Yamaha-Pilot Jorge Lorenzo beendete den Freitag als Schnellster

MotoGP 2012

— 13.07.2012

Lorenzo: Sturz und Bestzeit in Mugello

Trotz eines harmlosen Ausrutschers fährt Jorge Lorenzo in Mugello auch im zweiten Freien Training die schnellste Zeit - Rookie Stefan Bradl Zehnter

Das zweite Freie Training zum Grand Prix von Italien in Mugello stand im Zeichen von Jorge Lorenzo. Der Yamaha-Star brannte gleich in seinem vierten Umlauf die schnellste Zeit des Tages in den Asphalt. Kurz drauf verpasste der Spanier allerdings den Bremspunkt für Kurve eins, rodelte durch das Kiesbett und kippte um. Es war ein harmloser Ausrutscher der "Black Mamba", die an diesem Wochenende Lorenzos Helm ziert. Nach einem Boxenstopp konzentrierte sich Lorenzo auf Longruns und spulte wie gewohnt seine Runden wie ein Uhrwerk ab. Zunächst hatte er wieder einen Vorsprung von über einer halben Sekunde.

Honda-Pilot Dani Pedrosa kam aber noch bis auf 31 Tausendstelsekunden an die Bestzeit seines Landsmannes heran. Lorenzos Marke von 1:48.076 Minuten konnte aber niemand schlagen. Kurve eins gestaltete sich für mehrere Fahrer als schwierig. Da auf der Zielgeraden ein starker Rückenwind wehte, war der Bremspunkt aus über 340 km/h nicht leicht zu treffen. So fuhren auch Alvaro Bautista (Gresin-Honda) und die beiden Aspar-Piloten Randy de Puniet und Alex Espargaro geradeaus durch das Kiesbett.

Kurve sechs gestaltete sich dagegen für Hector Barbera zu einer Problemstelle. Nach rund zehn Trainingsminuten stürzte der Pramac-Pilot. Seine Ducati rutschte durch das Kiesbett auf die Strecke zurück und blieb dort liegen. Viel Kies wurde auf der Piste verstreut. Deshalb unterbrach die Rennleitung das Training für wenige Minuten, damit die Streckenposten den Asphalt mit Besen säubern konnten.

Anschließend standen noch 27:15 Minuten Training zur Verfügung, die ausgiebig genutzt wurden. Das Ducati-Werksteam verfolgte ein unterschiedliches Programm. Nicky Hayden war in den Schlussminuten mit einem weichen Hinterreifen unterwegs und katapultierte sich auf Platz drei. Auf Lorenzo fehlten lediglich 0,081 Sekunden. Superstar Valentino Rossi war dagegen mit dem harten Reifen unterwegs und konzentrierte sich auf das Rennen. Ihm fehlten neun Zehntelsekunden auf Lorenzo, was Rang neun bedeutete. Beim Anbremsen zu Kurve eins stieg bei Rossis Motorrad mehrmals eine kleine Rauchwolke hoch.

Nach dem Sturz konnte Barbera mit der Ersatzmaschine wieder angreifen und schob sich mit der weichen Reifenmischung auf den vierten Platz nach vor. Weltmeister Casey Stoner war in den Schlussminuten nicht glücklich mit Danilo Petrucci. Der Ioda-Pilot ist auf der Geraden um 40 km/h langsamer als die Prototypen. Stoner lief im kurvigen Teil auf Petrucci auf und fühlte sich aufgehalten. Der Honda-Pilot überholte und schnitt in die Linie des Claiming-Rule-Fahrers.

Stoner sauer auf Petrucci

Schlussendlich landete Stoner hinter Andrea Dovizioso (Tech-3-Yamaha) auf dem sechsten Platz. Der Rückstand auf seinen WM-Konkurrenten Lorenzo betrug 0,451 Sekunden. Dovizioso mischte vor heimischer Kulisse vorne mit, während sein Teamkollege Cal Crutchlow die achtbeste Zeit aufstellt und eine halbe Sekunde langsamer als die Spitze war. Auch Yamaha-Werksfahrer Ben Spies war als Siebter nicht ganz vorne dabei.

Der US-Amerikaner feilte an der Abstimmung seiner M1 und ließ unter anderem den hinteren Stoßdämpfer wechseln. Am Freitag lag Spies wieder deutlich hinter seinem Teamkollegen zurück. Langsamster Prototyp war Bautista. Er konnte nach seinem Ausrutscher zwar wieder fahren, aber wie am Vormittag betrug sein Rückstand über eine Sekunde. Somit wurde es Platz elf. Die Gresini-Motorräder sind ab Mugello wieder im gewohnten weiß lackiert.

Bradl: Weniger als eine Sekunde Rückstand

MotoGP-Rookie Stefan Bradl arbeitete konzentriert und spulte insgesamt 22 Runden ab. Damit zählte er zu den fleißigsten Fahrern des Tages. Der Deutsche konnte mit seiner Honda des LCR-Teams auch den Rückstand vom Vormittag reduzieren. Im zweiten Freien Training fehlten 0,946 Sekunden auf die Spitze. Am Ende landete Bradl auf Platz zehn.

Im Claiming-Rule-Feld gab wieder die Aspar-Mannschaft das Tempo vor. Diesmal war Espargaro einen Tick schneller als de Puniet. Auf der schnellen Strecke fehlten 1,9 Sekunden auf die schnellsten Prototypen. Michele Pirro war mit der FTR-Honda als 14. der drittschnellste CRT-Fahrer. Auf den weiteren Plätzen folgten Yonny Hernandez (Avintia), Mattia Pasini (Speed Master), Colin Edwards (Suter-BMW), James Ellison (PBM), Petrucci und Ivan Silva (Avintia).

Fotoquelle: Yamaha

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