Cal Crutchlow verpasste das Podium in Aragon nur knapp

MotoGP 2012

— 30.09.2012

Crutchlow: "Es war ein gutes Duell"

Cal Crutchlow musste sich im Kampf um das Podium zwar seinem Teamkollegen geschlagen geben, ist mit der Vorstellung in Aragon aber zufrieden

In einem in der Schlussphase an Höhepunkten armen Grand Prix von Aragon der MotoGP sorgte das Teamduell der beiden Tech3-Fahrer für Begeisterung bei den Zuschauern. Andrea Dovizioso und Cal Crutchlow lieferten sich einen packenden Schlagabtausch um den letzten Platz auf dem Siegerpodium, in dem der Italiener letztlich die Oberhand behielt - sehr zum Leidwesen Crutchlows: "Natürlich bin ich enttäuscht, dass ich das Podium verpasst habe. Ich hasse es gegen meinen Teamkollegen zu verlieren", sagt der Brite.

Vorzuwerfen hat sich Crutchlow jedoch nichts: "Es war sehr eng, ich habe alles versucht. Es war ein gutes Duell", so der Brite. "Ich sah, dass ich ihn auf der Geraden nicht überholen kann und habe es daher mehrmals in der Schikane versucht. Hätte ich in der letzten Runde vor ihm gelegen, hätte ich ihn mit einer Pole-Runde hinter mit halten können." Dovizioso machte vor allem in der Beschleunigungsphase die entscheidenden Meter gut.

"Dovi und ich sind in vielen Bereichen gleich stark. Lediglich bei der Beschleunigung hat er einen Vorteil, weil er leichter ist", erklärt Crutchlow. "Die Motorräder sind identisch. Ich bin am Kurveneingang und in der Mitte stärker, er am Kurvenausgang." Vor dem Duell gegen seinen Teamkollegen überstand der Brite in der Anfangsphase eine Schrecksekunde: "In der ersten Runde habe ich die Front verloren und weiß immer noch nicht, wie ich den Sturz vermieden habe."

Mit der Leistung in Aragon ist Crutchlow insgesamt zufrieden: "Nach Misano haben wir hier stark zurückgeschlagen, habe uns für die erste Reihe qualifiziert und wurden Vierter. Es war gut, Punkte auf Valentino gutzumachen, denn er ist mir in der Meisterschaft auf die Pelle gerückt." Dabei war Tech3 im Vorfeld des Rennens seltener als viele Konkurrenten auf dem technisch anspruchsvollen Kurs gefahren.

"Wir haben hier nur einen Tag getestet. Ben, Bradl und die anderen waren mehrere Tage hier. Das zeigt, wie stark wir sind", meint Crutchlow. Auch komme Aragon vor allem der Honda entgegen. "Die Honda war hier unschlagbar. Wenn du Jorge auf dieses Motorrad setzt, gewinnt er mit 20 Sekunden Vorsprung. Wir wussten aus den Vorjahren, dass es hier schwierig für Yamaha wird", so der Brite.

Generell zeige der Trend jedoch in die richtige Richtung: "Im vergangenen Jahr haben wir um die Plätze fünf bis zehn gekämpft und nicht mit Werksfahrern wie Ben", sagt Crutchlow. Die Fortschritte habe er vor allem beim Bremsen erzielt: "Im vergangenen Jahr habe ich vielleicht 50 Meter früher als heute gebremst. Der Unterschied ist jetzt, dass die Werksfahrer etwas härter bremsen."

Fotoquelle: Tech 3

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