Dani Pedrosa genoß die Champagner-Dusche ausgelassen

MotoGP 2012

— 30.09.2012

Pedrosa feiert perfekten Heimtriumph

Dani Pedrosa hat Misano endgültig abgehakt und in Aragon einen dominanten Heimsieg gefeiert - An die WM will der Honda-Fahrer aber nicht denken

Einen Tag nach seinem 27. Geburtstag bereitete sich Dani Pedrosa selbst das schönste Geschenk. Der Honda-Werksfahrer fuhr einen dominanten Heimsieg im Motorland Aragon nach Hause und ließ sich im Anschluss von seinen Fans auf den Tribünen feiern. Nach dem verkorksten Rennen in Misano war diese Leistung die beste Antwort. Sein Yamaha-Konkurrent Jorge Lorenzo hatte keine Chance und musste Pedrosa nach der Anfangsphase ziehen lassen. In der WM konnte der Spanier fünf Punkte auf Lorenzo gutmachen, doch sein Rückstand beträgt vier Rennen vor Saisonende immer noch 33 Zähler.

Der Heimtriumph war ein Befreiungsschlag, denn speziell in Spanien waren die Misano-Vorkommnisse ein großes Thema. "Es war nicht einfach, denn nach dem letzten Rennen musste ich viele Interviews geben und die Leute haben mich daran erinnert. Das ist nicht so gut, wenn man sich konzentrieren und nach vorne blicken will. Das liegt in der Vergangenheit und ich blicke nach vorne. Deshalb war es nicht einfach", meint Pedrosa über die letzten beiden Wochen. "Manche Dinge muss man aber abschließen. Gestern war auch noch mein Geburtstag und ich habe vier, fünf Torten bekommen."

"Es war also nicht einfach, sich zu konzentrieren. Dann bin ich auch noch gestürzt", spricht er den Sturz zu Beginn des Qualifyings an. "Meine Jungs mussten in der Nacht arbeiten. Im Warmup verloren wir einige Runden, weil wir überprüfen mussten ob alles richtig funktioniert. Soweit war es gut, aber nicht perfekt." Dann kam das Rennen und Pedrosa lieferte eine Glanzleistung ab. "Im Rennen habe ich mich sehr konzentriert."

"In den ersten Runden bin ich Jorge nachgefahren. Anschließend konnte ich ihn überholen und mir einen kleinen Vorsprung herausfahren. Bis zum Ende konnte ich ihn verwalten. Es war wichtig, dass ich auf die Reifen achtete, denn hier ist es schwierig die Rundenzeit aufrechtzuerhalten. Ich fühlte mich in meiner Position sehr gut. Es gab aber wie gestern im Qualifying ein kleines Kupplungsproblem. Perfekt war es also nicht."

"Das Motorrad hat in den Kurven und am Kurvenausgang aber gut funktioniert. Ich möchte mich speziell bei meinen Mechanikern bedanken, denn sie haben gestern viel gearbeitet." Auch bei seinen Fans bedankte sich Pedrosa für die tolle Stimmung. 44.000 Zuschauer hatten sich auf den Tribünen eingefunden. "Für die Fans war es nach den kalten Trainings auch ein schöner Tag." Und wie beurteilt er jetzt seine WM-Chancen? "Darüber denke ich nicht viel nach, denn es geht um die Rennen am Sonntag. Man muss in jeder Runde konzentriert bleiben, Spaß haben und ein gutes Wochenende absolvieren."

Sein Teamkollege Casey Stoner wird in Japan wieder zurückkehren. Ob er das Rennen bestreiten kann, wird erst vor Ort entschieden. Kann der Australier Pedrosa im Titelkampf helfen und Lorenzo Punkte wegnehmen? "Jetzt geht es nach Japan. Normalerweise ist es eine gute Strecke für uns, der Asphalt ist dort gut. Hoffentlich funktioniert das Motorrad dort und hoffentlich fahren wir ein gutes Rennen. Man gewinnt eine Weltmeisterschaft, weil man besser als alle anderen ist."

"Casey ist ein Siegertyp und ich würde ihn nicht um Hilfe fragen", stellt Pedrosa klar. "Wenn es sich aus der Rennsituation ergibt, dann wäre es gut. Es kann aber auch genau andersherum sein. Wir sind Teamkollegen und beide Gewinner. Er kommt zurück, weil er die letzten Rennen gewinnen will."

Fotoquelle: Repsol

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