Die Abraham-Familie und Gigi Dall'Igna (re.) besiegeln den Vertrag

MotoGP 2012

— 14.09.2012

Abraham fährt 2013 eine CRT-Aprilia

Der Tscheche Karel Abraham wird im nächsten Jahr eine Claiming-Rule-Aprilia fahren - Die Zusammenarbeit mit Ducati verlief 2012 nicht wie gewünscht

Karel Abraham wird auch in der kommenden Saison in der MotoGP fahren. Dank des dicken Geldbeutels seines Vaters, der ebenfalls Karel mit Vornamen heißt, stand die Zukunft des Teams ohnehin fest. Offen war allerdings noch mit welchem Motorrad das tschechische Team antreten wird. In den vergangenen beiden Jahren war es eine Ducati-Desmosedici, aber Abraham war mit dem technischen Stand des aktuellen Motorrad nicht zufrieden. Spätestens seit feststeht, dass Pramac im kommenden Jahr wieder zwei GP13 einsetzen wird, war klar, dass sich Abraham nach einem Claiming-Rule-Bike umsehen wird.

Es wurde eine Einigung mit Aprilia getroffen. Vater Abraham begründet die Entscheidung folgendermaßen: "Unser Team ist im Jahr 2011 mit der Ducati Desmosedici GP11 in die MotoGP eingestiegen. Unser Fahrer war zu diesem Zeitpunkt der jüngste im Starterfeld und der zweitjüngste in der MotoGP-Geschichte. Wir haben in dieser Saison mehrere Erfolge geschafft. Karel wurde zweimal Siebter und war im Qualifying mehrmals der schnellste Ducati-Fahrer. Er war schnell, gewöhnte sich rasch an das Motorrad und die Zusammenarbeit mit Ducati war hervorragend."

"Die Arbeit der Ingenieure und die Entwicklung des Motorrades war sehr professionell", lobt Abraham senior. Die Situation änderte sich aber für 2012. "Gegen Saisonende hatte Ducati ein Motorrad rund um ein anderes Konzept entwickelt. Leider waren unsere ersten Eindrücke davon nicht sehr positiv. Es war schwierig eine Abstimmung zu finden und es war klar, dass mehr Entwicklung nötig war. Wir hatten aber eine andere Vorstellung als Ducati darüber, wie sehr das Motorrad entwickelt werden muss."

"Es sah nicht danach aus, dass sie ihre Meinung ändern würden. Es gab also die Möglichkeit, mit Ducati auch im nächsten Jahr zu arbeiten. Wir entschieden uns aber dagegen und geben einem neuen Partner eine Chance. Die neue Partnerschaft mit Aprilia entstand aus einer früheren Zusammenarbeit mit dem Aspar-Team. In den kleinen Klassen haben wir Ingenieure geteilt und uns gegenseitig geholfen. Beide Teams sind im Jahr 2011 mit Ducati in die MotoGP eingestiegen. Aspar beendete den Vertrag nach einem Jahr und wechselte zu ART-Aprilia."

"Es war deshalb klar, dass wir die ersten Gespräche mit Aprilia führen würden. Jene Fahrer die schon damit gefahren sind, haben es als hoch qualitatives und zuverlässiges Motorrad beschrieben. Durch die Unterstützung von Aprilia können die Fahrer und Teams an der Entwicklung teilhaben. Im Laufe der Saison sind die CRT-Motorräder schneller geworden. Wir sind überzeugt, dass sie eine Zukunft haben. Außerdem hat ART-Aprilia gezeigt, dass es das schnellste CRT-Bike ist. 2013 wird für uns ein Testjahr. 2014 kommen dann neue Regeln, durch die die CRT-Klasse den Werksmaschinen nahe kommen wird."

Für Abraham jun. war es bisher eine Saison voller Pleiten, Pech und Pannen. Das Problem ist, dass man seine Ducati nur über eine Runde schnell fahren kann, es aber über die Renndistanz unmöglich ist, das Tempo konstant hochzuhalten. "Diese Saison war klar ein Rückschritt. Es ist schade, dass wir unsere Kooperation mit Ducati unter diesen Umständen beenden werden, aber in diesem Jahr hat es nicht so gut funktioniert wie es sollte."

"Wir haben jetzt seit einiger Zeit mit Aprilia gesprochen. Ich glaube, diese Partnerschaft wird eine gute Zukunft haben. Ich sehe es als bestmögliche Lösung. Es wartet viel harte Arbeit, aber wir glauben, dass es wichtig ist, wenn es vorwärts geht und man nicht auf der Stelle tritt. Wir haben mit Aprilia schon bei den 250ern zusammengearbeitet. Im letzten Jahr der Zweitakter haben wir sehr gut zusammengearbeitet. Ich hoffe, darauf können wir aufbauen."

Fotoquelle: Cardion AB

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