Nicky Hayden hat am Wochenende in Indianapolis ein Heimspiel

MotoGP 2012

— 13.08.2012

Hayden: Große Vorfreude auf das Heimspiel in Indy

Nicky Hayden will seinen heimischen Fans am Sonntag in Indianapolis eine tolle Show bieten und rechnet dank der 1.000er-Bikes mit höheren Topspeeds

Am kommenden Wochenende gastieren die MotoGP-Piloten zum fünften Mal auf dem Infield-Kurs des Indianapolis Motor Speedway. Für Ducati-Werkspilot Nicky Hayden ist das Rennen mehr noch als der US-Grand-Prix in Laguna Seca ein echtes Heimspiel. "Kentucky Kid" ist nur drei Autostunden von Indianapolis entfernt in Owensboro zu Hause. Entsprechend groß sind beim 31-Jährigen die Vorfreude und die Hoffnung auf ein gutes Ergebnis am Sonntag.

"Leider konnte ich in den zurückliegenden Jahren in Indy nicht das zeigen, was ich mir vorgenommen hatte, aber ich mag die Strecke ", sagt Hayden, der in den Jahren 2008 und 2009 zweimal auf dem Indianapolis-Podest stand. Beim wegen schweren Regenfällen verkürzten Premierenrennen der MotoGP-WM auf dem Gelände des legendären Brickyards wurde Hayden auf der Werks-Honda Zweiter hinter Valentino Rossi (Yamaha). Ein Jahr später holt er sich am geschichtsträchtigen Ort mit Platz drei den ersten seiner bisher drei Podestplätze für Ducati.

Anders als die Formel-1-Variante in den Jahren 2000 bis 2007 wird die MotoGP-Variante des Infield-Kurses gegen den Uhrzeigersinn gefahren. Dieser Umstand ist ganz nachdem Geschmack von Hayden, der sich seine ersten Sporen auf dem heimischen Dirt-Track-Oval von Vater Earl verdiente. "Ich mag Strecken, die links herum gehen. So bin ich aufgewachsen, während die meisten Europäer auf Kursen groß geworden sind, die rechts herum führen. Das mag vielleicht keinen großen Unterschied ausmachen, aber ich freue mich auf das Rennen und will den Fans eine gute Show bieten."

Im vergangenen Jahr wurde die Piste nach zahlreichen Beschwerden der Piloten im Vorfeld stellenweise neu asphaltiert. "Dadurch wurde der Kurs deutlich schneller und es bieten sich nun ein paar Stellen mehr, wo man überholen kann", glaubt Hayden. Während es vor zwölf Monaten auf dem frischen Belag noch massive Probleme mit den Bridgestone-Reifen gab, sollte sich die Piste in diesem Jahr mit dem inzwischen gesetzten Asphalt nach Meinung des Ducati-Piloten in einem "deutlich besseren, wenn nicht sogar dem besten Zustand seit wir dort hinkommen", präsentieren.

Indianapolis erlebt in diesem Jahr zudem die Premiere mit den 1.000er-Maschinen. Lokalmatador Hayden geht davon aus, dass "die Topspeeds speziell aus der letzten Kurve heraus deutlich höher liegen werden als mit den 800ern". So ist der Ducati-Pilot auch überzeugt, dass die Königsklasse des Zweiradsports die eigentliche Show darstellt. "Die MotoGP selbst ist die große Nummer, nicht ich", sagt er und unterstreicht: "Es ist aber mein Heimrennen und ich will vor meinen Fans natürlich gut aussehen."

Nachdem das Ducati-Kundenteam Pramac vor wenigen Tagen verlauten ließ, dass Toni Elias auch am kommenden Wochenende den verletzten Stammfahrer Hector Barbera ersetzen wird, bleibt Nicky der einzige Vertreter der Hayden-Dynastie, der in Indy an den Start gehen wird. "Es gab ein paar Gespräche, dass Rog (Bruder Roger Lee Hayden; Anm. d. Red.) auf dem Bike von Barbera sitzen könnte, aber daraus wurde nichts", so der Ducati-Werkspilot.

Schon im Vorfeld des MotoGP-Gastspiels in Laguna Seca wurde Roger Lee Hayden als möglicher Barbera-Ersatz bei Pramac gehandelt. Letztlich entschied man sich aber für den ehemaligen Pramac-Piloten Elias und hielt auch für das zweite US-Rennen innerhalb von drei Wochen an dieser Variante fest.

Fotoquelle: IMS

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