Die CRT-Motorräder fahren bisher ihr eigenes Rennen

MotoGP 2012

— 21.08.2012

Schwantz schlägt eigene CRT-Reifen vor

Ex-Weltmeister Kevin Schwantz glaubt, dass die CRT-Motorräder durch andere Reifen die Lücke zu den Prototypen schließen könnten

Seit Beginn dieser Saison finden bei den WM-Läufen der MotoGP im Grunde genommen immer zwei Rennen statt. Während vorne die Prototypen um den Sieg kämpfen, fahren die CRT-Motorräder dahinter in ihrer eigen Liga. Die neue Klasse, in der frei käufliche oder selbstgebaute Chassis von Superbike-Motoren angetrieben werden, ist bislang nicht in der Lage, das Tempo der Prototypen mitzugehen - sieht man einmal von indisponierten Ducati-Privatiers wie Karel Abraham und Toni Elias ab.

Die neue Kategorie, die als kostengünstige "Füllmasse" für die in den vergangenen Jahren immer kleiner werdenden Starterfelder der MotoGP eingeführt wurde, wird von vielen Beobachtern nach wie vor argwöhnisch beäugt. Auch Kevin Schwantz ist noch nicht restlos davon überzeugt. "Ich bin mir nicht sicher, ob die CRTs die richtige Antwort sind. Sie sind nicht die Lösung des Problems", wird der 500er-Weltmeister von 1993 von 'Crash.Net' zitiert.

Zwar ist der Leistungsunterschied zu den Prototypen, zumindest bei den Spitzenteams nicht so groß wie vor Saisonbeginn gefürchtet, aber dennoch fahren sie den Werks- und Satellitenteams von Honda, Yamaha und Ducati hinterher. Das stört Schwantz: "Sie brauchen etwas, das ihnen dabei hilft, die Lücke zu den Führenden zu schließen, auch wenn es nur für die halbe Renndistanz ist", meint der US-Amerikaner. "Sollten die CRTs bleiben, muss man ihnen eine Alternative bieten, vielleicht über die Reifen."

"Vielleicht sollte man andere Reifenhersteller zulassen, holt Michelin oder Dunlop ins Boot", schlägt Schwantz vor. "Dadurch wird ein CRT-Motorrad keinen Grand Prix gewinnen, aber die Jungs müssen konkurrenzfähiger werden. Sie müssen ein Licht am Ende des Tunnels sehen, damit sie den Spaß an der Sache nicht verlieren. Es muss ein komisches Gefühl sein, nur gegen die anderen CRT zu fahren."

Doch der Texaner erkennt auch Positives an der neuen Kategorie. "Es ist schön, 23 Motorräder auf der Strecke zu sehen. Es hat geholfen, das Feld aufzufüllen, und auch diese Jungs arbeiten auf einem sehr hohen Niveau." Dies habe man an den amerikanischen Wild-Card-Teams gesehen. "Es ist nicht einfach, schnell genug zu sein, um sich zu qualifizieren", so Schwantz.

Fotoquelle: Aspar

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