Dani Pedrosa erlebte einen chaotischen und frustrierenden Rennsonntag

MotoGP 2012

— 16.09.2012

Pedrosa: Mehr Pech geht nicht

Bei Dani Pedrosa lief in Misano mehr schief als überhaupt schiefgehen kann - Der Spanier kritisiert auch die Rennleitung für das Chaos

Dani Pedrosa erlebte in Misano einen Renntag zum Vergessen. Beim Start in die erste Auslaufrunde starb ihm der Motor ab. Nachdem der erste Start abgebrochen wurde und sich die Fahrer auf den Neustart vorbereiteten, verfing sich eine Heizdecke im Reifen. Dann fuhr der Spanier mit dem Geschwindigkeitsbegrenzer für die Boxengasse los und musste schließlich als Letzter starten. Nach wenigen Runden wurde Pedrosa von Hector Barbera abgeräumt. Resultat: Null Punkte und der WM-Rückstand auf Jorge Lorenzo ist auf 38 Zähler angewachsen. Außerdem ist Pedrosa sauer auf die chaotischen Zustände zwischen den beiden Startversuchen.

"Ich bin okay. Das ist wenigstens gut", zieht er den einzigen positiven Schluss des Tages. "Der erste Start wurde abgebrochen. Dann herrschte bei der Rennleitung große Verwirrung. Niemandem war klar, ob die Prozedur von einer oder drei Minuten durchgeführt wird. Einige Teams holten die Heizdecken und die Generatoren. Schließlich war es die dreiminütige Prozedur. Ich habe gewartet, weil niemand wusste, wie lange das Rennen dauern würde. Zunächst hieß es 26 Runden, dann 27. Wir haben in der Startaufstellung viele verschiedene Dinge gehört."

"Die Situation war also nicht klar. Die Rennleitung hatte sicher Druck vom Fernsehen, damit alles live gezeigt wird. Deshalb ging es hektisch zu. Es wurden keine Schilder gezeigt, aber plötzlich kam jemand zu uns und sagte: 'Es geht los.'" Dann begannen die nächsten Schwierigkeiten. "Wir mussten die Heizdecken entfernen. Als meine Mechaniker das tun wollten, war mein Vorderrad blockiert. Man darf von diesem Zeitpunkt an nicht mehr am Motorrad arbeiten. Der Mechaniker versuchte die Blockierung zu lösen. Deshalb hätte ich ohnehin schon auf den letzten Startplatz müssen."

"Sie versuchten also die Blockierung des Rades zu lösen, aber es funktionierte nicht", berichtet Pedrosa. "Deshalb hoben sie das Motorrad aus dem Ständer und plötzlich war das Rad frei. Es war merkwürdig. Dann stellten sie mein Motorrad zurück in die Startaufstellung. Ich dachte, dass ich von der Pole starten könnte. Dann fuhr ich los, aber ein Mechaniker machte etwas bei der Elektronik und das Motorrad funktionierte in den ersten beiden Gängen nicht. Ich konnte deshalb nicht Gas geben und dachte darüber nach, vor dem Start auf das Ersatzmotorrad zu wechseln."

"Auf der Geraden habe ich meine Kontrollleuchten kontrolliert und gesehen, dass ich im Boxengassenmodus war. Ich drückte den Knopf und dann funktionierte das Motorrad gut. Ich überholte das Safety-Car und fand meinen Rhythmus. Als ich in der Startaufstellung ankam, zeigten sie mir, dass ich vom letzten Platz starten muss. Ich versuchte mich zu fassen und mich auf das Rennen zu konzentrieren."

Der Crash mit Barbera

Lange dauerte das Rennen des Honda-Piloten nicht. "Dann startete das Rennen und ich versuchte Fehler in den ersten Kurven zu vermeiden. Ich hätte schneller als die CRT-Bikes fahren können, aber mir war bewusst, dass sie oft nicht unseren Speed fahren. Deshalb versuchte ich gleichzeitig auf mich und auf sie aufzupassen. Trotzdem fand ich eine gute Linie und machte gute Manöver. In Kurve sechs erreichte ich schon Barbera, der der erste Prototyp war. Ich glaube, ich war Achter oder Neunter. Ich überholte Barbera auf der Geraden und war vorbei. Dann kam de Puniet und ich überholte ihn auf der Bremse."

"Als ich in der Kurve war, hat er mich getroffen. Das war es dann." Barbera entschuldigte sich via 'Twitter', doch die beiden Spanier haben nicht miteinander gesprochen. "Jeder macht Fehler, aber ich weiß nicht, was er sich dachte. Zum einen ist er nicht komplett fit und auf der anderen Seite war das seine Position für das Rennen. Ich weiß nicht was er wollte. Es war die erste Runde. Alle Fahrer haben oft miteinander gesprochen und gesagt, dass wir in der ersten Runde besser aufpassen müssen. Ich habe ihn normal überholt."

Pedrosa sauer auf Rennleitung

Außerdem ist Pedrosa sauer auf die Rennleitung, denn nach dem Abbruch gab es Chaos in der Startaufstellung. "Wir haben bereits mit der IRTA gesprochen, aber sie sagten, die Sache mit dem Schild liegt an der Strecke. Wir meinten, dass doch jemand von der Rennleitung mit den Leuten von der Strecke sprechen sollte. Wir haben versucht herausgefunden, was passiert ist. Die IRTA-Leute meinten, es war eine falsche Kommunikation."

Worauf ist Pedrosa mehr sauer? Auf die Startprozedur oder Barbera? "Generell auf alles. Ich kritisiere immer, dass es keine klaren Regeln gibt. Abraham hatte Kupplungsprobleme und würgte den Motor ab. Dann wurde er weggeschoben. Beim richtigen Start hatte er dann wieder das gleiche Problem. Er musste das Motorrad wegschieben. Er hätte ohnehin schon das Motorrad wechseln sollen, beispielsweise."

Aber auch beim Start in die erste Aufwärmrunde lief bei Pedrosa nicht alles glatt. Der Motor war aus und er konnte erst verspätet losfahren. "Da ist mir ein Fehler unterlaufen, denn ich habe die Kupplung nicht fest gezogen und der Motor ist abgestorben", meint der Spanier. In der WM ist der Rückstand nun auf 38 Punkte angewachsen. Wie sieht er seine Chancen? "Es ist natürlich schwieriger, aber für mich ist es eigentlich gleich. Ich muss gut fahren und konzentriert bleiben. Das Motorrad funktioniert und ich muss so weitermachen."

Fotoquelle: Repsol

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