Die Kupplung der Ducati Desmosedici sorgte in Misano für einen Startabbruch

MotoGP 2012

— 20.09.2012

Cardion: Stellungnahme zum Misano-Startdurcheinander

Karel Abraham Senior und das Cardion-Team bedauern den Vorfall von Misano, möchten die Schuld für Dani Pedrosa Ausfall aber nicht übernehmen

Die Konfusion und das Durcheinander beim Start in Misano sorgte im Nachhinein für viele Diskussionen. Karel Abraham hob beim ersten Startversuch seine Hand, weil seine Ducati ausging, als er den ersten Gang einlegte. Daraufhin wurde der Start abgebrochen und die Mechaniker strömten wieder in die Startaufstellung. Als es dann zum Neustart kam, gab es ein Problem an Dani Pedrosas Honda.

Die Heizdecken ließen sich nicht mehr lösen. Da die RC213V in die Boxengasse geschoben wurde, musste sich der Spanier ganz hinten einreihen. Nach fünf Runden wurde der WM-Zweite von Hector Barbera abgeschossen. Durch Jorge Lorenzos Sieg wuchs der Rückstand in der WM auf 38 Punkte an. Das Team von Abraham bedauert die Folgen des Vorfalls, möchte die Schuld an Pedrosas Nuller aber nicht tragen.

Defekte Kupplungsteile von Ducati Corse

"Der Start der MotoGP-Klasse wurde wegen technischer Schwierigkeiten durch unseren Fahrer Karel Abraham mit dessen Ducati Desmosedici GP12 verschoben. Es war ein Defekt von einem brandneuen Teil, welches bereits vorbeugend am Samstagabend ersetzt wurde, da das gleiche Problem mit unserem Ersatzmotorrad aufgetreten war", erklärt das Team.

"Leider trat der Defekt während der Einführungsrunde erneut auf und als die Flüssigkeitsmarke unter den kritischen Wert gesunken war, wurde die Kupplung funktionsuntüchtig. Folglich ging der Motor aus, nachdem unser Fahrer vor dem Start in die Aufwärmrunde in den ersten Gang schaltete. Nach einem Schubs durch Streckenposten konnte er in die Aufwärmrunde fahren", berichtet Cardion. "Der Fehler war nicht erkennbar. Er tauchte erst wieder auf, als der Pilot in den ersten Gang schaltete und der Motor erneut ausging."

"Gemäß den geltenden MotoGP-Vorschriften hob Karel seine Hand, um der Rennleitung anzuzeigen, dass er ein Problem hat und der Startvorgang wurde kurz vor dem Start unterbrochen", so das tschechische MotoGP-Team. "Karel konnte während der Besichtigungs- und Aufwärmrunde in keiner Weise die Ursache des Defekts erkennen. Er konnte ihn weder vermeiden noch aufschieben. Ebenso konnten die Cardion-Mechaniker nicht erwarten, dass während eines Wochenendes zweimal das gleiche Teil von Ducati Corse Probleme bereiten könnte."

Abraham stürzt durch Bremsproblem

"Wir bedauern die Tatsache, dass das HRC-Team als Folge des Neustarts technische Schwierigkeiten mit dem Motorrad von Dani Pedrosa bekam. Allerdings gibt es keinen direkten Zusammenhang zwischen den Schwierigkeiten unseres Teams mit der Ducati und dieser unerfreulichen Situation, die zum Verlust der Pole-Position und der anschließenden Kollision zwischen Dani Pedrosa und Hector Barbera führte", stellt Cardion klar.

"Demzufolge trägt das Cardion-Team keinerlei sachliche oder moralische Verantwortung für den Vorfall. Unser Team handelte in der Situation unter Einhaltung sämtlicher MotoGP-Vorschriften. Es ist nicht unsere Schuld, dass die neue Situation zu einem Chaos und zur unbeabsichtigten Verletzung der geltenden Vorschriften durch HRC führte", bemerken die Tschechen. "Unser Team und unsere Mechaniker gaben ihr Bestes, um das Motorrad für das Rennen vorzubereiten. Durch Zufall hatten wir technische Schwierigkeiten mit zwei identischen Teilen an einem Wochenende; es wäre irreführend, Karel Abraham, den Mechanikern oder dem Cardion-Team die Schuld zuzuweisen."

"Unser Team verlor aufgrund dieser technischen Probleme ebenfalls die Chance, in Misano WM-Punkte zu sammeln, denn wir mussten ein Ersatz-Motorrad benutzen und aus der Boxengasse starten. Zusätzlich kam wegen einer nichtfunktionierenden Hinterradbremse Hydraulikbremsflüssigkeit auf das Hinterrad, wodurch Karel schließlich stürzte", stellt das Team klar. "Wir wünschen Dani Pedrosa für die kommenden Rennen das Beste und wir hoffen, dass von nun an der Kampf um den Titel auf der Strecke fortgesetzt wird, ohne so viele technische Aspekte."

Fotoquelle: Cardion AB

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