Randy de Puniet ist in der WM als Zwölfter nun bester CRT-Fahrer

MotoGP 2012

— 09.07.2012

De Puniet bester CRT-Fahrer

Randy de Puniet war nach Assen auch auf dem Sachsenring der beste Claiming-Rule-Fahrer - Die Stimmen aus dem hinteren Teil des Feldes

Auch auf dem Sachsenring konnten die Claiming-Rule-Motorräder nicht mit den Prototypen mithalten. Die langsame und enge Strecke hätte den Leistungsnachteil theoretisch geringer ausfallen lassen können, dem war aber nicht so. Randy de Puniet war klar bester CRT-Fahrer und hatte im Ziel einen Rückstand von 53 Sekunden auf Sieger Dani Pedrosa. Der Aspar-Pilot fuhr souverän an der Spitze des CRT-Feldes. Diesmal konnte ihn sein Teamkollege Aleix Espargaro nicht herausfordern. Auch Michele Pirro spielte keine Rolle, denn er musste seine FTR-Honda schon nach wenigen Runden mit technischem Defekt an der Box abstellen. Dafür war Colin Edwards wieder da.

Nach zuletzt schwierigen Wochenende war der Routinier auf dem Sachsenring wieder konkurrenzfähig. Es wurde ein Elektronikproblem an der Suter-BMW identifiziert und behoben. Das Motorrad lief wieder schnell. Gegen de Puniet war aber kein Kraut gewachsen. Mit den fünf Zählern für den elften Platz ist der Franzose nun auch in der WM-Wertung bester CRT-Vertreter. "Es war ein gutes Rennen und ein toller Abschluss unter dieses Wochenende. Mein Start war perfekt und ich war gleich auf Augenhöhe mit meinem Teamkollegen", so de Puniet.

"Ich konnte ihn überholen und fuhr dann wenige Runden dicht hinter einigen Prototypen. Sie sind dann weggezogen, aber dieser Push in der Anfangsphase erlaubte es mir, das Tempo hoch zu halten. Alvaro überholte mich ebenfalls, aber ich konnte ihm eine Zeit folgen. Das half mir ebenfalls, konstant und schnell zu fahren", vergleicht de Puniet die Situation mit den Prototypen. "Es war zweifellos mein bestes Wochenende in diesem Jahr."

"Ich bin lange alleine gefahren und es war nicht einfach. Ich musste konzentriert bleiben und durfte nicht nachlassen. Zum zweiten Mal in Folge war ich jetzt der beste CRT-Fahrer. Wir arbeiten gut und ich fühle mich auf dem Motorrad wohl. Das zeigt sich auf der Strecke. Wir bewegen uns in die richtige Richtung und müssen so weitermachen." Endlich aufwärts ging es wieder bei Edwards. Seit dem Saisonauftakt ging nichts mehr und der Texaner war oft der langsamste Fahrer im Feld.

Edwards wieder konkurrenzfähig

In Deutschland kam Edwards fünf Sekunden hinter de Puniet als Zwölfter über die Linie. "Ich hatte einen tollen Start, aber Barbera ließ mir keinen Platz. Er war innen und drückte mich nach außen, weshalb ich einige Plätze verlor", berichtet der "Texas Tornado". Ich konzentrierte mich, fuhr gute Runden und wollte keine Fehler machen. Zu Rennbeginn hatte ich ein großes Problem mit der Traktionskontrolle."

"Ich versuchte sie etwas sanfter einzustellen. Espargaro war vor mir und ich holte ihn langsam ein. Dann überholte ich ihn, er überholte mich zurück, aber dann schaffte ich es. Ich konnte sehen, dass ich auch de Puniet einholte, aber es war nicht mehr genug Zeit übrig." Platz zwölf war wieder ein Erfolgserlebnis. Dennoch soll Edwards laut Informationen von 'GPOne.com' beim Test nach dem Rennen in Mugello eine FTR-Honda ausprobieren.

Während es für de Puniet in den letzten beiden Rennen gut lief, hatte sein Teamkollege Espargaro Probleme. Ausfall in Assen und Rang 13 in Deutschland. "Es war ein hartes Rennen, weil die Abstimmung für diese Bedingungen nicht optimal war", meint der Spanier. "Wir sind an diesem Wochenende kaum im Trockenen gefahren. Dafür musste ich den Preis zahlen. Beim Start gab ich alles, aber es lief nicht so wie ich wollte."

"Vorne fehlte mir das Gefühl und ich konnte in den schnellen Kurven kaum die Linie halten. Ich versuchte ein hohes Tempo zu halten, aber Colin konnte mich am Ende überholen. Ich habe einige Punkte eingebüßt und es ist so wie in Holland enttäuschend. Randy hat mich in der WM überholt, aber es ist sehr ausgeglichen. Wir müssen weiterkämpfen und unsere gute Form fortsetzen." Hinter den schnellsten CRT-Fahrern wurde die Lücke zum Rest größer.

