Dani Pedrosa hat den Rückstand in Brünn mit dem Sieg auf 13 Punkte verkürzt

MotoGP 2012

— 30.08.2012

Rossi schiebt Lorenzo die Favoritenrolle zu

Durch Casey Stoners Verletzung wird die WM zwischen Jorge Lorenzo und Dani Pedrosa entschieden - Rossi favorisiert Lorenzo

Vor der Saison war klar: Casey Stoner ist nach seinem überlegenen Titel und den souveränen Vorsaisontests der haushohe Favorit für die Saison 2012. Spätestens mit seinem Sturz in Indy erhielten die Hoffnungen der Stoner-Fans aber einen herben Dämpfer. Vor Brünn kam dann die Schocknachricht: Der Weltmeister fällt mehrere Rennen aus. Damit war klar, dass die diesjährige Meisterschaft zwischen zwei Spaniern entschieden wird.

"Wenn Stoner sich in Indy nicht verletzt hätte, wäre er immer noch im WM-Kampf involviert. Er hat demonstriert, dass er sehr schnell ist", bemerkt Valentino Rossi, der nun von einem spanischen Weltmeister ausgeht: "Es wird ein toller Kampf zwischen Dani und Jorge, der womöglich erst im letzten Rennen der Saison entschieden wird."

Die Favoritenrolle lässt Rossi seinem ehemaligen und zukünftigen Teamkollegen zukommen: "Ich denke, dass Jorge der Favorit ist, weil er einen Punktevorsprung hat. Zudem holt er zweite Plätze, wenn er nicht gewinnt. Er ist also schnell und konstant. Honda und Dani sind aber nicht zu unterschätzen. Es kommen Strecken, die dieser Kombination liegen sollten. Ich denke dennoch, dass Jorge der Favorit ist. Es wird ein toller Kampf."

Selbst nach Pedrosas eindrucksvollen Sieg in Brünn favorisiert Rossi Lorenzo, der seit drei Rennen sieglos ist: "Der Favorit bleibt Lorenzo, aber ich schätze es ist 60:40, weil er bei den Punkten im Vorteil ist. Es ist aber ein kleiner Vorteil. Beide müssen sich konzentrieren und dürfen keine Fehler machen. Das Resultat von Brünn ist für Lorenzo nicht negativ, aber es kann für Pedrosa positiv sein, weil er Lorenzo in der letzten Runde geschlagen hat."

"Die letzten sechs Rennen werden interessant. Pedrosa hat seine Karten sehr gut ausgespielt. Es war ein guter Kampf. Wir brauchen MotoGP-Rennen mit solchen Kämpfen in der letzten Runde, weil es aufregend ist", fordert Rossi, der ab kommender Saison wieder um Siege kämpfen möchte. Neben den Fans, die sich auch weiterhin auf spannende Rennen freuen dürfen, haben vor allem die spanischen Fans allen Grund zur Freude.

Nach dem Rennen in Tschechien liegt Stoner bereits 59 Punkte zurück. In Misano wird der Australier weitere Punkte einbüßen. Andrea Dovizioso ist zu weit weg, als dass er im Kampf um den Titel noch eine Rolle spielen könnte. Weltmeister wird 2012 also ein Spanier. Zwischen Pedrosa und Lorenzo liegen nur noch 13 WM-Zähler - ein Ausfall und die Situation ändert sicht komplett.

Ob Pedrosa gegen einen Spanier kämpfen muss oder einen Fahrer aus einem anderen Land, spielt für den Honda-Werkspiloten eine untergeordnete Rolle: "Es ändert sich nichts. Das Einzige was sich ändert ist, dass die Spanier sich garantiert über einen spanischen Weltmeister freuen können. Wenn man gegen jemanden kämpft, dann spielt die Nationalität keine Rolle. Man konzentriert sich darauf, sein Bestes zu geben, stärker zu werden und Rennen zu gewinnen. Jorge war in den vergangenen Jahren sehr schnell und konstant."

"Ich denke, dass es für die spanischen Fans toll ist, zwei Spanier um den Titel kämpfen zu sehen", bestätigt auch Lorenzo. "Der Schnellere wird siegen. Für mich ändert sich aber nichts. Ich möchte gewinnen. Ich möchte immer gewinnen. In manchen Rennen ist es möglich, in manchen nicht. In Brünn habe ich es versucht", so der momentane WM-Leader.

Fotoquelle: Repsol

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