Bei Yamaha lieferten sich Jorge Lorenzo und Valentino Rossi erbitterte Duelle

MotoGP 2012

— 13.08.2012

Lorenzo: "Valentino ist einer der Besten"

Jorge Lorenzo begrüßt die Rückkehr von Valentino Rossi zu Yamaha und stellt sich auf ein Stallduell ein: Rossi hat sein Talent nicht verloren

Mit der Rückkehr von Valentino Rossi zu Yamaha verändert sich nun auch die Situation von Jorge Lorenzo. Im Vorjahr und in der erste Saisonhälfte 2012 hatte der Spanier mit Ben Spies leichtes Spiel. Der US-Amerikaner konnte bisher nur einen Grand Prix gewinnen und blieb klar hinter den Erwartungen zurück. Lorenzo stieg zum unumschränkten Teamführer auf. Als sein Vertrag für die kommenden beiden Jahre verlängert wurde, hieß es von Yamaha-Seite, dass Lorenzo als Titelanwärter gesetzt ist. Nun hat man mit Valentino Rossi ein zweites heißes Eisen im Feuer.

Bereits in den Jahren 2008 bis 2010 fuhr dieses Duo gemeinsam für Yamaha, doch es ging nicht immer reibungslos zu. Zwischen Lorenzo und Rossi entwickelte sich eine Rivalität. Der junge Spanier schenkte damals dem Superstar nichts. Duelle wie in Barcelona 2009 sind unvergessen. Nach dem Rücktritt von Casey Stoner schien auf dem Papier alles klar zu sein: Lorenzo ist der große Favorit für die kommenden Jahre. 'Sport1'-Kommentator Edgar Mielke rechnet aber nicht mit einer Lorenzo-Show.

"Auf keinen Fall. Dani Pedrosa ist momentan nicht weit weg von Jorge Lorenzo. Man hat durch den Sturz in Assen gesehen, wie schnell das gehen kann. Es gibt auch noch die Herren Dovizioso, Crutchlow, und Bradl. Da benötigt man auch immer ein bisschen Glück. Kommendes Jahr werden die Karten neu gemischt. Ich denke nicht, dass ein Durchmarsch von Jorge Lorenzo droht, nur weil Casey Stoner nicht mehr dabei ist", schätzt Mielke.

Nun ist mit Rossi ein weiterer großer Gegenspieler wieder auf die Bühne getreten. Vier WM-Titel und 46 Siege mit Yamaha sprechen eine deutliche Sprache. Doch die Zeiten haben sich verändert. Rossi kommt 2013 nach zwei mageren Jahren mit vielen Problemen zu Yamaha zurück. Dagegen fährt Lorenzo derzeit in bestechender Form und hat große Chancen auf seinen zweiten WM-Titel nach 2010. "Wir sind beide Siegfahrer und keiner von uns will verlieren", blickt der Spanier gegenüber der 'BBC' auf die kommende Saison voraus.

"Für Yamaha sind das gute Nachrichten, denn gemeinsam können wir große Erfolge erzielen." In den drei gemeinsamen Jahren gewann Yamaha jeweils die WM-Titel bei den Fahrern, den Herstellern und in der Teamwertung. Honda blickte zu dieser Zeit in die Röhre und kam erst wieder durch Stoner zu Erfolg. Der Australier ist im nächsten Jahr nicht mehr dabei. Für Lorenzo fällt ein großer Gegner weg, aber mit Rossi kommt ein alter Bekannter.

Verhältnis ist besser geworden

"Ich glaube, unsere Beziehung ist besser geworden, weil wir in unterschiedlichen Teams gefahren sind", meint der Mallorquiner über die Rivalität mit Rossi. "Ihn wieder im Team zu haben ist eine große Motivation, denn ich will immer den besten Fahrer in meiner Garage haben. Valentino ist einer der Besten. Ich schätze, dass es für ihn eine große Motivation sein wird, mich zu schlagen. Für Yamaha ist es eine gute Sache. Das ist das Wichtigste."

Lorenzo glaubt auch nicht, dass Rossi in den beiden Ducati-Jahren langsamer geworden ist. "Wenn jemand Talent hat, dann behält er es und verliert es nicht innerhalb von zwei Jahren. Er ist immer noch jung. Er ist 33 und hat viele Rennen gewonnen. Mit der Yamaha wird es für ihn einfacher", schätzt Lorenzo. "Es stimmt, dass wir jungen Fahrer immer stärker werden und mehr Erfahrungen sammeln, aber wir dürfen nicht vergessen, dass Valentino viele Rennen gewonnen hat. Wir müssen das respektieren und es im Bewusstsein halten."

In den drei gemeinsamen Yamaha-Jahren gewann Lorenzo 14 Rennen und stand insgesamt 34 Mal auf dem Podium. Rossi errang im gleichen Zeitraum 17 Siege und war insgesamt 40 Mal auf dem Podest.

Fotoquelle: Yamaha

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