Avintia-Pilot Yonny Hernandez, der 14. wurde, sah die Zielflagge neun Sekunden nach Espargaro. "Der Start war schlecht und in den ersten Runden unterliefen mir einige Fehler", sagt der Kolumbianer. "Danach pushte ich so hart ich konnte und finde, dass ich ein gutes Rennen gefahren bin. Ich konnte Edwards einholen, aber meine Reifen gaben nach und ich konnte ihn nicht überholen." Alle Claiming-Rule-Fahrer fuhren mit der weichen Reifenmischung. "Trotzdem bin ich zufrieden, weil ich das Rennen beendet habe. Das Team hat gut gearbeitet und das Motorrad verbessert. Ich möchte weitere Punkte sammeln und mich beim nächsten Rennen verbessern."

Ellison hofft auf neue Hinterradschwinge

Während Hernandez die CRT-Spitze noch teilweise im Blickfeld hatte, fuhr PBM-Pilot James Ellison ein einsames Rennen, nahm aber den letzten Punkt mit. "Es war wieder ein hartes Rennen. Meine Rundenzeiten sind konstant. Es fehlen 0,9 Sekunden auf die besten CRT-Zeiten und 2,8 Sekunden auf Dani Pedrosa", vergleicht der Brite. "Mein Start war gut, weil ich nicht so weit hinten stand. Es wäre sowieso schwierig gewesen, mit der CRT-Spitze mitzuhalten."

"Lange fuhr ich mit Pasini, Edwards und Hernandez, aber in der zweiten Rennhälfte verlor ich den Anschluss. Ich griff an, um Hernandez noch einzuholen, aber es ging sich nicht aus. Ein weiterer WM-Punkt ist positiv, und auch die Informationen, die wir mit dem längeren Chassis gesammelt haben. Das haben wir nun die letzten drei Rennen getestet. Die anderen ART-Maschinen haben eine steifere Hinterradschwinge. Ich hoffe, dass ich die Lücke schließen kann wenn wir sie bekommen." Auf dem Sachsenring fehlten fast 40 Sekunden auf de Puniet.

Die weiteren beiden CRT-Fahrer, die ins Ziel kamen, hatten große Probleme und wurden überrundet. Danilo Petrucci (Ioda) und Ivan Silva (Avintia) hatten auch keine Chance gegen Franco Battaini. Der Italiener lieferte als Ersatz für den verletzten Karel Abraham unter dem Strich eine enttäuschende Leistung ab. Mit der Ducati war er mitten im CRT-Feld und auch dort nicht konkurrenzfähig. Auch Battaini wurde überrundet.

Enttäuschung am Ende des Feldes

Am Ende des Feldes war die Enttäuschung groß. "Es war ein hartes Rennen", so Petrucci. "Aufgrund meines Sturzes am Samstag hatte ich starke Schmerzen in der Brust. Deshalb war es schwierig, das Tempo zu forcieren. Das nächste Rennen in Mugello ist mein Heim-Grand-Prix. Dort möchte ich für meine Fans ein gutes Resultat holen." Im Anschluss an das Rennen soll Petrucci eine MotoGP-Ducati testen, wie italienische Medien berichten.

Über den letzten Platz war Silva naturgemäß enttäuscht. "In den ersten Runden kämpfte ich mit Battaini. Es war schwierig, ihn zu überholen. Seine MotoGP war auf den Geraden viel schneller. In den Bremszonen war ich deshalb immer zu weit hinten", sagt der Avintia-Pilot. "Als ich es fast geschafft hatte, waren Ellison und Yonny schon zu weit weg. Sechs, sieben Runden später ließ der Hinterreifen nach. Ich musste die Traktionskontrolle überprüfen. Ich war nicht schnell genug."

"Ich will nicht so weit hinten sein, aber die Fortschritte waren spürbar. Im Rennen war das aber nicht ersichtlich. Vor Mugello kann ich nur sagen, dass ich das Motorrad wieder näher an die Assen-Performance heranbringen will. Dort fühlte ich mich auf dem Bike am wohlsten." Zwei Fahrer kamen auf dem Sachsenring nicht ins Ziel.

Pirro hatte einen technischen Defekt und Mattia Pasini (Speed Master) stürzte. "Ich kann nach dem unglücklichen Rennen nicht viel sagen", meint Pirro geknickt. "Den Sturz am Samstag habe ich nicht gebraucht und im Rennen gab es das gleiche Problem wie in Katar. Schade, weil es ein gutes Rennen hätte werden können und ich die Top-CRT-Fahrer herausfordern wollte. Es ist für das Team und mich enttäuschend, aber wir wollen es in Mugello wiedergutmachen."

"Schade darum, wie das Wochenende geendet hat", sagt Pasini in der gleichen Gefühlslage. "Die Dinge liefen besser. Für das Rennen fanden wir eine Lösung, die uns konkurrenzfähiger macht. Ich wusste, dass ich einen konstanten Rhythmus fahren konnte. Wir hätten gegen die anderen CRT-Fahrer kämpfen können. Ich wartete die zweite Rennhälfte ab, um Positionen gutzumachen. In der fünften Runde sorgte dann ein anderer Fahrer für meinen Sturz und das Rennen war vorbei. Ich muss dieses Wochenende nun abhaken und auf mein Heimrennen in Mugello blicken."

Fotoquelle: Aspar

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