Ben Spies und Jorge Lorenzo wollen es in Mugello fliegen lassen

MotoGP 2012

— 11.07.2012

Yamaha: Vorfreude auf Highspeed-Kurs in Mugello

Jorge Lorenzo will den zweiten Mugello-Sieg und plant die Saison ohne zusätzlichen Motor - Ben Spies hofft auf problemloses Rennen und denkt an Simoncelli

Mit dem Grand Prix von Italien in Mugello steht den MotoGP-Teams am kommenden Wochenende das dritte Rennen innerhalb von drei Wochen bevor. In puncto Durchschnittsgeschwindigkeit ist der 5,245 Kilometer lange Mugello Circuit hinter Phillip Island die zweitschnellste Piste im aktuellen MotoGP-Kalender.

Nach Platz zwei am Sachsenring beim gleichzeitigen Ausfall von Casey Stoner (Honda) kommt Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo als alleiniger WM-Spitzenreiter in die Toskana. Schärfster Verfolger des Mallorquiners ist Honda-Pilot Dani Pedrosa, der am vergangenen Wochenende in Deutschland seinen ersten Saisonsieg unter Dach und Fach brachte.

"Nach zwei schwierigen Rennwochenenden kommen wir nun nach Mugello und damit auf eine Strecke, die ich sehr mag", bekennt Vorjahressieger Lorenzo und erklärt: "Der Kurs ist sehr schnell und sollte unserem Bike entgegenkommen. Ich freue mich, die Weltmeisterschaft anzuführen, aber wir haben noch einige Rennen vor uns. Mein Ziel ist daher ein erneuter Podestplatz - wenn möglich ein Sieg."

Yamaha plant keinen zusätzlichen Motor für Lorenzo

Da bei seiner bisher einzigen Nullnummer des Jahres in Assen nach dem Abschuss durch Alvaro Bautista auch der Yamaha-Motor zerstört wurde, sieht sich Lorenzo für die verbleibenden Saisonrennen der Problematik gegenübergestellt, Motoren sparen zu müssen. Crewchief Ramon Forcada gibt sich allerdings zuversichtlich. "Auf dem Papier sollten wir die Saison mit fünf Motoren zu Ende fahren können. Wir haben uns die Nutzungsdauer der einzelnen Triebwerke angesehen und müssen nach derzeitigem Stand auf keine Trainingssitzung verzichten, um Runden zu sparen", so Forcada gegenüber 'Motor Cycle News'.

Der Lorenzo-Crewchief stellt allerdings in Aussicht, "möglicherweise gegen Ende der Saison die Motoren zwischen dem ersten und zweiten Freien Training zu wechseln". Um dies zu verhindern, hätte das Team auch die Möglichkeit, die bisher noch nicht verplombten Triebwerke hinsichtlich einer höheren Laufleistung zu modifizieren. Dies steht laut Forcada derzeit aber nicht auf der Agenda: "Es wäre eine Möglichkeit, aber wir sollten auch so zurechtkommen. Eine Nachbesserung wäre auch immer mit zusätzlichen Kosten verbunden."

Spies hofft auf problemloses Rennen und denkt an Simoncelli

Derweil schlägt sich Lorenzos Teamkollege Ben Spies mit anderen Problemen herum. Der US-Amerikaner fährt seinem ersten Podestplatz des Jahres nach wie vor hinterher und kämpfte bei den drei zurückliegenden Rennen in Silverstone, Assen und am Sachsenring mit massiven Reifenproblemen.

"Am Sachsenring erlebten wir ein sehr schwieriges Wochenende, da es die unterschiedlichen Witterungsbedingungen nicht zuließen, das richtige Setup zu finden. Im Rennen am Sonntag litt ich dann unter zu wenig Seitenhaftung am Reifen", bedauert Spies und blickt voraus: "Mugello ist ein deutlich schnellerer Kurs, der unserem Bike liegen sollte. Ich kann es kaum erwarten, am Freitag auf die Bahn zu gehen."

Im vergangenen Jahr holte sich der Texaner in der Toskana Platz vier. Auf dem Weg dorthin lieferte er sich ein atemberaubendes Duell mit Marco Simoncelli. Auch in diesem Jahr ist Spies mit seinen Gedanken beim unvergessenen Italiener. "Ich habe die Strecke am Nachmittag zu Fuß umrundet. Nach der Hälfte der Runde musste ich an mein Duell mit Marco im vergangenen Jahr denken", twitterte der US-Amerikaner am Dienstag.

Fotoquelle: Yamaha

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