Dani Pedrosa hielt seinen WM-Konkurrenten Jorge Lorenzo in Schach

MotoGP 2012

— 24.08.2012

Pedrosa am Freitag schneller als Lorenzo

Honda-Pilot Dani Pedrosa ist am Freitag knapp schneller als sein Titelkonkurrent Jorge Lorenzo - Stefan Bradl Fünfter, während beide Yamaha-Werksfahrer stürzen

Im zweiten Freien Training für den Grand Prix von Tschechien lagen die beiden WM-Konkurrenten Kopf-an-Kopf an der Spitze. Da Casey Stoner bereits nach Australien abgereist ist und für längere Zeit ausfallen wird, wird der Titel nur noch zwischen Jorge Lorenzo (Yamaha) und Dani Pedrosa (Honda) entschieden. Im zweiten Training hatte der Spanier die Nase vorne. Pedrosa stellte die Bestzeit in 1:56.858 Minuten auf und war um 53 Tausendstelsekunden schneller als Lorenzo. Im Yamaha-Werksteam ist das Training nicht problemlos verlaufen. Lorenzo und Ben Spies kamen zu Sturz.

Den Anfang machte der Texaner. Bei der Einfahrt ins Omega rutschte Spies über das Vorderrad aus und lag im Kiesbett. Der glücklose US-Amerikaner konnte später mit dem Ersatzmotorrad wieder auf die Strecke gehen, doch er verbesserte seine Zeit nicht mehr. Mit neun Zehntelsekunden Rückstand reihte sich Spies an der achten Stelle ein. Rund 20 Minuten vor Ablauf der Zeit erwischte es Lorenzo auch im Omega. Die Yamaha M1 des Spaniers lag in Kurve sieben in der Auslaufzone. Der WM-Führende wurde mit einem Roller zurück an die Box gebracht und konnte sich danach mit der Ersatzmaschine auch nicht mehr verbessern.

Dagegen lief im Kundenteam Tech 3 alles nach Plan. Andrea Dovizioso war als Dritter (+0,197 Sekunden) wieder der erste Verfolger des Spitzenduos. Cal Crutchlow folgte als Vierter (+0,357). Auf Platz fünf hielt Rookie Stefan Bradl gut mit den Topleuten mit. In Brünn hat der Deutsche im Jahr 2008 seinen ersten Sieg in der Achtelliterklasse gefeiert. Es ist ein Kurs, auf dem der amtierende Moto2-Weltmeister immer gut zurechtkam. Am Nachmittag drehte er mit seiner LCR-Honda 18 Runden. Der Rückstand auf Pedrosa betrug 0,392 Sekunden.

Superstar Valentino Rossi war auf einer seiner Paradestrecken näher an der Konkurrenz als zuletzt in den USA dran. Der einzige Ducati-Werkspilot - Nicky Hayden muss verletzungsbedingt passen - fuhr die sechstschnellste Zeit. Speziell der Rückstand hielt sich diesmal mit 0,457 Sekunden in Grenzen. In den letzten Minuten fuhr Rossi mit einem weichen Hinterreifen auf die Strecke und konnte sich deutlich verbessern. Das war in den letzten Monaten nur selten der Fall.

Abgesehen von den Yamaha-Stürzen gab es mehrere Zwischenfälle. Yonny Hernandez (Aspar) war bereits am Vormittag gestürzt und ging auch diesmal in Kurve fünf zu Boden. Kurz darauf musste das Training für einige Minuten unterbrochen werden, weil die BQR-Kawasaki in ein Luftpolster am Streckenrand geprallt war. Dieses musst ausgetauscht werden. Anschließend gingen die restlichen 26 Trainingsminuten problemlos über die Bühne. Alvaro Bautista (Gresini-Honda) rutschte in Kurve zwölf über das Vorderrad ins Aus. Pol Espargaro (Aspar) bremste in Kurve eins zu spät und besuchte auch das Kiesbett.

Das Feld der Prototypen lag auf der 5,4 Kilometer langen Strecke dicht beisammen, denn von Pedrosa auf Platz eins zu Spies auf Position acht betrug die Differenz neun Zehntelsekunden. Lediglich Toni Elias (Pramac-Ducati) tanzte als Zehnter und Lokalmatador Karel Abraham (Cardion-Ducati) als Elfter aus der Reihe. Sie hatten 2,3 Sekunden Rückstand und mussten sich Espargaro geschlagen geben, der als Neunter der beste Claiming-Rule-Vertreter war. Die weiteren CRT-Fahrer reihten sich ab Platz zwölf ein. Schlusslicht war Danilo Petrucci (Ioda).

Fotoquelle: Repsol

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