Das Aspar-Duo lieferte sich einen harten Kampf mit Karel Abraham

MotoGP 2012

— 01.10.2012

Espargaro besiegt die CRT-Kollegen in Aragon

Die Aspar-Piloten dominieren auch in Aragon die CRT-Klasse - Aleix Espargaro setzt sich nach hartem Kampf gegen Randy de Puniet durch

Durch die extrem lange Gegengerade in Aragon hatten es die CRT-Piloten deutlich schwerer, den Prototypen zu folgen. Die beiden Aspar-Piloten haben dennoch gezeigt, dass sie zumindest mit den Satelliten-Ducatis mithalten können. Randy de Puniet und Aleix Espargaro lieferten sich beim Grand Prix einen harten Kampf mit Karel Abraham, der sich schlussendlich aber durchsetzen konnte.

"Ich bin sehr froh. Es war ein toller Tag, weil mein Bruder und ich jeweils unsere Rennen gewinnen konnten", blickt Espargaro zurück, der Zehnter wurde und damit einen Punkt auf Teamkollege de Puniet aufholen konnte. Der Spanier liegt vier Rennen vor Saisonende nur zwei Punkte hinter dem Franzosen.

Espargaro setzt sich durch

"Wir müssen weiterhin so konzentriert arbeiten. Demnächst stehen drei Rennen innerhalb kürzester Zeit an. Ich hoffe, dass wir in Valencia, wenn die Saison zu Ende geht, fünfmal so glücklich sind, weil wir dann den CRT-Titel geholt haben", berichtet Espargaro. "Es ist nie einfach, meinen Teamkollegen zu schlagen. Heute war da keine Ausnahme. Es war ein hartes Rennen bis ins Ziel. Ich habe im gesamten Rennen über mein Bestes gegeben. Es war aber nicht möglich, Randy eher zu überholen."

"In den letzten beiden Runden musste ich aufholen und alles herausholen. Es war vermutlich der härteste Kampf der bisherigen Saison. Ich liebe es, einen Gegner wie Randy zu haben. Ich mag den Teamgeist bei uns. Als ich zu Aspar kam, wusste ich, wozu er in der Lage ist. Wir konnten uns von den restlichen CRT-Piloten absetzen. Man sieht, dass wir gut arbeiten. Ich habe nichts anderes erwartet", so Espargaro.

De Puniet knapp geschlagen

Teamkollege de Puniet war natürlich nicht froh, teamintern den Kürzeren ziehen zu müssen. "Beim Start wurde ich etwas behindert, was aber normal ist, wenn man aus der fünften Startreihe ins Rennen geht. Zum Glück konnte ich schnell aufholen", blickt er zurück. "Ich war schon sehr bald der führende CRT-Pilot. Ich habe viel Druck gemacht, um eine Lücke herauszufahren. Ich habe Rea als Referenz genutzt."

"Mitte des Rennens wäre ich in Kurve 13 beinahe gestürzt. Dabei habe ich meinen Vorsprung verloren", bedauert der Franzose. "Aleix und ich haben uns oft überholt. Dann kam noch Abraham an mir vorbei. Wir sind zu dritt gefahren und haben uns immer wieder gegenseitig überholt. Ich wusste aber, dass Aleix noch einmal nachlegen wird."

"Er ging in der Corkscrew-Sektion an mir vorbei. Ich versuchte, außen neben ihn zu kommen. Doch ich bin zu weit herausgekommen. Dabei habe ich den Anschluss verloren und konnte nicht wieder herankommen. Es ist schade, weil der kleine Fehler mich stark beeinträchtigte. Dennoch bin ich froh, weil es ein sehr interessantes Rennen war", erklärt de Puniet.

