Stefan Bradl startet in Alcaniz aus der Mitte der zweiten Startreihe

MotoGP 2012

— 29.09.2012

Bradl wusste, dass Reihe eins "verdammt schwierig" wird

Stefan Bradl nimmt den Aragon-Grand-Prix von Startplatz fünf in Angriff und hofft auch am Sonntag auf ein Ergebnis in diesem Bereich - Erfahrungsrückstand spürbar

Stefan Bradl startet beim 14. MotoGP-Saisonlauf aus der Mitte der zweiten Startreihe. Im trockenen Qualifying zum Grand Prix von Aragon holte sich der Rookie in Diensten des LCR-Honda-Teams von Lucio Cecchinello mit 0,63 Sekunden Rückstand auf die Pole-Zeit von Jorge Lorenzo (Yamaha) Startplatz fünf.

"Grundsätzlich bin ich zufrieden", sagt Bradl und erklärt: "Insgeheim habe ich mir schon ein bisschen mehr ausgerechnet - vielleicht sogar die erste Startreihe Ich habe aber natürlich gewusst, dass die Kollegen hier auch testen waren und nicht so einfach zu schlagen sind. Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein. Ich war von Anfang an sehr gut dabei."

Einzig mit dem weichen Vorderreifen hatte Bradl im Verlauf des Qualifyings ein paar Probleme. "Am Schluss habe ich mich noch einmal zusammengerissen und habe gepusht. Eigentlich komme ich mit dem harten Reifen vorne besser zurecht als mit dem weichen, aber angesichts der Temperaturen war es uns noch zu gefährlich, mit dem harten hinaus zu gehen", so Bradl, der seine persönliche Bestzeit in der Schlussphase noch einmal verbessern konnte und so Startplatz fünf unter Dach und Fach brachte.

Im Vergleich zu den arrivierten MotoGP-Stars sieht der Deutsche vor allem in den entscheidenden Minuten einer Qualifying-Session noch Nachholbedarf. "Als ich zwischenzeitlich auf Platz eins lag, wusste ich, dass die Menschen natürlich euphorisch werden und hoffen, dass es die Pole-Position wird. Insgeheim wusste ich aber sehr genau, dass es nicht lange halten würde, außer es würde Regen kommen. Ich wusste, dass die erste Startreihe verdammt schwierig wird. Platz fünf und die zweite Reihe sind ein gutes Ergebnis."

Für das Rennen am Sonntag sieht Bradl noch ein Fragezeichen hinter den Streckenverhältnissen. "Momentan baut der Reifen sehr schnell ab. Die Rundenzeiten werden dann schön in den Keller gehen", mutmaßt der LCR-Pilot, sollten am Renntag ähnliche Bedingungen herrschen wie im Qualifying. "Damit muss aber jeder zurechtkommen. Ich hoffe, dass ich mit abgefahrenen Reifen immer noch ein gutes Tempo fahren kann", so Bradl, dem vor zwei Wochen in Misano genau dieser Umstand zu schaffen machte.

"Platz vier, fünf oder sechs sollte das Ziel sein für morgen", sagt Bradl. Für die kommenden Rennwochenenden setzt sich der MotoGP-Rookie einen Startplatz in Reihe eins zum Ziel, gibt aber zu bedenken: "Man muss natürlich auch die Namen sehen, die da stehen. Sie haben schon etliche Jahre Erfahrung. Da gibt es für mich schon noch einiges aufzuholen."

Fotoquelle: Honda

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