Valentino Rossi war in Laguna Seca auf Nicky Haydens Hilfe angewiesen

MotoGP 2012

— 09.08.2012

Baker geht von Rossi-Rückkehr zu Yamaha aus

Der Fahrer-Manager Phil Baker sieht Valentino Rossi im kommenden Jahr bei Yamaha und hofft, dass Cal Crutchlow und Scott Redding zu Ducati wechseln

Die Zukunft von Ducati ist weiterhin unklar. Einzig Nicky Hayden steht für 2013 fest. Ob Valentino Rossi dem Team erhalten bleibt, darf bezweifelt werden. Eine Rückkehr zu Yamaha scheint immer wahrscheinlicher - vor allem nachdem die aktuelle Nummer zwei vor dem Rennen in Laguna Seca die Katze aus dem Sack ließ: "Die Nachricht, dass Spies Yamaha verlässt, war so kurz vor dem USA Grand Prix eine absolute Überraschung für beinahe jeden", erklärt Fahrer-Manager Phil Baker den Kollegen von 'Crash.Net.'.

"Ben war der Meinung, dass es der richtige Zeitpunkt war, diese Entscheidung zu treffen. Ich wünsche ihm alles Gute, egal wie er sich für die Zukunft entscheidet. Vale wieder bei Yamaha zu sehen, ist genau das, was sich alle seine Fans wünschen. Also los!" Baker ist wie viele Experten davon überzeugt, dass Rossi sich für 2013 gegen das großzügige Angebot von Ducati entscheiden wird.

Was macht Rossi?

"Ich denke, dass Valentinos Ziel im Moment darin besteht, Agostinis Rekord zu brechen. Er wird dorthin gehen, wo er denkt, die besten Chancen zu haben, um das zu erreichen. Ihn im kommenden Jahr mit Jorge an der Spitze kämpfen zu sehen, wird der Meisterschaft aus kommerzieller Sicht einen Schub geben", ist sich Baker sicher, der zwischen 2004 und 2010 der Manager von Hayden war und momentan mit Stefan Bradl zusammenarbeitet.

"Yamaha hat nicht viel zu verlieren. Yamaha ist in der Meisterschaft, um sie zu gewinnen. Dafür benötigt man konstante Fahrer. Seit Valentino weg war, hatten sie keinen Hauptsponsor. Ich bin mir sicher, dass sich die Chance erhöht, diesen Mangel zu beseitigen", bemerkt er. Zudem stellt er der aktuellen Situation bei Yamaha kein gutes Zeugnis aus: "Wenn man einen Fahrer hat, der an der Spitze fährt und einen, der abgeschlagen ist, dann gewinnt man nicht die Herstellerwertung. Ich denke also, dass es eine gute Entscheidung für die Marke ist."

Die Ducati-Zukunft ohne Rossi

Doch wie geht es ohne Rossi bei Ducati weiter? "Ich würde gerne Cal Crutchlow bei den 'Roten' sehen. Ich denke, dass sein Fahrstil gut zum Motorrad und seine Denkweise gut zu Ducati passt. Natürlich hat Andrea Dovizioso den richtigen Reisepass. Es gibt wenige Nationen, die so patriotisch sind wie die Italiener", weiß auch Baker.

Die Verlängerung von Haydens Vertrag begrüßt der ehemalige Manager des US-Amerikaner: "Durch seinen Einsatz in den vergangenen vier Jahren hat sich Nicky ein weiteres Jahr auf einem Werksmotorrad verdient. Sein nächster Teamkollege wird im kommenden Jahr viel von ihm lernen können." Neben den beiden Werks-Ducatis wird es 2013 vermutlich auch eine Art Junior-Team geben.

Andrea Iannone und Scott Redding testeten die Desmosedici bereits in Mugello. "Beide haben bewiesen, dass sie für die Königsklasse bereit sind. Scott hat zwar noch kein Rennen in der Moto2 gewonnen, konnte seinen Teamkollegen (Mika Kallio; Anm. d. Red.) aber konstant schlagen. Dieser hatte bereits die Chance, in der MotoGP zu fahren. Ich würde Scott gerne aufsteigen sehen", so Baker.

Fotoquelle: Ducati

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