Hernandez freut sich über Setup-Verbesserungen

Hinter Pramac-Pilot Hector Barbera kam Yonny Hernandez als 13. ins Ziel und sammelte drei wichtige Punkte. "Nach einem schwierigen Wochenende kommen wir mit einem tollen Gefühl zurück nach Hause. Das Team hat gut gearbeitet, um die neue Gabel so einzustellen, dass sie mir ein Motorrad geben konnten, auf dem ich mich sehr wohl fühlte", freut er sich.

"Es war fantastisch, diesen Schritt nach vorne zu gehen, weil wir besorgt waren. Ich möchte dem Team für die harte Arbeit danken. Nach den zwei Stürzen haben sie die Motorräder wieder fürs Rennen repariert. Ich bin sehr motiviert, weil ich ein gutes Ergebnis holen konnte. Ich wurde drittbester CRT-Pilot", jubelt Hernandez.

Weiterhin in den Punkterängen waren James Ellison und Michele Pirro. Der Italiener war mit seinem Abschneiden aber nicht ganz zufrieden: "Wir haben einen Punkte geholt, was ein Motivationsschub ist. Doch ich bin dennoch ein bisschen enttäuscht, weil ich ehrlich gesagt mehr erwartet habe. Wir hatten nach einigen Runden einige Probleme mit dem Motorrad. Es ging nur noch darum, das Rennen zu beenden und das zu retten, was möglich war. Es ist schade, weil wir nach Misano mehr erwartet haben. Doch hier war das nicht möglich. Das Wochenende war hart. Wir versuchen es in Motegi wieder."

Deutlich schlimmer erwischte es Mattia Pasini. Der ART-Pilot verpasste nicht zuletzt durch einen Fahrfehler die Punkteränge: "Ich bin mit dem Ausgang des Rennens nicht vollkommen zufrieden. Wir hätten mehr ausrichten und ein besseres Rennen fahren können. In der vierten Runde musste ich geradeaus fahren, als ich in die letzte Kurve einbog. Ich wollte die Fahrer vor mir einholen. Dadurch habe ich viel verloren. Von da an war ich alleine und versuchte alles mir Mögliche, um die anderen CRT-Piloten einzuholen. Es ist gut, dass wir das Rennen beenden konnten. Wir hatten ein gutes Tempo. Das Motorrad lief gut."

Schalthebel bremst Edwards ein

Pech hatte Routinier Colin Edwards. Der US-Amerikaner fuhr ein starkes Rennen, bis ihn ein technischer Defekt zurückwarf: "Kurz bevor wir raus gingen, haben wir uns dazu entschieden, den harten Reifen zu verwenden. Den hatten wir das gesamte Wochenende über noch nicht benutzt. Während dem Test sind wir damit gefahren. Wir wussten nicht, was passiert. Am Ende stellte sich heraus, dass der harte Vorderreifen die richtige Wahl war."

"Ich hatte einen guten Start. Ich hätte mir keinen besseren Start wünschen können. Ich fuhr schneller als im Qualifying. Ich fuhr hart und gegen Ende zog ich an Pirro vorbei. Ich gab alles, konnte die Jungs vor mir aber nicht mehr einholen. Dann brach mein Schalthebel. Ich wollte die letzte Runde noch beenden, um zu sehen, ob noch Punkte drin sind", erklärt Edwards nach Platz 18. "Ich danke meinem Team. Wir haben am Wochenende viel gearbeitet und hatten einfach nur Pech."

Vor Edwards kam Ioda-Pilot Danilo Petrucci ins Ziel. Der Italiener verpasste die Punkteränge aber ebenfalls. David Salom war der einzige CRT-Pilot, der das Rennen nicht beenden konnte. "Wir hatten ein Problem mit dem Motorrad. Die Front stempelte an den Kurveneingängen. Wenn ich das Gas zudrehte, zog das Motorrad nach außen", schildert der Avintia-Pilot. "Wir müssen untersuchen, was passiert ist. Wir haben nach dem Warmup eine Änderung vorgenommen. Sie hat sich vermutlich negativ ausgewirkt."

Fotoquelle: Aspar

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