Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta freut sich über den Deal mit Magneti Marelli

MotoGP 2012

— 26.09.2012

Magneti Marelli stellt Einheits-ECU her

Ab der kommenden Saison können die MotoGP-Teams das Einheitssteuergerät verwenden - Wird die Einheitselektronik 2014 Pflicht?

Die Dorna hat mit Magneti Marelli einen Vierjahres-Vertrag unterschrieben. Das italienische Unternehmen, das auch in der Formel 1 aktiv ist, wird ein Einheits-Steuergerät bauen, das ab der kommenden Saison eingesetzt werden kann. 2013 stellt die Verwendung dieser ECU aber noch keine Pflicht dar. Es gibt Gerüchte, die eine verbindliche Verwendung ab der Saison 2014 vorschreiben.

"Ich kann die Tatsache nicht verbergen, dass ich sehr zufrieden bin, diese Kooperation mit Magneti Marelli einzugehen", freut sich Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta. Gegenüber 'Autosport' fügt er hinzu: "Die Einigung, die erreicht wurde, bestätigt, dass die MotoGP ein innovativer Wettbewerb ist, indem es um die innovativsten Technologien geht."

"Die Erfahrung des Unternehmens, das bereits viele Jahre auf dem höchsten Niveau Motorsport betrieben hat, bedeutet einen großen Schritt in der Königsklasse des Zweiradsports", ist sich Ezpeleta sicher. Der Spanier ist seit Beginn ein Verfechter des Einheits-Steuergeräts. Damit sollen die Kosten gesenkt werden. Zudem dürfte der Unterschied zwischen den Werks-Prototypen und den CRT-Bikes deutlich geringer sein.

Bei Aspar ging man davon aus, dass man dadurch sofort eine Sekunde pro Runde näher an die Prototypen herankommt. Das gefällt den Werken natürlich nicht. Besonders Honda ist die Einheits-ECU ein Dorn im Auge. Die Japaner haben bereits damit gedroht, ihren Fokus von der MotoGP auf die Superbike-WM zu richten, sollte die Limitierung kommen.

"Das Hauptziel bestand darin, Spitzentechnologie für einen angemessenen Preis zu ermöglichen", rechtfertigt Robert Dalla, der Motorsport-Chef von Magneti Marelli. "Das ist Magneti Marellis Bestreben im Motorsport, doch auch bei der Serienproduktion. Wir sind sehr froh, unser Know-how und unsere Erfahrung im Motorsport, auch in die MotoGP einfließen zu lassen."

"Wir möchten damit neue Ziele in Sachen Performance und Technologie-Entwicklung erreichen", schildert Dalla. "Die neue Zusammenarbeit mit der Dorna stellt eine weitere strategische Möglichkeit dar, um die Entwicklungen unserer Technologien auszuweiten."

Fotoquelle: EUROSPORT MotorMagazin

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