Colin Edwards möchte seine Karriere noch nicht beenden

MotoGP 2012

— 06.08.2012

Edwards fährt, solange er bezahlt wird

Der Forward-Pilot erklärt, wie wichtig Erfahrung in der MotoGP ist, wie er zu jungen Piloten steht und wann er die MotoGP verlassen möchte

Seit 2003 ist Colin Edwards in der Grand-Prix-Szene zu Hause. Doch bereits Anfang der 1990er holte der "Texas Tornado" in der AMA Titel. Mit 38 Jahren ist Edwards einer der Routiniers der Szene. Auch wenn er in diesem Jahr nur wenig Grund für Freude hat, möchte der ehemalige Yamaha-Werkspilot der MotoGP noch möglichst lange erhalten bleiben.

"Mein Plan war es, mit 32 zurückzutreten. Doch ich bin immer noch dabei. Es macht so viel Spaß", verrät Edwards der 'GPWeek'. Auf die Frage, wie lange er noch fahren wird, antwortet er: "Solange man mich dafür bezahlt, dass ich Motorräder fahre. Es macht mir Spaß." Casey Stoners Entscheidung, Ende der Saison zurückzutreten, kann der US-Amerikaner nicht nachvollziehen.

"Ich war vollkommen überrascht. Ich bewege mich wohl gerade in Richtung Karriereende, doch wenn mir jemand anbieten würde, dass ich noch zehn weitere Jahre fahren könnte, würde ich es natürlich probieren. Ich liebe es, ich liebe es, Motorräder zu fahren. Zudem mag ich es, mein Limit auszuloten", erklärt Edwards, der bei Forward eine harte Saison erlebt.

Nach den vielen Jahren auf MotoGP-Prototypen hat sich der 38-Jährige dazu entschlossen, 2012 mit einer CRT-Maschine an den Start zu gehen. Für die Entwicklung der komplett neuen Suter-BMW baute das Team auf die Erfahrung des langjährigen Motorrad-Profis. "Lebenserfahrung und Weisheit sind gut für das, was ich mache - etwas zu entwickeln. Wenn man Zappelphilipp hat, der jung und dumm ist, hätten wir sicher schon einige Verkleidungen und eine Menge neuer Gabeln kaufen müssen. Wir hätten uns sicher nicht viel weiter entwickelt, vermutlich sogar nach hinten."

Das Tabuthema Angst ist aber auch für Edwards keine einfache Angelegenheit. Besonders die nach vorne drängenden Youngstars scheinen situationsbedingt lockerer an die Sache zu gehen. "Jedes Mal, wenn man an den Start geht, legt man sein Leben in die Hände von Leuten, die Zahlen in die Tastatur tippen, die Bremsen für einen montieren oder andere Dinge für einen zusammenbauen, während man sich in die Reifenstapel haut. Sicher hat ein jüngerer Kerl da weniger Angst. Umso älter man wird und je öfter man stürzte, desto mehr tut es weh", bemerkt er. "Man stürzt, steht auf, klopft sich ab und geht wieder raus."

Warum sein langjähriger Teamkollege Valentino Rossi, der entscheidend zur Entwicklung der Yamaha M1 beigetragen hat, sich bei Ducati so schwer tut, kann auch Edwards nicht verstehen: "Ich wünschte, dass ich es wissen würde. Wenn man sich die Motorräder ansieht, die er in den ganzen Jahren gefahren ist, dann muss man sagen, dass die Ducati eine ganz andere Bestie ist", analysiert der CRT-Pilot. "Man muss sich mal Casey ansehen. Ich habe mir vor Schreck fast in die Hosen gemacht, als ich mir die Rennen noch einmal angesehen habe."

Fotoquelle: SuterRacing

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