Valentino Rossi möchte seine Zukunftspläne noch vor Indy verkünden

MotoGP 2012

— 02.08.2012

Ist Furusawa der Grund für Rossis Zögern?

Neue Gerüchte behaupten, dass der "Doktor" seinen Verbleib bei Ducati davon abhängig macht, ob Ex-Yamaha-Ingenieur Masao Furusawa gewonnen werden kann

Nach wie vor ist offen, wo Valentino Rossi ab der kommenden Saison fahren wird. Der neunmalige Weltmeister schwankt zwischen einem Verbleib bei Ducati und einer Rückkehr zu Yamaha. Ein Wechsel zu Honda gilt als unwahrscheinlich, müsste sich der wohl populärste MotoGP-Pilot in diesem Fall mit einem Platz in einem Satelliten-Team zufrieden geben.

Sowohl Yamaha als auch Ducati haben für Rossi Vor- und Nachteile. Im Falle eines Wechsels zu den Japanern müsste der Italiener erstmals mit dem Status der Nummer zwei klarkommen und Jorge Lorenzo als Teamleader anerkennen. Zudem ist Yamaha aus finanzieller Sicht weitaus unattraktiver. Dafür wäre er aber sicher sofort konkurrenzfähig, hebt die M1 doch nach wie vor Rossis Stärke hervor: das Bremsen und den Kurveneingang.

Für Ducati spricht in erster Linie das Geld, auch wenn Rossi klargestellt hat, dass der finanzielle Hintergrund unwichtig sei. Sollte der "Doktor" auch 2013 auf einer Desmosedici sitzen, könnte er sich sicher sein, die klare Nummer eins im Team zu sein. Mit Nicky Hayden hat Ducati nach wie vor den passenden Teamkollegen, der damit kein Problem hat.

Doch die anhaltende Erfolglosigkeit der Paarung Rossi/Ducati - zuletzt stürzte der Italiener in Laguna Seca auf Platz acht liegend - kratz an der Motivation des erfolgsverwöhnten MotoGP-Stars. Neuer Rahmen, veränderter Motor - bei Ducati lässt man nichts unversucht und wirft für den Erfolg sogar Marketing-technische Alleinstellungsmerkmale über Bord, wie die rahmenlose Konstruktion, die Ende 2011 mit der 1199 Panigale in der Serie debütierte.

Ducati befindet sich aus technischer Sicht im Umbruch. Die Kollegen von 'racing4fun.at' berichten, dass Masao Furusawa die Italiener auf den richtigen Weg führen soll. Der technische Vater der Yamaha M1 wurde zusammen mit Filippo Preziosi, Ducatis Technischem Direktor, gesehen. Es ist gut vorstellbar, dass die Verpflichtung des Japaners eine Bedingung von Rossi ist.

Trotz Rossis Wechsel zu Ducati war Furusawa immer ein Befürworter seines ehemaligen Starpiloten. Die Kombination Rossi/Yamaha war in der MotoGP jahrelang schwer zu schlagen. Das Wissen des Japaners, besonders auf dem Gebiet des Alu-Rahmenbaus wäre für Ducati sehr wertvoll. Bleibt abzuwarten, ob sich Furusawa auf einen Deal einlässt oder nicht. Bei einem Scheitern erhöht sich vermutlich die Wahrscheinlichkeit, dass Rossi seinen momentanen Arbeitgeber verlassen wird.

Fotoquelle: Ducati

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