Der Spanier Dani Pedrosa hat den Weltmeistertitel fest im Visier

MotoGP 2012

— 12.07.2012

Pedrosa: "Will bald Weltmeister werden"

Honda wird in den kommenden zwei Jahren mit den beiden Spaniern Dani Pedrosa und Marc Marquez antreten - Die Konkurrenz begrüßt den Youngster

Das Honda-Werksteam wird in den kommenden beiden Jahren mit zwei Spaniern an den Start gehen. Der Vertrag mit Dani Pedrosa, der seit 2006 im Team fährt, wurde verlängert. Dazu wurde Marc Marquez verpflichtet. Da die Rookie-Regel gefallen ist, stand dem Aufstieg des Youngsters nichts mehr im Weg. Der Moto2-Vizeweltmeister tritt in große Fußstapfen, denn er ersetzt Casey Stoner, der seinen Helm zu Saisonende an den Nagel hängt. Die Konkurrenz von Jorge Lorenzo, Valentino Rossi und Co begrüßt den MotoGP-Aufstieg Marquez'.

Viel wird auch von Pedrosa erwartet, denn wenn er von seinem neuen Teamkollegen geschlagen wird, dann könnte sich auch seine Karriere im Werksteam dem Ende entgegen neigen. Das liegt aber noch fern in der Zukunft. Aktuell ist Pedrosa bestens gelaunt, denn auf dem Sachsenring hat er seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Damit ist der 26-Jährige neuer WM-Zweiter und liegt 14 Punkte hinter Jorge Lorenzo (Yamaha) zurück. "Der Sieg war toll und ich fühle mich gut. Anschließend haben wir unsere Vertragsverlängerung bekanntgegeben."

"Das sind tolle News. Ich fahre schon sehr lange für Honda. Wir wollen natürlich weiterhin stark zusammenarbeiten", freut sich Pedrosa. "Das ist mein Traum seit ich ein Kind bin. Ich habe Glück, dass ich hier bin. Mein Traum ist natürlich der Weltmeistertitel. Als ich diesen Vertrag unterschrieben habe, habe ich nicht über meinen Rücktritt nachgedacht. Ich weiß nicht, wann das sein wird. Soweit blicke ich nicht nach vor. Ich möchte bald den Titel holen."

"In jedem Rennen sind wir beim Maximum und es ist schwierig. Das Problem war, dass wir lange auf den ersten Sieg warten mussten. Mugello passt auch sehr gut zu uns. Im Vorjahr war ich zwar nicht fit, aber davor habe ich zweimal gewonnen. Mir gefällt die Strecke und die Honda passt hier auch sehr gut. Hoffentlich erledigen wir hier den Job."

Marquez hat nun seinen Vertrag für die kommende Saison in der Tasche. Nun wäre der Moto2-Titel noch die Krönung seines rasanten Aufstiegs. "Im nächsten Jahr mit HRC in die MotoGP aufzusteigen, ist ein Traum, der wahr wird. Ich bedanke mich bei Shuhei Nakamoto für sein Vertrauen in mich", sagt der Nachwuchsstar. "Ich bin sehr stolz, dass ich in Zukunft ein Teil der großen Honda-Familie bin."

"Ich möchte aber auch nicht all jene Leute vergessen, die mich unterstützt haben, seit ich Motorradrennen fahre. Ich konzentriere mich jetzt auf die Moto2, wo mein Team und ich sehr hart arbeiten. Wir wollen unser Ziel erreichen und in diesem Jahr Weltmeister werden." Mit zwei spanischen Fahrern und einem spanischen Hauptsponsor ist das Honda-Werksteam nicht sehr international aufgestellt.

Beide Fahrer besitzen viel Talent und sind unglaublich schnell. Deshalb ist HRC-Vizepräsident Nakamoto auch zufrieden. "Dani fährt derzeit eine sehr starke Saison und kämpft mit Casey und Lorenzo um den WM-Titel. Wir sind sehr zufrieden mit seiner Performance", lobt der Japaner. "Marc hat in der 125er-Klasse und der Moto2 bewiesen, wie schnell er ist. Wir glauben, dass wenn wir ihm die nötige Zeit für die Umstellung geben, er auch sein Können in der MotoGP zeigen kann."

Konkurrenz sieht Marquez-Aufstieg positiv

Die Konkurrenz begrüßt den Aufstieg und wartet gespannt darauf, wie sich Marquez in der Königsklasse schlagen wird. "Ich finde es gut für die MotoGP, denn er ist ein schneller Fahrer", sagt Lorenzo über seinen Landsmann. "Ich schätze, dass er vom ersten Training an schnell sein wird. Dani und Marquez sind im gleichen Team und haben einen spanischen Sponsor. Das ist gut für Spanien und die Meisterschaft."

"Ich sehe es so wie Jorge", sagt Pedrosa. "Die MotoGP ist ein großer Schritt und wir müssen abwarten, wie er sich schlägt. Er ist ohne Zweifel sehr talentiert." Dagegen ist es Stoner ziemlich egal, denn er wird im kommenden Jahr nicht mehr dabei sein. "Jeder kennt meine Meinung über Marc und seine Fähigkeiten. Er hat in diesem Jahr gezeigt, was seine Intentionen sind. Es wird interessant werden zu beobachten, wie das nächste Jahr läuft und er zurechtkommt. Dass man die Rookie-Regel aufgehoben hat, war die beste Entscheidung", findet der Australier.

Während es Pedrosa und Lorenzo mit Konkurrenz aus dem eigenen Land zu tun bekommen werden, sehen auch die Italiener Marquez positiv. "Ich mag Marquez sehr. Er ist sehr jung, aber er hat gezeigt, dass er das Potenzial für einen zukünftigen Weltmeister hat", schätzt Valentino Rossi. "Er ist sehr stark und schnell. Er hat auch Rennen gewonnen, in denen der nicht der Schnellste war. Das ist sehr wichtig."

"Dass er als Rookie bei Repsol-Honda fahren kann, ist für ihn fantastisch, denn es ist die beste Möglichkeit. Wir warten auf ihn." Auch Andrea Dovizioso sieht es ähnlich. "Es wird interessant sein zu sehen, wie er in den nächsten beiden Jahren zurechtkommt. Er ist sehr schnell und talentiert. Ich komme gut mit ihm aus. Er hat einen sehr speziellen Stil. Die MotoGP ist ganz anders und man muss im Vergleich zur Moto2 viele Sachen anders machen."

Fotoquelle: Repsol

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