In Assen verendete der Yamaha-Motor nach dem Crash in einer Rauchwolke

MotoGP 2012

— 10.07.2012

Wird der verlorene Assen-Motor für Lorenzo zum Problem?

Jorge Lorenzo glaubt nicht, dass er die Saison mit einem Motor weniger durchfahren kann - Casey Stoner sieht darin aber kein Problem

Der unverschuldete Ausfall in Assen war für Jorge Lorenzo doppelt bitter. Nachdem er von Alvaro Bautista in der ersten Kurve abgeräumt worden war, ging der Motor der Yamaha in einer großen Rauchwolke hoch. Man darf pro Saison nur sechs Triebwerke verwenden. Setzt man ein weiteres ein, muss man aus der Box starten. Für einen WM-Anwärter ein Horror-Szenario. Wenn ein Fahrer stürzt, sieht man oft, dass er schnell zum Motorrad zurück läuft. Ist dieses zu stark beschädigt, dann wird meist schnell der Motor ausgemacht. Bei Honda gehen die Motoren im Falle eines Sturzes automatisch aus, bei Yamaha aber nicht. Ein Risiko, dass in Assen in die Hosen ging.

Lorenzo macht sich Sorgen, dass dieser kaputte Motor im Laufe der Saison ein Problem werden kann. Bereits auf dem Sachsenring hat man gesehen, wie sich das auswirkte. Im dritten Freien Training fuhr der Spanier bei wechselnder Witterung überhaupt nicht auf die Strecke. Als im Rennen die beiden Honda vorne wegzogen, schonte Lorenzo sein Material. "Es ist ein Problem. Der Motor, der in Assen hochgegangen ist, war brandneu."

"Er hatte nur 150 Kilometer abgespult", sagt der WM-Führende. "Die Saison mit den restlichen Motoren zu beenden wird nicht einfach. Ich habe mit Ramon (Forcada, Crew-C hief; Anm. d. Red.) noch nicht über die Strategie gesprochen. Ich hoffe, dass wir alle Trainings fahren können. Es wird sicher schwierig. Vielleicht müssen wir einige Runden sparen." Wäre es eine Möglichkeit, wenn man die Drehzahl reduziert? "Ich glaube nicht, dass es die Lösung ist", schätzt Lorenzo.

Im Honda-Lager sieht man die Situation naturgemäß gelassen. Casey Stoner glaubt nicht, dass der verlorene Motor für seinen WM-Konkurrenten zum Problem werden wird. Im Vorjahr nutzte der Weltmeister nur vier der sechs Triebwerke. "Das kann man managen, es ist nicht so schwierig. Ich glaube, dass jeder genug Kilometer aus den Motoren herausholt."

"Natürlich werden sie vorgeben, dass es ein großes Drama ist, aber sie werden keine Probleme haben, die Saison zu beenden", ist der Australier überzeugt. "Sie müssen in den Trainings ältere Motoren verwenden und mit ihnen etwas mehr ans Limit gehen. Alle sind mit ihren Motoren innerhalb der Limits. Es sollte also kein Problem sein, mehr Kilometer aus ihnen herauszuholen."

Fotoquelle: Gresini

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