Jonathan Rea bekommt von Honda seine erste richtige MotoGP-Chance

MotoGP 2012

— 26.08.2012

Stoner-Ersatz gefunden: Rea testet am Montag

Jonathan Rea wird am Montag in Brünn die Honda von Casey Stoner fahren - Solange der Australier ausfällt, wird Rea auch die kommenden Rennen bestreiten

Seit Casey Stoner verletzungsbedingt nach Australien geflogen ist, wurde im MotoGP-Fahrerlager in Brünn darüber gemunkelt, wer den Weltmeister vertreten könnte. Namen wie Stefan Bradl, Alvaro Bautista oder Kousuke Akiyoshi wurden genannt. Honda hat sich aber für einen anderen Kandidaten entschieden: Jonathan Rea wird am Montag beim Test in Brünn auf der RC213V sitzen. Anschließend kann sich der reguläre Superbike-WM-Pilot am 4. und 5. September im Motorland Aragon auf die MotoGP-Honda einschießen. Dann finden zweit Testtage in Spanien statt.

Der Brite könnte auch zu seinem MotoGP-Debüt kommen. Stoner meinte, er werde voraussichtlich zwei Rennen vor Phillip Island zurückkehren. Das wäre Mitte Oktober in Motegi. Das genaue Comeback-Datum wird aber erst nach der Operation seiner Fußverletzung feststehen. Honda hat bestätigt, dass Rea die MotoGP-Rennen bestreiten wird, bis Stoner wieder zurückkehren kann. "Ich wurde von HRC nach Brünn eingeladen, um in Stoners Abwesenheit das MotoGP-Bike zu testen."

"Es ist natürlich schade, dass er nicht selber fahren kann. Alles Gute für seine Genesung. Für mich ist es eine tolle Möglichkeit, eines der besten Motorräder der Welt zu fahren", freut sich Rea. "Diese Chance erhält man nicht alle Tage. Es ist schön, dass mir Honda das Vertrauen schenkt. Ich freue mich natürlich darauf. Ich weiß, wie schwierig es wird und wie hart die MotoGP ist. Ich möchte Spaß haben und versuchen Feedback zu geben. Es ist eine tolle Möglichkeit."

Bereits im Vorjahr hat Rea in Sepang die 800er-Honda getestet. Hilft ihm diese Erfahrung auch auf der neuen 1.000er? "Es wird sicher nützlich sein, denn für mich bestehen die größten Unterschiede zwischen Superbike und MotoGP in den Reifen und den Karbonbremsen. Unser Motoren - und Elektronikpaket ist auch sehr fortschrittlich. Natürlich ist die 1.000er viel schneller als die 800er, die ich in Sepang gefahren bin. Ich weiß, worauf ich mich einlasse. Es ist ein wildes Tier, eine ausgewachsene Rennmaschine. Es wird Spaß machen und ich freue mich auf die Herausforderung."

Die Bande zwischen dem 25-Jährigen und Honda sind eng. Vor einem Monat gewann Rea die prestigeträchtigen acht Stunden von Suzuka. "Ich bin schon lange in HRC-Projekte involviert, seit meiner Zeit in der Britischen Superbike-Meisterschaft. Ich kenne viele Gesichter und es ist kein unbekannter Ort für mich", meint der Brite zuversichtlich. "Obwohl die Topleute bei Honda kein großes Interesse an der Superbike-WM haben, ist es immer gut, wenn man Fahrer wir Ryuichi Kiyonari und mich hat."

"Ich gebe für die Marke alles. Man wird gut behandelt, wenn man eine weitere Chance bekommt die MotoGP-Maschine zu fahren." An diesem Wochenende gastierte die Superbike-WM erstmals in Russland. Rea konnte aber kein Topresultat holen. In Lauf eins klappte das Vorderrad seiner CBR1000RR ein und er schied durch Sturz aus. Im zweiten Rennen duellierte er sich mit Eugene Laverty (Aprilia) um den dritten Platz. Laverty stürzte und Rea konnte nicht mehr ausweichen. Der Honda-Pilot konnte die beschädigte Maschine noch als Siebter über die Linie bringen.

Rea werden seit einiger Zeit Wechselgelüste in die MotoGP nachgesagt. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob er auch in der Königsklasse ein potenzieller Siegfahrer ist.

Fotoquelle: Honda

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