Bei Ducati sind Jeremy Brugess (li.) und Valentino Rossi erfolglos geblieben

MotoGP 2012

— 23.08.2012

Burgess bedauert erfolglose Ducati-Zeit

Jeremy Burgess glaubt, dass Valentino Rossi auch bei Ducati erfolgreich sein kann: Der Prozess dauert aber noch Jahre - Diese Zeit hat der Italiener nicht

Noch ist nicht offiziell entschieden, ob die Crew rund um Valentino Rossi ebenfalls zu Yamaha zurckkehren wird. Der Superstar ging in der Pressekonferenz in Indianapolis davon aus, dass Jeremy Burgess und die Mechaniker wechseln werden. Es mssen noch individuelle vertragliche Details geklrt werden, aber prinzipiell ging Rossi davon aus, dass seine Mannschaft zusammenbleiben wird. Burgess selbst hat sich aber noch nicht entschieden. "Ich wei es nicht. Niemand hat mich bisher diesbezglich gefragt. Ich muss darber nachdenken", wird der Australier von der 'Gazzetta dello Sport' zitiert. Seit Rossi in der Knigsklasse fhrt, fungiert Burgess als sein Crew-Chief.

Sieben gewonnene Weltmeisterschaften sprechen eine deutliche Sprache, doch bei Ducati wollte es nicht klappen. "Ich dachte, dass es mglich wre fr Valentino ein Motorrad zu bauen, aber es ist ein Prototyp, der von Fahrerseite eine komplett neue Herangehensweise verlangt. Deswegen haben es viele Fahrer nicht geschafft. Ich bin mir sicher, dass wir es schaffen knnen, aber Valentino hat keine Zeit mehr", meint Burgess ber die bislang erfolglosen eineinhalb Jahre. Rossi hat die Reileine gezogen und will seine Karriere bei Yamaha mit Erfolgen ausklingen lassen.

Zwei Podestpltze waren ihm deutlich zu wenig. Mit der Desmosedici kam der Superstar von Beginn an nicht klar. Auch die zahlreichen Umbauten nderten nichts an der Situation. Zudem hat Rossi auch schon mehrmals gemeint, dass es fr ihn nicht einfach ist, den intuitiven Fahrstil nach so vielen Jahren komplett zu ndern. Bei Yamaha wird der 33-Jhrige wieder ein Motorrad bekommen, das ihm von der Charakteristik besser liegt.

Burgess muss sich nun berlegen, ob er in den Ruhestand geht, oder in der MotoGP bleibt und noch zwei Jahre bei Yamaha anhngt. Er bedauert, dass man es bei Ducati nicht geschafft hat. "Ich htte den Job gerne erledigt. Wir sind nicht so weit weg. Uns fehlt nur ein Prozent. In diesen zwei Jahren hat Ducati viel gelernt und es ist sehr enttuschend, dass wir die Aufgabe nicht zu Ende fhren knnen. Ich verstehe aber, dass Valentino seine Karriere an der Spitze beenden will und er denkt, dass er es mit Yamaha schaffen kann."

"In bestimmten Bereichen konnten wir Valentino das geben, was er verlangt hat und in anderen Bereichen haben wir viel getan. Wir mussten ein Chassis um einen existierenden Motor bauen. Es dauert Jahre, bis man die beste Lsung findet. Ducati verfgt aber nicht ber die Erfahrung der japanischen Hersteller", meint Burgess ber die aktuelle Situation. Nun liegt es an Andrea Dovizioso, das Ruder in Zukunft herumzureien. Gemeinsam mit Nicky Hayden wird sich der Italiener um die knftige Entwicklung kmmern.

Fotoquelle: Ducati

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