In Brünn war für Rossi trotz vollem Einsatz nicht mehr drin als Platz sieben

MotoGP 2012

— 29.08.2012

Jenkner: "Rossi beweist, dass er am Limit ist"

Steve Jenkner kann bei Valentino Rossi trotz ausbleibender Erfolge auf der Ducati keine gravierenden Motivationsprobleme erkennen

Hat Valentino Rossi mit dem Ende seines Ducati-Abenteuers vor Augen noch das letzte Quntchen Motivation, sich auf der GP12 voll ins Zeug zu legen? Diese Frage stellen sich im MotoGP-Fahrerlager viele Experten und auch die Meinungen der Zuschauer auf den Tribnen und vor den Fernsehgerten gehen bei diesem Thema auseinander.

Der ehemalige Grand-Prix-Pilot und heutige Bridgestone-Servicetechniker Steve Jenkner jedenfalls kann bei Rossi keine nachhaltigen Motivationsprobleme erkennen. "Auch ohne die maximale Motivation wrde er immer versuchen, das Motorrad bestmglich abzustimmen. Es gibt vielleicht manchmal Situationen, in denen er nicht so viel gibt, da es nicht um den Sieg geht, aber das ist ganz normal", findet der Gesamtfnfte der 125er-Weltmeisterschaft des Jahres 2002 im Gesprch mit 'Motorsport-Total.com'.

Jenkner rumt allerdings ein, dass Rossi angesichts der bis heute nicht zu ihm passenden Ducati zuweilen etwas mehr Spielraum lsst, als er dies in der Vergangenheit auf der Honda oder Yamaha tat und womglich auch in Zukunft wieder auf der Yamaha tun wird. "Wenn ein neunfacher Weltmeister um Platz sieben fhrt, wird er sich nicht mit solch einer Todesverachtung in den Zweikampf strzen, wie er es machen wrde, wenn es um den Sieg gehen wrde", hlt der Deutsche fest.

Beim Grand Prix von Tschechien in Brnn am vergangenen Sonntag reichte es fr Rossi wieder einmal nur zu Platz sieben. Gegen die Attacke von Stefan Bradl wehrte sich der Italiener im Zweikampf aber nach Krften und holte sich die verlorengegangene Position kurzzeitig zurck bevor er gegen den LCR-Honda-Piloten schlielich doch kleinbeigeben musste.

Davon, dass sich Rossi bei seinen letzten Einstzen fr Ducati zurcklehnt, will Jenkner nichts wissen. "Er fhrt ganz normal Motorrad, versucht das bestmglich abzustimmen und geht ans Limit. Manchmal fllt er runter und beweist damit, dass er am Limit ist. Mehr gibt das Motorrad mit ihm als Fahrer momentan nicht her", ist der 36-jhrige Lichtensteiner berzeugt.

Fotoquelle: Ducati

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