Valentino Rossi steht bei seinem Heimspiel unter zusätzlichem Druck

MotoGP 2012

— 11.07.2012

Ducati: Mit großen Hoffnungen zum Heimspiel

Valentino Rossi erkennt nach dem Sachsenring Ansatzpunkte für einen Schritt nach vorn - Nicky Hayden will seinen Mugello-Fluch auf der Ducati besiegen

Die Plätze sechs und zehn auf dem Sachsenring waren nicht das, was sich die Ducati-Piloten Valentino Rossi und Nicky Hayden im Vorfeld erhofft hatten. Rossi befindet sich nach wie vor auf der Suche nach dem richtigen Setup für die GP12, konnte zuletzt aber leichte Fortschritte verzeichnen. Hayden arbeitete in der Schlussphase des Rennens seine Reifen auf und kam am Ende einer sechsköpfigen Kampfgruppe ins Ziel.

Am kommenden Wochenende wollen es die beiden Werkspiloten beim Ducati-Heimspiel in Mugello besser machen. "Unser Heimrennen als Schlusspunkt einer Serie von drei direkt aufeinanderfolgenden Grands Prix stellt für das gesamte Team inklusive der Fahrer eine große Verantwortung dar", sagt Ducati-Teammanager Vittoriano Guareschi. "Gleichzeitig verleiht es uns aber auch zusätzliche Motivation."

Im bisherigen Saisonverlauf war Ducati als einziges Werksteam bereits zum Testen in Mugello. Aus den gewonnenen Erkenntnissen und den Erfahrungen des Sachsenring-Wochenendes wollen die Italiener "die positiven Aspekte herausziehen", wie Guareschi unterstreicht. "Auf diese Weise wollen wir es Vale und Nicky ermöglichen, in einem Rennen, das beiden sehr viel bedeutet, ihr Bestes geben zu können."

Rossi vor heimischem Publikum unter besonderem Druck

Lokalmatador Rossi hat auf dem Highspeed-Kurs in der Toskana über alle Klassen hinweg nicht weniger als neun Siege zu Buche stehen - sieben davon in der Königsklasse und diese kamen in den Jahren 2002 bis 2008 allesamt in Folge. Bei seinem ersten Mugello-Auftritt auf einer Desmosedici reichte es für den "Doktor" vor zwölf Monaten zu Rang sechs.

Auf dieser Position lief Rossi auch am vergangenen Wochenende in Deutschland ein. "Am vergangenen Sonntag auf dem Sachsenring verwendete ich ein Setup, das es mir erlaubte, den Reifen etwas weniger stark zu beanspruchen. So konnte ich auch in der Schlussphase des Rennens noch ein vernünftiges Tempo an den Tag legen", sagt er und stellt heraus: "Es war mein bestes Ergebnis in diesem Jahr bei trockenen Bedingungen."

Am kommenden Wochenende will Rossi den Trend fortsetzen. "Beim Italien-Grand-Prix müssen alle Beteiligten, mich eingeschlossen, noch etwas mehr herausholen, um ein gutes Ergebnis einzufahren. In puncto Layout haben wir es hier mit einer der schönsten Strecken weltweit zu tun. Die Atmosphäre ist dank der Fans großartig und wir müssen wirklich versuchen, unser Bestes zu geben", so Rossi.

Hayden will Mugello-Fluch auf der Ducati besiegen

Anders als Rossi konnte Nicky Hayden in Mugello bisher noch nicht die oberste Stufe des Siegerpodests erklimmen. Ein zweiter Platz aus seiner Titelsaison 2006 steht für den US-Amerikaner als bestes Ergebnis zu Buche. Bei seinen drei Starts für Ducati erlebte Hayden mit den Plätzen zehn und zwölf sowie einem Sturz drei Enttäuschungen en suite.

"Auch wenn ich im Hinblick auf das vergangene Wochenende immer noch einen bitteren Nachgeschmack verspüre, freue ich mich sehr auf das Rennen in Mugello", sagt Hayden und bezeichnet den 5,245 Kilometer langen Kurs in der Toskana genau wie Rossi als "eine der besten Pisten, auf der wir im gesamten Jahr antreten".

"Auf einer Ducati ist Mugello erst recht etwas besonderes", so der Ducati-Pilot im vierten Jahr. "Die Strecke an sich ist alles andere als einfach und du musst jederzeit auf der Höhe des Geschehens sein. Ich erwarte recht hohe Geschwindigkeiten, denn es ist eine der Strecken, auf denen du mit der 1.000er richtig aufdrehen kannst." Der Ex-Weltmeister aus dem US-Bundesstaat Kentucky hofft auf "ein sorgenfreies Wochenende mit einem guten Ergebnis am Sonntag, denn das ist der Zeitpunkt, an dem es zählt".

Fotoquelle: Ducati

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