten Viertelstunde waren die Bedingungen einen Tick besser und die Jagd auf die Zeit nach dem Deutschen war eröffnet. Mit jeder Runde kamen die Fahrer mit Verbesserungen über die Linie. Es war ein offener Schlagabtausch der Topstars, bei dem Bradl munter mitmischte und stark fuhr.

Es entwickelte sich ein spannender Krimi um jede Tausendstelsekunde. Am Ende hatte Weltmeister Casey Stoner (Honda) die Nase vorne und eroberte in 1:31.796 Minuten die Pole-Position. Erst in der jeweils letzten Runde wurden die persönlichen Bestzeiten gefahren. Als Bradl seinen letzten Versuch begann, lag er auf Platz zwei und hatte eine Chance auf die Pole. Dann wurde der Lokalmatador allerdings von Danilo Petrucci (Ioda) aufgehalten und die Runde war im Eimer. Deshalb wurde Bradl noch auf Rang sechs zurückgereicht.

Trotzdem spendeten die Fans auf den Tribünen Applaus, denn zum ersten Mal in seiner MotoGP-Karriere kämpfte der Moto2-Weltmeister richtig um die besten Startplätze mit. Es reichte schließlich nicht für die erste Startreihe. Platz zwei eroberte Yamaha-Werkspilot Ben Spies. An diesem Wochenende war bisher noch nicht viel vom Texaner zu sehen, doch im Qualifying war er da. Auf Stoner fehlten ihm 0,193 Sekunden. Die erste Reihe komplettierte Vorjahressieger Dani Pedrosa mit der zweiten Werks-Honda.

Schneller als Bradl waren auch Cal Crutchlow (Tech-3-Yamaha) und Jorge Lorenzo (Yamaha). Der Brite wird am Sonntag als Vierter starten und der Spanier als Fünfter. Am Ende waren wieder die üblichen Verdächtigen vorne, doch neben Bradl kämpfte auch Ducati-Pilot Nicky Hayden um die Pole-Position mit. Im letzten Sektor verlor der US-Amerikaner aber die entscheidenden Zehntel und am Ende schaute Position sieben heraus.

Dennoch war Hayden deutlich stärker als sein Teamkollege Valentino Rossi, der sich nicht in Szene setzen konnte. Der Superstar wurde blasser Neunter. Normalerweise sollte die Ducati im Nassen konkurrenzfähig sein, doch abgesehen von der kämpferischen Leistung Haydens war davon nicht viel zu sehen. Zwischen den beiden roten Maschinen wird am Sonntag Tech-3-Pilot Andrea Dovizioso starten.

Bester Claiming-Rule-Fahrer war Aspar-Pilot Aleix Espargaro als Zehnter. Im Nassen büßte der Spanier 2,1 Sekunden auf Stoner ein, doch er war schneller als Alvaro Bautista (Gresini-Honda). Dieser muss das Rennen aufgrund der Kollision mit Lorenzo zuletzt in Assen ohnehin vom letzten Platz starten. Espargaro war auch schneller als Hector Barbera, der mit der Pramac-Ducati Zwölfter wurde. Zweitbester CRT-Vertreter war Colin Edwards auf Platz 13. Bei der Bosch-Elektronik seiner Suter-BMW wurde ein Fehler behoben, weshalb es auf dem Sachsenring wieder besser läuft.

Auf den Plätzen 14 bis 20 folgten Randy de Puniet (Aspar), Mattia Pasini (Speed Master), Petrucci, Michele Pirro (Gresini), Yonny Hernandez, Ivan Silva (beide Avintia) und James Ellison (PBM). Schlusslicht war Ducati-Testfahrer Franco Battaini, der den verletzten Karel Abraham im Cardion-Team vertritt. Die rutschigen Bedingungen sorgten auch für einige Zwischenfälle. Speziell Kurve acht war ein Gefahrenpunkt. Dort stürzten Pirro, Barbera, Petrucci und Pasini. Battaini pflügte durch das Kiesbett.

Obwohl Stoner am Ende der strahlende Held war, lief es bei ihm auch nicht problemlos. Kurz vor Trainingshalbzeit rollte seine Honda ohne Vortrieb aus und er parkte neben der Strecke. Mit der Ersatzmaschine griff der Australier wieder in der Schlussphase ein und sicherte sich seine zweite Pole-Position in Folge.

Fotoquelle: Repsol

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