Ben Spies verlässt Yamaha nach drei Jahren und wechselt zu Pramac-Ducati

MotoGP 2012

— 24.09.2012

Meregalli: Spies passt zur Ducati

Der Yamaha-Teammanager traut Ben Spies bei Ducati gute Ergebnisse zu - Tech-3-Teamchef Herve Poncharal: "Superbike-WM wäre ein Fehler gewesen"

Für Ben Spies war bereits vor dem Rennen in Laguna Seca klar, dass er seinen Vertrag bei Yamaha nicht verlängern möchte. Damit trennte sich der US-Amerikaner freiwillig von einem, wenn nicht gar dem begehrtesten Motorrad in der MotoGP. 2013 wird Spies für das neu strukturierte Pramac-Ducati-Team an den Start gehen und sich mit der Ducati Desmosedici auseinandersetzen.

"Ich kann sehen, wie motiviert er für diese neue Herausforderung ist. Ich denke, sein Fahrstil kann der Ducati entgegenkommen, weil er beim Bremsen ziemlich gut ist und sehr aggressiv Gas gibt", analysiert Yamaha-Teammanager Massimo Meregalli gegenüber 'MotorCycleNews'. "Er glaubt immer noch an sich selbst und spricht sich zu, dass er es besser kann."

"Ich denke, er möchte seinen Wert in dieser Meisterschaft noch unter Beweis stellen. Persönlich denke ich, dass es ein Fehler gewesen wäre, so zeitig in die Superbike-WM zurückzukehren, weil er immer noch an sich glaubt", bemerkt der langjährige Teammanager des ehemaligen Superbike-Weltmeisters.

Herve Poncharal, der 2010 der Teamchef von Spies war, bewertet den Wechsel zu Ducati als positiv. Eine Rückkehr in die Superbike-WM wäre laut dem Tech-3-Oberhaupt ein großer Fehler gewesen: "Ich denke, das war die schlauste Entscheidung. Mehr als vom Wechsel zu Ducati war ich von einem Wechsel in die Superbike-WM überrascht. Wenn ich sein Manager gewesen wäre, dann hätte ich ihm mitgeteilt, dass es ein großer Fehler gewesen wäre, in die Superbike-WM zurückzukehren. Dann wäre es nahezu unmöglich für ihn gewesen, in die MotoGP zurückzukehren."

Poncharal traut Spies nach wie vor Topplatzierungen zu, weiß aber auch, dass die Ducati nicht das einfachste Motorrad ist: "Es ist eine große Herausforderung, zu Ducati zu gehen. Doch für Ducati ist es ein großer Coup, weil er das Tempo hat, es Raum für Verbesserungen gibt und er noch etwas beweisen möchte."

Valentino Rossi hingegen kann noch nicht abschätzen, ob Spies und die Ducati eine stimmige Einheit bilden werden: "Es ist schwierig zu sagen und wird sicher interessant. Auf der einen Seite, damit ich das Potenzial der M1 verstehe, aber auch Ducati hat eine gute Gruppe an Fahrern. Da gibt es einen Youngster wie Andrea Iannone und Fahrer mit viel Erfahrung. Nicky, Spies und Dovizioso pflegen auch unterschiedliche Fahrstile. Es ist schwierig zu verstehen, aber ich glaube, wir müssen das Motorrad jetzt noch verbessern, damit wir Ben ein besseres Bike geben. Ob die Fahrer zum Motorrad passen, ist schwierig zu sagen."

Fotoquelle: Yamaha

Diesen Beitrag empfehlen

Anzeige

Automarkt

Finden Sie im Automarkt von autobild.de Ihren Gebrauchtwagen.

Bei autohaus24.de Neuwagen günstig kaufen und Geld sparen.