Nicky Hayden und Valentino Rossi testeten die GP12 am Montag in Misano

MotoGP 2012

— 17.09.2012

Licht und Schatten beim Ducati-Test in Misano

Ein klassischer Testtag geht zu Ende: Valentino Rossi und Nicky Hayden probierten in Misano ein modifiziertes Chassis und eine neue Schwinge aus

67 Runden in Misano: Ducati nutzte den Montag nach dem MotoGP-Rennen, um weitere Tests mit der GP12 zu absolvieren. Während Ducati-Testfahrer Franco Battaini mit Entwicklungen an der Elektronik betraut war, legten die beiden Stammpiloten Valentino Rossi und Nicky Hayden zahlreiche Umläufe zurück, um an Chassis und Schwinge zu arbeiten. Insgesamt sammelte man viele wichtige Eindrücke.

"Es war ein guter Tag", meint Rossi, doch vollkommen zufrieden ist der Italiener wohl nicht: "Wir probierten ein anderes Chassis mit veränderter Steifheit aus. Ganz ehrlich: Ich mochte es nicht besonders. Es stellte in manchen Bereichen zwar eine Verbesserung dar, doch dafür traten in anderen Bereichen neue Probleme auf. Unterm Strich ist es keine wirkliche Verbesserung."

"Ich denke also nicht, dass wir es noch einmal nutzen werden", erklärt der Ex-Champion und merkt an: "Positiv ist, dass wir eine neue Schwinge testeten, die ich prima fand. Sie gab mir mehr Grip beim Beschleunigen. Das hilft dem Bike dabei, am Kurvenausgang stabiler zu sein. Eines unserer beiden Themen funktionierte also. Ich denke, wir werden die neue Schwinge ab Aragon einsetzen."

"Dort sehen wir, was unser Potenzial auf einer anderen Strecke ist", meint Rossi, der mit 53 Runden den Löwenanteil der Testarbeit stemmte. Hayden legte 14 Umläufe zurück und schonte seine rechte Hand. "Um sie nicht zu sehr zu belasten, fuhren wir heute nur zweimal hinaus", sagt der US-Amerikaner. "Einmal mit meinem Bike aus dem Rennen, das andere Mal mit einem neuen Rahmen."

"Es war schön, einen Eindruck davon zu kriegen. Ich war mir nicht sicher, ob ich überhaupt einen Unterschied spüren würde, aber ich spürte mehr, als ich erwartet hatte. Ich fühlte mich definitiv wohler damit. Das steht fest. Ich hatte mehr Selbstvertrauen, denn auf der Bremse gibt es mehr Grip am Vorderrad. Dadurch lenkt das Bike auch besser ein. Es ist sicher ein Schritt in die richtige Richtung."

Und das auf Anhieb, wie Hayden hinzufügt. "Ich bin zufrieden mit der Arbeit von Ducati. Weil ich nun anders bremsen konnte, muss ich wahrscheinlich die Federgabel etwas mehr versteifen. Doch wie ich schon sagte: Es war ein guter Fortschritt. Ich bin ziemlich zufrieden. In Aragon beginnen wir dann mit der Arbeit am Setup." Bis dahin haben Technikchef Filippo Preziosi und Ducati viele Hausaufgaben.

Genau so hatte man sich das aber auch vorgestellt, wie Preziosi erklärt. "Es war ein nützlicher Test", meint er. "Wir hatten ein Chassis vorbereitet, das bei der Geometrie so war wie das Chassis, das Valentino im Rennen eingesetzt hat - mit anderer Steifheit. Valentino gab uns eine Rückmeldung, durch die wir eine Evolution mit den positiven Eigenschaften bauen können, die ihm aufgefallen sind."

"Das passt zu unseren Berechnungen, die wir vorab angestellt hatten", erklärt Preziosi und fügt hinzu: "Wir hatten auch eine andere Schwinge im Einsatz, die Valentino zugesagt hat. Wir werden das Teil also in Aragon einsetzen. Nicky absolvierte einen Vergleichstest mit dem Chassis und der Schwinge von vor Misano und den Elementen, wie sie Valentino am Sonntag eingesetzt hat."

"Seine ersten Kommentare waren positiv. Wir müssen aber in Aragon noch einmal einen Test durchführen, wenn es Nicky wieder besser geht. Basierend auf den Daten vom Montag können wir die Produktion unseres Chassis beschleunigen. Wir sollten es vor Valencia zur Verfügung haben", meint Preziosi. Das Rennen in Aragon steigt bereits in zwei Wochen, Valencia bildet das Saisonfinale.

Fotoquelle: Ducati

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