Nicky Hayden verpasste die Chance auf einen Start aus der ersten Reihe

MotoGP 2012

— 07.07.2012

Hayden: Es war mehr drin

In der verregneten Qualifikation am Sachsenring war Nicky Hayden klar schnellster Ducati-Pilot, konnte sein Potenzial aber nicht umsetzen

Ducati verpasste im Qualifying am Sachsenring die Chance auf gute Startplätze. Trotz Regen gehen die beiden Werks-Fahrer nur aus der dritten Reihe ins Rennen. Während Valentino Rossi als Neunter so gut wie keine Rolle spielte, trumpfte Nicky Hayden zwischenzeitlich auf. Am Ende ging es sich für den US-Amerikaner aber nicht aus: Startplatz sieben. In seiner finalen Runde wurde er durch Franco Battaini aufgehalten, der Karel Abrahams Cardion-Ducati pilotiert.

"Es war keine besonders gute Qualifying-Session für uns. Wir hatten im Regen mehr erwartet. Dieses Wochenende war es im Nassen schwieriger als sonst. Normalerweise hoffen wir auf Regen. Das alles traf dieses Wochenende nicht zu", bedauert Hayden. "Ich hatte einen guten Lauf. In Kurve vier habe ich dann aber einen Fehler gemacht. Dann wurde ich im Verkehr aufgehalten - besonders durch Franco, als ich auf einer sehr guten Runde war. Diese Runde hätte sicher für die erste Startreihe gereicht."

"Ich bin auf Franco aufgelaufen. Ich wusste nicht, ob er auf einer guten Runde war oder langsam fuhr. Ich musste ihm zwei Kurven lang folgen, bevor ich vorbeigehen konnte. Dann hat es leider nicht mehr für eine weitere Runde gereicht. Ich war der erste Fahrer, der abgewunken wurde", berichtet der Ducati-Pilot. "Wenn es nass ist, dann möchte man möglichst als Letzter seine schnelle Runde beginnen."

Das viele Wasser wurde für die MotoGP-Piloten zwischenzeitlich zu einem ernstzunehmenden Problem. Aquaplaning ist am Sachsenring nicht zu unterschätzen. "Das Problem ist, dass die Höhenunterschiede sehr groß sind, was eigentlich richtig toll ist. Ich mag das sehr. Doch das viele Wasser fließt in die Senken", analysiert Hayden. "Fahren im Regen ist mit diesen Reifen und Motorrädern kein Problem, doch wenn das Wasser regelrecht steht, ist es kritisch. Da ist ganz egal, wie gut die Reifen sind."

Besonders Kurve acht bereitete Hayden Probleme. Doch auch das Heck seiner Desmosedici war nicht immer einfach zu kontrollieren. "Ich habe vor allem in den langgezogenen Kurven Schwierigkeiten, das Heck im Griff zu behalten. Besonders am Kurveneingang gibt es ein paar kritische Stellen", bemerkt er.

"Aus der dritten Reihe zu starten ist hier nicht gerade toll. Wenn es eine Strecke gibt, auf der man unbedingt einen guten Startplatz haben möchte, dann ist es hier der Fall. Es sollte dennoch ein interessantes Rennen werden", hofft Hayden. "Wir hatten nicht besonders viel Zeit im Trockenen - einzig am Freitagmorgen. Da lief es ganz gut. Es ist wie in der Lotterie. Doch andererseits ist es spannend, mit Ungewissheit ins Rennen zu gehen."

In den verregneten Trainings konzentrierte sich der Ducati-Pilot vorrangig auf die Arbeit mit dem weichen Regenreifen, obwohl er den harten bevorzugt. "Ich habe nur den weichen Regenreifen verwendet. Wir haben nicht so viele harte Reifen. Am Morgen wäre es gut gewesen, den harten Reifen zu probieren. Doch wir haben sie gespart", erklärt er. "Ich bevorzuge in der Regel den harten Reifen, weil er in Schräglage stabiler ist."

Fotoquelle: Ducati

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