Cal Crutchlow möchte im kommenden Jahr eine Werksmaschine

MotoGP 2012

— 10.07.2012

Crutchlow: "Jorge zu schlagen ist schwierig"

Cal Crutchlow sieht sich mit der Kunden-Yamaha nicht siegfähig und vergleicht die Situation mit den Werksteams - In Mugello fällt keine Entscheidung bezüglich Ducati

Cal Crutchlow ist derzeit ein heißes Thema im Fahrerlager. Mit seiner kämpferischen und lockeren Art begeistert der Brite viele Fans. Dennoch holte sein Tech-3-Teamkollege Andrea Dovizioso die Ergebnisse. Während der Italiener schon dreimal auf dem Podium stand, wartet Crutchlow noch auf seine erste Champagnerdusche. Er fährt aber erst sein zweites Jahr und hat sich im Vergleich zu seiner Rookie-Saison stark gesteigert. Mit den Top 3 kann der 26-Jähgrige aber noch nicht aus eigener Kraft mithalten.

"Sie sind unglaublich", sagt Crutchlow über Jorge Lorenzo, Casey Stoner und Dani Pedrosa. "Das Problem ist, dass es sehr schwierig ist, Jorge mit dem gleichen Motorrad zu schlagen. Ganz zu schweigen davon, wenn man auf einer Kundenmaschine sitzt. Kann man mit ihm kämpfen? Nein, aber wenn es zu einem Duell kommt, werde ich nie aufgeben. Unser Motorrad ist sehr gut, nicht falsch verstehen."

"Wenn man so wie Spies das gleiche Material wie Lorenzo hat, dann wird es schwierig ihn zu schlagen", rechnet Crutchlow. Deshalb will er auch in ein Werksteam wechseln, denn seiner Meinung nach kann man mit einem Kundenmotorrad nicht Weltmeister werden. "Ich schätze, dass ich im Idealfall mit zehn Sekunden Rückstand ins Ziel kommen kann. So wie 'Dovi' in Assen auf das Podium gekommen ist."

"Das ist der Unterschied zwischen einem Werks- und einem Kundenmotorrad, aber auch der Unterschied zwischen Werksfahrern und Nichtwerksfahrern. Bei einigen Rennen kann man näher dran sein, so wie in Jerez. Ich sehe es aber auch so, dass ich in Jerez den Test hatte und den Kurs etwas besser kannte. Abgesehen von Silverstone habe ich das nirgendwo sonst. Ich kenne Silverstone aus meiner Superbike-Zeit. Deshalb dachte ich, dass ich so schnell wie die Spitze fahren hätte können."

Es gibt aber noch andere Strecken, die Crutchlow aus seiner Superbike-Zeit kennt. Das wären unter anderem Phillip Island, Brünn und Assen. Auch Sepang kennt der Brite von den ausgiebigen Wintertests gut. Kann er auf solchen Strecken besser aussehen als auf Kursen wie dem Sachsenring, wo er erst zum zweiten Mal antritt? "Ich weiß es nicht. Sepang mag ich nicht besonders. In Brünn war ich dreimal und bin im Vorjahr ausgeschieden."

"Unter dem Strich geht es nicht um die Strecke, sondern um die Fahrer und das Material. Ich versuche immer das Beste herauszuholen. Ich habe das Motorrad, das ich eben habe. Wenn ich 100 Prozent gebe und Zehnter werde, dann bin ich zufrieden. Wir werden auf einigen Strecken näher dran sein. Ich weiß nicht warum, aber ich denke an Indy, obwohl ich dort nie gute Rennen hatte. Die nächsten Rennen werden schwierig, aber ich will versuchen es in die Top 6 zu schaffen."

Im Hintergrund laufen Verhandlungen mit Ducati. Die Italiener haben Crutchlow ein Angebot unterbreitet. "Die Ergebnisse machen keine Unterschied. Die Verhandlungen mit Ducati laufen, aber ich spreche auch mit Yamaha und anderen Leuten", so der Yamaha-Pilot. "Ich fahre einfach weiter. Es heißt, dass Mugello ein wichtiges Rennen wird, aber es macht keinen Unterschied. Wenn Valentino und Nicky dort einen Doppelsieg feiern, wird sich an der grundsätzlichen Situation nichts ändern. Wenn man glaubt, dass nach Mugello eine Entscheidung fallen wird, dann liegt man falsch."

Fotoquelle: Bridgestone

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