Jorge Lorenzo beendet den ersten Tag in Mugello an der Spitze

MotoGP 2012

— 13.07.2012

Lorenzo gibt am Freitag den Ton an

Der Yamaha-Star setzt in Mugello nach dem ernüchternden Rennen am Sachsenring ein Zeichen und fährt sowohl am Morgen als auch am Nachmittag Bestzeit

Auch wenn Jorge Lorenzo am Sachsenring die alleinige WM-Führung zurückholen konnte, war er mit der Performance im Rennen sicher nicht zufrieden. Umso hungriger kam er aber nach Italien: "Man möchte immer direkt weitermachen und sehen, ob man um den Sieg kämpfen kann, wenn es an einem Wochenende nicht so richtig lief", berichtet er. Das soll aber nicht der Grund sein, warum er in Mugello von Beginn an schnell war. "Ich versuche aber bei jedem Training von Beginn an ans Limit zu gehen."

Nach dem zweiten Freien Training konnte sich der Spanier mit einer Zeit von 1:48.076 Minuten knapp vor Dani Pedrosa an die Spitze setzen. "Ich bin sehr zufrieden, weil wir von Beginn an schnell waren. Wir mussten nicht viel am Motorrad ändern. Ich habe ein sehr gutes Gefühl für die Strecke und es läuft gut. Mit den Federelementen, dem Gas und der Bremse komme ich gut zurecht. Wir haben einen guten Überblick und müssen an ein paar kleinen Details arbeiten", schildert er.

Im Gegensatz zu einigen Kollegen verzichtete Lorenzo auf einen Test des neuen Bridgestone-Reifens, der extra für Mugello gemacht wurde. "Ich denke, dass er zu hart ist", bemerkt er. Am Freitag konzentrierte sich Lorenzo auf die Arbeit mit der konventionellen harten Mischung und verzichtete auf den Vorteil der weichen Reifen.

Der sanfte Fahrstil des Spaniers bringt seine Markenkollegen oft an den Rand der Verzweiflung. Sowohl Ben Spies als auch die beiden Tech-3-Piloten können Lorenzo meist nicht folgen. Kopieren lässt sich der Fahrstil des aktuellen WM-Leaders aber nur schwer. "Da spielen viele Faktoren eine Rolle: das Bremsen, die Art und Weise wie man bremst, in die Kurve einbiegt und sich auf dem Motorrad bewegt - wenn man sich aggressiver bewegt, dann ist man am Eingang schneller, stürzt aber womöglich bei der gleichen Schräglage", analysiert Lorenzo. "Es ist nicht einfach, seinen Fahrstil anzupassen."

Yamaha-Teammanager Wilco Zeelenberg weiß, dass Lorenzo für das Team sehr wichtig ist. Mit den Erkenntnissen vom Freitag war Zeelenberg sehr zufrieden: "Wir haben den nötigen Longrun mit den Bridgestone-Reifen absolviert und es scheint, als ob wir es unter Kontrolle haben. Ich denke, dass wir die einzigen sind, die das in der Form gemacht haben. Deshalb haben wir für Samstag etwas mehr Raum zum Arbeiten. Es geht wohl nicht darum, schneller zu werden. Viel mehr wollen wir den guten Rhythmus beibehalten und im Qualifying etwas mehr Druck machen."

Fotoquelle: Yamaha

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