Valentino Rossi tritt in Misano mit einer modifizierten GP12 an

MotoGP 2012

— 12.09.2012

Letztes Ducati-Heimspiel für Rossi, Hayden will starten

Valentino Rossi sitzt am Wochenende zum letzten Mal auf italienischem Boden auf der Ducati - Nicky Haydens Start am Sonntag noch nicht sicher

Am kommenden Wochenende gastiert der MotoGP-Zirkus zum Grand Prix von San Marino auf dem Marco Simoncelli Circuit in Misano. Für den scheidenden Ducati-Werksfahrer Valentino Rossi ist es das ganz persönliche Heimspiel im Kalender. 20 Minuten entfernt in Tavullia aufgewachsen, kann der Italiener am Wochenende wieder auf zahlreiche Freunde und Verwandte unter den ohnehin zahlreichen Rossi-Fans an der Strecke zählen. "Die Atmosphäre ist immer etwas ganz besonderes", weiß der "Doktor", für den es das letzte Ducati-Heimspiel ist.

"Die Strecke selbst ist herausfordernd und schwierig, aber ich mag sie", sagt Rossi. "Es gibt einige Passagen, die wirklich Spaß machen. Der Ausgang der Tramonto-Kurve und die beiden schnellen Biegungen auf der Gegengerade gehören da auf jeden Fall dazu." Nach den jüngsten Testfahrten an Ort und Stelle rückt Ducati in Misano unter anderem mit einer neuen Schwinge aus. Mit entsprechender Setup-Arbeit am gesamten Wochenende hofft Rossi auf "ein gutes Rennen".

Nachdem Rossi bei den Rennen in Indianapolis und Brünn der einzige Ducati-Werkspilot im Feld war, kehrt Nicky Hayden für den anstehenden Grand Prix von San Marino an die Rennstrecke zurück. Der US-Amerikaner hatte sich bei einem wilden Highsider im Qualifying zu seinem Heimspiel in Indianpolis zwei Knochen der rechten Hand gebrochen und zudem eine Gehirnerschütterung zugezogen.

Nicky Hayden wieder mit dabei - Rennstart noch fraglich

In Misano gibt Hayden sein Comeback. Ob er das Rennen wird fahren können, ist derzeit aber noch nicht sicher. Der 31-Jährige will im Freien Training am Freitag zunächst eruieren, ob seine rechte Hand den Belastungen auf einem MotoGP-Bike schon wieder standhält. "Nicky hat sich während der zurückliegenden Wochen einem Reha-Programm unterzogen", erklärt Ducati-Teammanager Vittoriano Guareschi. "Wir werden am Freitagmorgen sehen, wie seine Hand reagiert, speziell auf die Belastungen beim Bremsen."

Geht es nach Hayden, der ursprünglich bereits in Brünn fahren wollte, dann sollen die Ducati-Fans nicht ein weiteres Mal auf ihn verzichten müssen. "Ich kann es gar nicht abwarten, auf die Strecke zurückzukehren, weiß aber, dass es an diesem Wochenende nicht einfach wird", so der US-Amerikaner. "Meiner Hand geht es schon viel besser. Einer der beiden Brüche heilt schnell, während der andere Mittelhandknochen noch eine deutliche Bruchstelle aufweist."

Die drei Wochen seit seinem Sturz verbrachte Hayden eigener Aussage zufolge mit "Training auf dem Heimtrainer und einem Besuch bei Doktor Ting in Kalifornien". Mit Blick auf die regelmäßigen Besuche bei seinem Haus- und Hofchirurgen scherzt "Kentucky Kid" via Twitter: "Meine Akte bei Doktor Ting ist dicker als das Telefonbuch von Owensboro."

Mit Blick auf den Marco Simoncelli Circuit in Misano macht Hayden vor allem deshalb noch ein Fragzeichen hinter seiner Rennteilnahme, weil der Kurs im Uhrzeigersinn befahren wird und somit die Belastungen für die rechte Hand noch größer sind. "Auf einer der Heimstrecken von Ducati zu fahren, ist aber immer eine tolle Sache und ich hoffe inständig, dass ich das Rennen fahren kann", so der MotoGP-Champion des Jahres 2006.

Fotoquelle: Ducati

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