Hayden und Rossi sind keine Freunde, kommen aber gut miteinander aus

MotoGP 2012

— 14.07.2012

Rossi: "Gebe Ducati keine Ratschläge"

Sollte Valentino Rossi bei Ducati verlängern, dann muss er darauf vertrauen, dass die Situation besser wird - Nicky Hayden stärkt er den Rücken

Bei Ducati werden derzeit die Weichen für die Zukunft gestellt. Audi will sich mehr einbringen und dem MotoGP-Projekt dabei helfen, wieder erfolgreich zu sein. Nachdem Valentino Rossi auf dem Sachsenring mit Audi-Vertretern gesprochen hat, meinte er, dass es für sie wichtig sei, dass er dabei bleibt. Es zeichnet sich auch ab, dass der Superstar die nächsten beiden Jahre bei Ducati bleiben wird. Rossi hat aber auch klargestellt, dass er konkurrenzfähiges Material will. Es soll einen Plan geben, wie man die Desmosedici an die Spitze bringen will.

"Ich muss noch Details mit Ducati und Audi für die Zukunft sprechen. In Deutschland habe ich mit den Audi-Vertretern gesprochen und sie sind sehr enthusiastisch über dieses Projekt. Wir müssen noch mehr sprechen, aber es kann eine Möglichkeit für die Zukunft sein", deutet Rossi in Mugello an. Noch weiß aber niemand, wie sich Audi bei Ducati einbringen kann und welche Schritte man vornehmen wird, um das Motorrad konkurrenzfähig zu machen.

Auch Rossi tappt im Dunkeln. "Das Problem ist, dass ich darauf Vertrauen muss, dass die Situation in Zukunft besser wird. Mit der Hilfe von Audi können wir die Probleme am Motorrad beheben. Ich habe aber keine Versicherung, ob wir die Probleme lösen können. In eineinhalb Jahren haben wir es nicht geschafft. Es hängt von vielen Dingen ab", stellt er klar und sagt offen, dass es bisher ein Fehlschlag war.

Die große Frage ist auch, wer Rossis Teamkollege sein wird. Nicky Hayden steht offenbar auf dem Abstellgleis, denn Cal Crutchlow hat ein lukratives Angebot. Man soll sich grundsätzlich einig sein, doch noch wartet der Brite auf den endgültigen Vertrag. "Ich habe gesagt, dass ich Cal sehr gern mag. Ich komme mit ihm sehr gut aus, denn er ist einer der lustigsten Kerle im Fahrerlager."

"Ich mag aber auch Nicky sehr gern", sagt Rossi und fügt hinzu: "Ihn kenne ich besser, weil wir schon lange in einem Team sind. Er ist ein guter Junge und auch sehr schnell. Ich gebe Ducati aber keine Ratschläge. Für mich macht es keinen Unterschied, ob es Crutchlow oder Hayden ist." Sollte Crutchlow zum Zug kommen, was passiert dann mit Hayden?

Honda ist besetzt und auch, ob es eine private Ducati für den Weltmeister von 2006 geben könnte, ist mehr als unwahrscheinlich. Bei Yamaha gibt es viele Fahrer. Ob dort ein Platz für ihn ist? Seine Priorität ist weiterhin Ducati. "Ich habe in der Vorwoche gute Gespräche mit Gabriele del Torchio (Generalmanager von Ducati; Anm. d. Red.) gehabt, aber es waren keine ernsthaften Gespräche", so Hayden.

"Wir kommen gut miteinander aus. Es herrscht viel Respekt. Natürlich wollen wir uns gegenseitig schlagen, aber wir arbeiten beim Setup und verschiedenen Dingen in die gleiche Richtung", beschreibt er das Verhältnis zu Rossi. "Wenn man in einer schwierigen Situation ist, so wie es bei mir gerade der Fall ist, dann ist es schön, wenn man Rückendeckung vom Teamkollegen erhält."

Fotoquelle: Ducati

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