Nicky Haydens Verletzungen lassen einen Start in Brünn nicht zu

MotoGP 2012

— 21.08.2012

Hayden muss passen: Rossi in Brünn Einzelkämpfer

Nicky Hayden kann wegen seiner Handverletzung nicht in Brünn starten - Valentino Rossi wird die einzige Werks-Ducati fahren

Nicky Hayden muss nach seinem Heimrennen in Indianapolis auch den am kommenden Wochenende stattfindenden WM-Lauf im tschechischen Brünn auslassen. Die Verletzungen, die er sich bei seinem Sturz im Qualifying von Indianapolis zugezogen hatten, lassen einen Start nicht zu. Der US-Amerikaner hatte sich bei dem Unfall eine Gehirnerschütterung zugezogen und zwei Mittelhandknochen in der rechten Hand gebrochen.

"Nach den letzten Untersuchungen von Nickys Hand, sind wir übereingekommen, dass es für ihn das Beste ist, wenn er dieses Rennen auch auslässt. Das ist sehr schwierig für ihn, aber das war auch der Rat der Ärzte", sagt Teammanager Vittoriano Guareschi. Hayden war nach der Entscheidung entsprechend geknickt: "Es ist hart, ein weiteres Rennen zu verpassen", sagt der 31-Jährige. "Ich habe keine großen Probleme, aber meine Hand ist immer noch stark angeschwollen und ich habe nur wenig Kraft", beschreibt Hayden die Beschwerden.

"Verletzungen an der rechten Hand sind für Motorradfahrer immer die Schlimmsten", so der US-Amerikaner, weshalb ein Start in Brünn nicht sinnvoll gewesen wäre: "Ich wäre von hundertprozentiger Fitness weit entfernt, und wenn ich zuviel Kraft einsetzen würde oder erneut stürzte, könnten sich die Bruchstücke verschieben, was Folgeschäden verursachen kann." Neben dem Handbruch leidet der Ducati-Pilot auch noch an den Folgen seiner Gehirnerschütterung.

Hand und Kopf lassen Start nicht zu

"Wichtiger ist aber der Kopf. Ich war recht lange bewusstlos und leide immer noch unter Kopfschmerzen. Die Ärzte haben mir gesagt, dass es eine sehr schlechte Idee wäre, Rennen zu fahren, und alle im Team haben dem zugestimmt", so Hayden. "Als Rennfahrer möchte ich natürlich nicht zu Hause sitzen und Zeit auf der Strecke und Punkte verpassen, aber ich muss jetzt auf die Meinung der Experten hören und versuchen, bis Misano wieder gesund zu sein. Das ist für mich und auch für Ducati ein sehr wichtiges Rennen und ich werde alles tun, um dort so fit wie möglich zu sein."

Ducati nominiert keinen Ersatzfahrer für Hayden, womit Valentino Rossi zum Einzelkämpfer auf der roten Werks-Ducati wird. Der Italiener erwartet nach den beiden verkorksten Rennen in den USA sehnsüchtig die Rückkehr nach Brünn. "Laguna und Indy waren zwei sehr schwierige Rennen, daher bin ich froh, dass wir ein paar Tage später schon wieder in Brünn fahren", sagt der 33-Jährige. "Die nächsten beiden Wochenenden sind für den weiteren Saisonverlauf sehr wichtig. Ich erwarte, dass ich in Brünn stärker bin. Ich mag die Strecke, und sie ist auch etwas normaler", meint Rossi.

Bekommt Rossi die Kurve?

In der Vergangenheit war der flüssige Kurs mit seinen Bergauf- und Bergab-Passagen für den neunmaligen Weltmeister ein gutes Pflaster. Insgesamt gewann er dort sieben Rennen in allen Klassen und stand vier weitere Male auf dem Siegerpodium. Auch im Vorjahr schlug sich Rossi dort achtbar. "Ich hatte dort im Vorjahr ein gutes Rennen mit der Ducati, auch was den Abstand zur Spitze betrifft", erinnert sich der Italiener. Damals fuhr Rossi mit gut zwölf Sekunden Rückstand auf Sieger Casey Stoner auf Platz sechs.

Nach dem Rennen in der Tschechischen Republik geht für Rossi die Arbeit in Italien weiter. "Ich der nächsten Woche werden wir zwei Tage lang in Misano testen und dabei einige neue Dinge ausprobieren. Ich hoffe das wird uns dabei helfen, im letzten Teil der Saison schneller zu sein", so der Italiener.

Fotoquelle: Ducati

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