MotoGP 2012
— 24.08.2012Steinschlag bremst Pedrosa nicht ein
Honda-Pilot Dani Pedrosa hat auch in Brünn am ersten Trainingstag seine gute Form umgesetzt und die Bestzeit aufgestellt - Ein Stein traf den Spanier am Fuß
"Am Vormittag war ich hinter Valentino. In der letzten Kurve kam er etwas weit nach außen und es wurden zwei große Steine aufgewirbelt. Einer hat die Frontverkleidung des Motorrades getroffen und sie zerstört, aber auch einen kleinen Teil meines Helms", schildert Pedrosa die brenzlige Szene im ersten Freien Training. "Der andere Stein hat mich am Fuß getroffen. Es war ein harter Schlag. Zuerst dachte ich, dass ich mir etwas gebrochen habe. Dann haben die Schmerzen aber leicht nachgelassen. Das ist normalerweise ein gutes Zeichen. Ich weiß nicht, wie schnell ich war, aber der Stein flog wie eine Rakete auf mich zu."
Noch am Nachmittag humpelte Pedrosa durch das Fahrerlager, aber auf dem Motorrad war er schnell unterwegs, auch wenn die RC213V nicht ganz optimal läuft. "Ich habe hier Chattering beim Vorderrad. In manchen Kurven kann ich nicht so schnell fahren, wie ich will. Ich versuche aber damit klarzukommen. Am Vormittag bot die Strecke nicht viel Grip. Man denkt, dass es besser wird, je mehr gefahren wird, aber am Nachmittag sind auch die Temperaturen gestiegen. Die Rundenzeiten waren praktisch gleich."
Bei der Reifenwahl wird viel auf das Wetter ankommen, denn es ist Regen angesagt. Obwohl am Freitag die meisten Fahrer viel mit dem harten Hinterreifen gefahren sind, denkt Pedrosa, dass auch die weiche Mischung eine Option für das Rennen sein könnte. "Er sollte halten. Der harte Reifen bietet nicht genug Grip und über die Renndistanz lässt er nach, weil er stark durchdreht. Der weiche Reifen sollte durchhalten. Das Wetter kann sich aber auch verändern."
In dieser Saison hat Pedrosa zum ersten Mal eine richtige Chance auf den WM-Titel. Was ist anders als in den Jahren davor? "Es ist eine Kombination verschiedener Gründe. Ich versuche fokussiert zu bleiben, damit mir keine dummen Fehler unterlaufen. Man muss die Limits suchen, aber es trotzdem so weit wie möglich kontrollieren. Man braucht natürlich auch Glück." Am Freitag hatte der Spanier Glück.
Fotoquelle: Repsol
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